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03.08.2010

UPDATE: FMC legt im 2Q deutlich zu und bestätigt Jahresprognose

(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens, Analysten- und Händlerstimme, Aktienkurs)

(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens, Analysten- und Händlerstimme, Aktienkurs)

Von Heide Oberhauser-Aslan DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)-Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care hat nach deutlichem Umsatz- und Gewinnwachstum im zweiten Quartal seinen Jahresausblick bestätigt. Das Unternehmen sei weiterhin zuversichtlich, einen Umsatz von mehr als 12 Mrd USD und ein Konzernergebnis zwischen 950 Mio bis 980 Mio USD 2010 zu erreichen, teilte der Bad Homburger DAX-Konzern am Dienstag mit.

Die Zahlen des zweiten Quartals fielen beim Gewinn etwas über den Analystenerwartungen aus, der Umsatz lag leicht darunter. Die Erlöse kletterten in der Berichtsperiode um 7% auf 2,946 Mrd USD, von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten 2,971 Mrd USD geschätzt. Das operative Ergebnis (EBIT) legte überproportional um 11% auf 465 Mio USD zu, hier hatten die Schätzungen bei 459 Mio USD gelegen. Nach Steuern und Minderheitsanteilen verdiente der Konzern 248 Mio USD und damit 12% mehr als in der entsprechenden Berichtsperiode des Vorjahres. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten 237 Mio USD erwartet.

Nach einem erfolgreichen Start ins Jahr 2010 habe FMC auch im zweiten Quartal sehr gute Ergebnisse erzielt, sagte Vorstandsvorsitzender Ben Lipps. Das Unternehmen habe alle seine Ziele im ersten Halbjahr erreicht und die Qualität der Produkte und Dienstleistungen weiter verbessert. Zudem sei die weltweite Präsenz im Bereich der Dialysedienstleistungen in wichtigen Wachstumsmärkten ausgebaut worden, erklärte der Manager.

Im größten Bereich, dem Geschäft mit Dialysedienstleistungen, kletterte der Umsatz im zweiten Quartal um 8% auf 2,224 Mrd USD. Mit Dialyseprodukten erlöste der Konzern 722 Mio USD und damit 2% mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

In der wichtigsten Region Nordamerika legte der Umsatz insgesamt um 8% auf 2,027 Mrd USD zu. Mit Dialysedienstleistungen erhöhten sich die Erlöse dabei um 8% auf 1,817 Mrd USD. Die durchschnittliche Vergütung je Behandlung konnte FMC im Quartal auf 356 USD gegenüber 344 USD im Vorjahr steigern. Grund seien höhere Erstattungssätze und ein gestiegener Medikamenteneinsatz gewesen, erläuterte der Dialysekonzern. Mit Dialyseprodukten setzte FMC in Nordamerika im Quartal 210 Mio USD um, 5% mehr als im Vorjahr. Das Unternehmen habe hier von höheren Umsatzerlösen aus Einweg-Produkten für die Hämodialyse und Dialysegeräten profitiert.

Auch außerhalb Nordamerikas konnte der Konzern seinen Umsatz steigern. Der Erlösanstieg fiel jedoch mit 4% auf 919 Mio USD schwächer aus als in Nordamerika.

Die operative Marge verbesserte sich im Quartal auf 15,8% nach 15,1% im Vorjahreszeitraum.

Den Angaben zufolge versorgte FMC zum 30. Juni weltweit 202.414 Dialysepatienten, 6% mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Zum Stichtag betrieb das Unternehmen 2.599 Dialysekliniken, von denen 1.795 in Nordamerika liegen.

Lipps äußerte sich am Dienstag auch zu der in den USA ab 2011 geplanten Pauschalvergütung für Dialysebehandlungen für staatlich versicherte Patienten. Das Unternehmen blicke mit Zuversicht auf die geplante Umstellung, erklärte er. "Dank unserer vertikalen Integration, unserer hohen Qualitätsstandards und unserer operativen Effizienz sind wir gut darauf vorbereitet, die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen", erklärte er.

Analysten bewerteten den Quartalsbericht von FMC überwiegend positiv. Fresenius Medical Care sei auf dem besten Wege, die Prognosen für 2010 zu erfüllen, sagte Analystin Leslie Iltgen vom Bankhaus Lampe. Die Zahlen lägen weitgehend im Rahmen der Erwartungen, beim EBIT und Nettoergebnis habe FMC die Schätzungen Erwartungen der Analystin übertroffen, meinte sie. Bankhaus Lampe bewertet die Aktie mit "Kaufen" und einem Kursziel von 48 EUR.

Mit "gut, aber vom Markt im ganzen erwartet", bewertete ein Händler die FMC-Zahlen. Der Gewinn sei leicht über den Analystenerwartungen ausgefallen, der Umsatz sei "in line". Das operative Ergebnis (EBIT) habe mit 465 Mio USD etwas stärker als erwartet zugelegt. Die Aktien sollten davon leicht profitieren, jedoch wegen der aktuellen Vorliebe für Konjunkturzykliker etwas hinterherlaufen, sagte der Händler.

Die FMC-Aktie lag um 9:12 Uhr mit 0,6% im Minus und notierte bei 41,87 EUR, während der DAX sich mit minus 0,2% knapp behauptete.

Webseite: www.fmc-ag.de -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires +49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/jhe

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