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11.04.2008

UPDATE: Finanzkrise zwingt General Electric zu Gewinnwarnung

(NEU: Weitere Details) Von Markus Klausen DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Weitere Details) Von Markus Klausen DOW JONES NEWSWIRES

FAIRFIELD (Dow Jones)--Die Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten haben nun auch den US-Mischkonzern General Electric Co (GE) erreicht. Wegen Problemen beim Verkauf von Vermögenswerten verlief das Geschäft in der Finanzsparte schlechter als erwartet, auch Wertabschreibungen waren notwendig. GE verfehlte deshalb am Freitag mit ihren Erstquartalszahlen die Markterwartungen und reduzierte ihre Gewinnprognose für das laufende Gesamtjahr.

Im ersten Quartal verbuchte der Konzern aus Fairfield einen Gewinnrückgang aus dem fortgeführten Geschäft um 8% auf 0,44 USD je Aktie. Das war weniger als von Analysten mit 0,51 USD erwartet. Die Umsätze sind laut Mitteilung vom Freitag hingegen um 8% auf 42,2 Mrd USD gestiegen.

Als Hauptgrund für das Verfehlen der Erwartungen nannte GE ihre Finanzsparte. Die Verwerfungen an den Kapitalmärkten im März habe es dem Unternehmen schwer gemacht, Vermögenswerte zu verkaufen. Zudem habe die schwächere US-Wirtschaft die Sparte belastet. Auch seien Bewertungsverluste entstanden. Allein dies habe das Ergebnis je Aktie des Gesamtkonzerns um 0,05 USD gemindert.

Positiver lief es hingegen im Bereich Infrastruktur. Die weltweite Nachfrage sei weiterhin stark. Hier kletterten die Umsätze um 23% und der Gewinn um 17%. Dabei erzielte GE in den Bereichen Öl und Gas, Energie, Transport und Luftfahrt zweistellige Gewinnzuwächse. In diesen Bereichen sei keine Abschwächung in Sicht, wird GE-CEO Jeff Immelt in der Mitteilung zitiert.

Infolge der Entwicklungen im ersten Quartal reduzierte GE zudem ihre Prognose für das Gesamtjahr. So erwartet das Unternehmen jetzt nur noch ein Gewinnwachstum von bis zu 5%. In der Finanzsparte rechnet GE dabei mit einem Gewinnrückgang von 5% bis 10%, während im Industriegeschäft ein Gewinnplus von 10% bis 15% gesehen wird.

Das Ergebnis je Aktie sieht der Konzern nun bei 2,20 bis 2,30 USD. Gründe seien die schwächere Konjunktur und die Entwicklung an den Finanzmärkten. Bislang hatte GE ein Ergebnis je Aktie von mindestens 2,42 USD erwartet, das wäre ein Wachstum von mindestens 10% gewesen.

Infolge der GE-Gewinnwarnung kamen die europäischen Aktienindizes unter Druck. So wurde der DAX nach der Gewinnwarnung deutlich ins Minus gedrückt. Offenbar sei insbesondere der Bereich Financial Services betroffen, heißt es von einem Händler. Das erkläre auch den Druck auf die Aktien im Bankensektor. Die Aktie von GE verliert im vorbörslichen US-Handel 9,5% an Wert.

Ein Siemens-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht zu der Gewinnwarnung von GE äußern. Das Unternehmen wolle, wie bisher von CEO Peter Löscher angekündigt am 30. April mit den Zweitquartalszahlen auch die neue Prognose für das Gesamtjahr 2008 abgeben.

Webseite: http://www.ge.com - Von Markus Klausen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29 725 103, markus.klausen@dowjones.com DJG/kla/jhe

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