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25.04.2008

UPDATE: EU-Bußgeld schmälert Gewinn von Microsoft im 3. Quartal

(NEU: Kurs, Ausblick, Einzelheiten, Aussagen zu Yahoo!-Gebot)

(NEU: Kurs, Ausblick, Einzelheiten, Aussagen zu Yahoo!-Gebot)

REDMOND (Dow Jones)--Der Softwarekonzern Microsoft hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 unter anderem wegen des Bußgeldes, das die Europäische Kommission gegen das Unternehmen verhängt hatte, einen Gewinnrückgang um 11% verzeichnet. Zudem gab der Konzern aus Redmond am Donnerstag eine Prognose für das laufende vierte Quartal ab, die von Analysten als eher enttäuschend beurteilt wurde. Der Kurs gab daraufhin im nachbörslichen Handel nach. Auf nasdaq.com fiel er bis 19.59 Uhr Ortszeit um 5,1% auf 30,19 USD.

In den drei Monaten per Ende März verdiente Microsoft, die sich derzeit um die Übernahme des Internetdienstleisters Yahoo! bemüht, nach eigenen Angaben 4,39 (Vorjahr: 4,93) Mrd USD bzw 0,47 (0,50) USD je Aktie. Im Ergebnis je Aktie war eine Sonderbelastung aus dem EU-Bußgeld von 0,15 USD enthalten. Der Umsatz betrug 14,45 Mrd USD und stagnierte damit nahezu verglichen mit dem Vorjahr, als er von Verkäufen des neuen Betriebssystems Windows Vista angetrieben worden war. Analysten hatten mit einem Ergebnis je Aktie von 0,44 USD und einem Umsatz von 14,5 Mrd USD gerechnet.

Für das laufende vierte Geschäftsquartal per Ende Juni stellte Microsoft ein Ergebnis je Aktie von 0,45 bis 0,48 USD in Aussicht. Den Umsatz sieht das Unternehmen bei 15,5 Mrd bis 15,8 Mrd USD. Analysten rechneten bisher mit einem Ergebnis je Aktie von 0,48 USD und einem Umsatz von 15,56 Mrd USD.

Im kommenden Jahr erwartet das Unternehmen ein Ergebnis je Aktie von 2,13 bis 2,19 USD, der Umsatz soll 66,9 Mrd bis 68 Mrd USD erreichen. Die Beobachter erwarten einen Gewinn von 2,10 USD je Anteil bei Einnahmen von 66,5 Mrd USD.

In der Sparte Clients, zu der das PC-Betriebssystem Windows gehört, ging der Umsatz im dritten Quartal um 24% auf 4,03 Mrd USD zurück. Der Rückgang sei höher als erwartet ausgefallen, hieß es am Markt.

Auch mit der Office-Software für Büroanwendungen verbuchte Microsoft weniger Umsatz. Die Einnahmen sanken um 2% auf 4,75 Mrd USD. CFO Chris Liddell führte dies auf eine schwächere Nachfrage von Seiten der Privatanwender sowie ein gedämpftes Geschäft in Japan zurück.

In der kleinsten, aber möglicherweise wichtigsten Sparte Online-Dienste hingegen kletterte der Umsatz um 40% auf 843 Mio USD. Allerdings verbuchte Microsoft hier einen Verlust von 228 Mio USD. Den Bereich will der Konzern nun durch die Übernahme der Yahoo! Inc für rund 44,5 Mrd USD in bar und Aktien verstärken. Yahoo! lehnt die Offerte als zu gering ab.

Eine Erhöhung des Gebots werde es nicht geben, ließ Liddell am Donnerstag während einer Telefonkonferenz durchblicken. Sollte es bis zum Wochenende keine Fortschritte geben, so werde Microsoft über das weitere Vorgehen nachdenken. Das Unternehmen behalte sich das Recht vor, sich direkt an die Yahoo!-Aktionäre zu wenden. Microsoft hatte dem Board von Yahoo! zuletzt eine Frist für die Annahme der Offerte bis zum Samstag gesetzt.

Unterdessen hatte CEO Steve Ballmer angekündigt, dass Microsoft auch bereit sei, das Vorhaben aufzugeben, sollten sich die beiden Seiten nicht auf einen Preis einigen können.

Webseite: http://www.microsoft.com DJG/DJN/bam/cbr

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