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30.07.2008

UPDATE: FMC bestätigt nach gutem Quartal Jahresprognose

(NEU: Details zum zweiten Quartal, Händlerstimme)

(NEU: Details zum zweiten Quartal, Händlerstimme)

Von Heide Oberhauser-Aslan

Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fresenius Medical Care AG & Co KGaA (FMC) hat nach einer guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr ihre Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Der Dialysedienstleister mit Sitz in Bad Homburg rechnet nach einer Mitteilung vom Mittwoch für 2008 weiterhin mit einem Umsatzanstieg um 7% auf mehr als 10,4 Mrd USD. Der Jahresüberschuss soll sich dabei auf 805 Mio bis 825 Mio USD verbessern.

"Wir haben im zweiten Quartal und ersten Halbjahr sehr gute Ergebnisse in einem herausfordernden Umfeld erzielt", erklärte Vorstandsvorsitzender Ben Lipps. "Aufgrund dieser positiven Geschäftsentwicklung bekräftigen wir unseren Ausblick auf das Gesamtjahr", sagte der Manager.

Für Investitionen sind 2008 weiterhin zwischen 650 Mio und 750 Mio USD vorgesehen. Für Zukäufe plant FMC 150 Mio bis 250 Mio USD. Der Verschuldungsgrad soll bis zum Jahresende auf weniger als das 2,8-Fache des Gewinns vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) sinken, bekräftigte FMC.

Auch die mittelfristige Prognose bestätigte der Konzern. Für das Jahr 2010 erwartet FMC weiterhin einen Umsatz von mehr als 11,5 Mrd USD. Das jährliche Ergebniswachstum soll im unteren bis mittleren Zehnerprozentbereich liegen.

Im zweiten Quartal konnte FMC den Umsatz und das Ergebnis, getragen von Zuwächsen bei Dialysedienstleistungen und Dialyseprodukten, weiter verbessern. Wesentliche Eckdaten hatte der Konzern bereits vor zwei Wochen ohne Erläuterung veröffentlicht, für EBIT und Nettoergebnis wurden sie jetzt leicht nach oben korrigiert.

Der Gesamtumsatz kletterte im Konzern im zweiten Quartal um 11% auf 2,665 Mrd USD, das EBIT um 10% auf 429 Mio USD. Das Quartalsergebnis erhöhte FMC sogar um 18% auf 211 Mio USD.

Der Umsatz mit Dialyseprodukten stieg den Angaben von Mittwoch zufolge um 22% auf 741 Mio USD, die Einnahmen aus Dialysedienstleistungen um 7% auf 1,924 Mrd USD.

In der wichtigsten Region Nordamerika steigerte FMC die Erlöse um 3% auf 1,715 Mrd USD. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen sei um 2% auf 1,533 Mrd USD geklettert, hieß es. Die durchschnittliche Vergütung pro Behandlung in den USA lag unverändert zum Vorjahr bei 327 USD. Im ersten Quartal 2008 hatte die Vergütung wegen einer rückläufigen Erstattung für das blutbildende Medikament Epogen nur 326 USD je Behandlung betragen.

Der Anstieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal sei auf eine Zunahme der Verwendung von Epogen zurückzuführen, erläuterte FMC. Der durchschnittliche Verkaufspreis für Epogen habe allerdings um rund 5% niedriger gelegen als im entsprechenden Vorjahresquartal.

Der Umsatz mit Dialyseprodukten kletterte in Nordamerika um 13% auf 182 Mio USD. Der Anstieg sei auf einen starken Absatz im gesamten Produktsortiment einschließlich des Phosphatbinders Phoslo zurückzuführen, erläuterte das Unternehmen.

Außerhalb Nordamerika verbesserte FMC den Umsatz um 28% auf 950 Mio USD. Die Erlöse mit Dialysedienstleistungen erhöhten sich um 32% auf 391 Mio USD, die Erlöse mit Dialyseprodukten um 25% auf 559 Mio USD.

Erneut gesteigert hat FMC das operative Ergebnis im zweiten Quartal. Es wuchs um 10% auf 429 Mrd USD. Dabei habe FMC von einer steigenden Vergütung und einer sehr guten Kostenkontrolle bei Dialysedienstleistungen profitiert, hieß es. Des Weiteren hätten sehr gute Ergebnisbeiträge der Dialyseprodukte zum operativen Gewinnanstieg beigetragen.

Ertragsmindernd hätten sich die im Vorjahresvergleich niedrigeren Erstattungssätze für das Medikament Epogen ausgewirkt. Belastet hätten darüber hinaus Anlaufkosten für neue Kliniken und höhere Preise für das gerinnungshemmende Medikament Heparin, erläuterte das Unternehmen.

Die operative Marge war mit 16,1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum (16,3%) leicht rückläufig. Das Unternehmen begründete den Rückgang im Wesentlichen mit höheren Ausgaben für Forschung und Entwicklung.

Ein Händler nannte die Zwischenbilanz in einer ersten Einschätzung am Morgen wenig überraschend. Auch der Ausblick dürfte kein Kurstreiber für FMC sein, vermutete er. Die Bestätigung sei erwartet worden: "Es gibt aber auch höhere Schätzungen im Markt". Analysten der LBBW bezeichneten den Quartalsabschluss als solide.

Die FMC-Aktie zeigte sich gegen 9.55 Uhr mit einem Abschlag von 0,2% bei 35,65 EUR, während der DAX 0,7% im Plus lag.

Webseite: http://www.fmc-ag.de/ -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/rio

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