Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

10.04.2008

UPDATE: EU-Gericht bestätigt Millionenbuße für Deutsche Telekom

(Neu: Reaktion Kommission, VATM, mehr Details)

(Neu: Reaktion Kommission, VATM, mehr Details)

LUXEMBURG (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom hat ihre Klage gegen ein von der Europäischen Kommission verhängtes Bußgeld in Höhe von 12,6 Mio EUR verloren. Das Europäische Gericht erster Instanz (EuGeI) bestätigte am Donnerstag die Entscheidung der Kommission von Mai 2003, dass die Deutsche Telekom damals seit über fünf Jahren ihre marktbeherrschende Stellung für den Zugang zum Teilnehmeranschluss missbraucht hatte. Das Unternehmen kann innerhalb von zwei Monaten gegen das Urteil einen auf Rechtsfragen beschränkten Widerspruch beim Europäischen Gerichtshof einlegen.

Die Europäische Kommission begrüßte das Urteil als "sehr wichtig" für den Telekomsektor. Das Gericht habe bestätigt, dass dominante Netzbetreiber verpflichtet seien, Wettbewerbern Zugang zu ihren Netzen zu gewähren und dem nicht durch eine spezielle Preispolitik entgehen könnten, sagte der Sprecher von Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes.

"Das ist ein gutes Urteil für einen fairen Wettbewerb", kommentierte der Geschäftsführer des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), Jürgen Grützner, die Entscheidung des EuGH. "Wettbewerbsbehinderung darf sich nicht lohnen", sagt er. "Die Telekom sollte Hinweise auf Wettbewerbsverstöße ihrerseits von vornherein ernst nehmen - auch wenn sie von Konkurrenzunternehmen kommen", so Grützner.

Die Kommission hatte das Bußgeld verhängt, weil die Telekom ihren Konkurrenten höhere Entgelte für den direkten Zugang zum Telefonfestnetz berechnet hatte als ihren eigenen Endkunden. Das Gericht erklärte in seinem Urteil, zum Zeitpunkt der Kommissionsentscheidung habe es in Deutschland neben dem Festnetz der Deutschen Telekom keine andere Infrastruktur gegeben, die Wettbewerbern einen nachhaltigen Markteintritt für Endkunden-Zugangsdienste erlaubt hätte. Die geringen Marktanteile von Konkurrenten der Deutschen Telekom zeugten davon, wie die Deutsche Telekom durch ihre Preispolitik die Entwicklung des Wettbewerbs auf diesen Märkten behindert habe. (T-271/03)

Webseite: http://curia.europa.eu DJG/ang

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.