Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


01.03.2010

UPDATE: EU genehmigt JV der Deutschen Telekom und France Telecom

(NEU: weitere Details, Hintergrund)

(NEU: weitere Details, Hintergrund)

Von Hans Seidenstücker und Jörn Ebberg DOW JONES NEWSWIRES

BRÜSSEL (Dow Jones)--Nachdem die Europäische Kommission am Montag das Joint Venture (JV) der Deutschen Telekom AG und der France Telecom SA im britischen Mobilfunkmarkt unter Auflagen genehmigt hat, erwartet der Bonner DAX-Konzern Kosteneinsparungen. Zu deren Volumen wurde allerdings nichts bekannt. Vor einiger Zeit hatte die Deutsche Telekom noch erklärt, Kosteneinsparungen von 3,5 Mrd EUR aus der Transaktion zu erwarten. Bevor diese über die Bühne geht, müssen allerdings beide Unternehmen Auflagen aus Brüssel erfüllen.

So erklärten sich die beiden Unternehmen bereit, das derzeitige Network Sharing Agreement mit Hutchison 3G UK (3UK) über die gemeinsame Nutzung des Netzes so zu ändern, dass auf dem Mobilfunkmarkt genügend Wettbewerber verbleiben. Die Kommission hatte befürchtet, dass sonst die Marktstellung von 3UK geschwächt werde und der Wettbewerber verdrängt werden könnte. 3UK wird von Hutchison Whampoa kontrolliert und ist der kleinste Mobilfunkanbieter in Großbritannien.

Zudem erklärten sich France Telecom und Deutsche Telekom bereit, ein Viertel des Spektrums zu veräußern, über das die fusionierenden Unternehmen insgesamt im 1.800 MHz-Frequenzbereich verfügen. Diese Auflage war nach Auffassung der Kommission notwendig, weil die Joint-Venture-Partner ansonsten einen wesentlich höheren Anteil an zusammenhängenden Frequenzen im 1.800 MHz-Bereich (60 MHz) besessen hätten als ihre Konkurrenten.

Der Kommission reichen die Zugeständnisse des Bonner DAX-Konzerns und des Pariser Unternehmens aus, um die wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen. Der Fall werde nicht an die britische Kartellbehörde Office of Fair Trading (OFT) verwiesen.

Die Europäische Kommission hatte am 3. Februar die wettbewerbsrechtliche Prüfung für das geplante paritätische Joint Venture bis zum 1. März verlängert. Grund für die Fristverlängerung war ein Antrag der britischen Kartellbehörde, die Großbritannien betreffenden Aspekte der Kartellprüfung an das OFT zu überweisen.

Durch die Bündelung der Aktivitäten von T-Mobile UK und Orange UK wird das Gemeinschaftsunternehmen mit einem Marktanteil von 37% zum größten Mobilfunkbetreiber in Großbritannien vor der Telefonica-Tochter O2 mit 27% Marktanteil und Vodafone mit 25% Marktanteil. Der Kundenstamm des Joint Ventures beläuft sich auf 29,5 Millionen Kunden.

Die beiden Telekommunikationsanbieter hatten Anfang September erklärt, ihre britischen Mobilfunkaktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen bündeln zu wollen. "Wir haben mit diesem Gemeinschaftsunternehmen die beste unternehmerische Entscheidung für die Deutsche Telekom und ihre Aktionäre getroffen", kommentierte Timotheus Höttges, Finanzvorstand der Deutschen Telekom, seinerzeit die Pläne. "Durch die Zusammenlegung unserer Aktivitäten in Großbritannien werden wir die lange erwartete Konsolidierung auf einem von Europas wettbewerbsintensivsten Märkten vorwegnehmen und dadurch einen stark positionierten Player schaffen", hatte sein Amtskollege bei France Telecom, Gervais Pellissier, erklärt.

Die Transaktion soll sich laut den damaligen Angaben ab 2010 positiv auf den freien Cashflow je Aktie und ab 2011 auf den Gewinn je Aktie der Deutschen Telekom auswirken. Beide Partner, Deutsche Telekom und France Telecom, würden ihre jeweiligen Anteile am Gemeinschaftsunternehmen nach dem Abschluss at equity bilanzieren. Es sei geplant, dass das Joint Venture 90% des generierten freien Cashflows an die beiden Anteilseigner ausschüttet.

Angelegt ist das Gemeinschaftsunternehmen auf mindestens drei Jahre. Für diesen Zeitraum gebe es eine Vereinbarung, im Joint Venture zu verbleiben, hatte Höttges im September weiter erklärt.

2009 hätte das Gemeinschaftsunternehmen pro forma einen Umsatz von 7,6 Mrd GBP und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,4 Mrd GBP erwirtschaftet.

Webseiten: www.europa.eu www.telekom.de www.orange.com -Von Hans Seidenstücker und Jörn Ebberg, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/has/ebb/bam Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.