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04.05.2010

UPDATE: FMC schaut zuversichtlich ins Jahr

(NEU: Details, Analysten)

(NEU: Details, Analysten)

Von Barbara Millner DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Dialysedienstleister Fresenius Medical Care (FMC) zeigt sich nach einem guten Start in das Jahr 2010 zuversichtlich für den weiteren Jahresverlauf. Insgesamt sollen in diesem Jahr mehr als 12 Mrd USD umgesetzt werden, das Konzernergebnis soll 950 Mio bis 980 Mio USD erreichen, bekräftigte der DAX-Konzern aus Bad Homburg am Dienstag bei Vorlage der Zahlen für das erste Quartal. 2009 hatte FMC mit einem Umsatz von 11,247 Mrd USD und einem Konzernergebnis von 891 Mio USD abgeschlossen.

Im ersten Quartal stieg der Umsatz der Fresenius-Tochter um 13% auf 2,88 Mrd USD und lag damit leicht über der Konsensschätzung der Analysten von 2,84 Mrd USD. Währungsbereinigt ergab sich allerdings nur eine Zunahme um 10%. Organisch wurde eine Einnahmensteigerung um 8% erreicht.

Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen legte um 13% auf 2,171 Mrd USD zu, währungsbereinigt waren es 11%. Mit Dialyseprodukten wurden 711 Mio USD umgesetzt und damit 12% mehr als im Vorjahr, währungsbereinigt verblieb aber nur ein Plus von 5%.

Im größten Markt Nordamerika ging es für FMC weiter voran. Der Umsatz nahm um 10% auf 1,960 Mrd USD zu, das organische Umsatzwachstum betrug 8%. Umsatzträger waren Dialysedienstleistungen mit einem Anstieg um 12% auf 1,760 Mrd USD. Die durchschnittliche Vergütung pro Behandlung erhöhte sich vor allem aufgrund des Anstiegs der Erstattungssätze und höheren Einsatzes von Medikamenten auf 355 (338) USD. Im vierten Quartal hatte die Vergütung im Schnitt bei 357 USD gelegen. Der Umsatz mit Dialyseprodukten wuchs um 1% auf 200 Mio USD.

Außerhalb Nordamerikas stieg der Umsatz um 17% auf 922 Mio USD, ungünstige Wechselkurse ließen währungsbereinigt aber nur ein Plus von 8% übrig. Mit Dialyseprodukten setzt FMC mit 511 Mio USD 16% (währungsbereinigt 7%) mehr um als im Vorjahr. Getragen wurde die Entwicklung von höheren Umsätze bei Dialysatoren und Dialysegeräten. Der Umsatz mit Dialysedienstleistungen stieg um 19% (währungsbereinigt 9%) auf 411 Mio USD.

Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs im ersten Quartal 2010 um 7% auf 423 Mio USD. Die operative Marge sank hingegen auf 14,7% (15,5%). Während in Nordamerika dank höherer Vergütungen eine Zunahme auf 15,6% (15,3%) verzeichnet wurde, verringerte sich die Marge im Segment International auf 16,4% (18,7%). Dies sei vor allem Sonderaufwendungen aufgrund der Abwertung des venezolanischen Bolivar zuzuschreiben. Das Konzernergebnis nahm um 7% auf 211 Mio USD zu.

"Wir sind sehr gut in das Jahr 2010 gestartet", kommentierte CEO Ben Lipps die Zahlen. Das Unternehmen erwartet ein weiterhin starkes organisches Wachstum. Zudem wolle FMC ihre Präsenz durch selektive Akquisitionen vor allem im Bereich der Dialysedienstleistungen weiter ausbauen, kündigte er an. Der Cashflow habe sich hervorragend entwickelt. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im ersten Quartal auf 349 Mio USD, ein Anstieg von 124% gegenüber dem ersten Quartal 2009.

Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA soll Ende 2010 unter 2,5 liegen. Zum Ende des ersten Quartal lag die Kennziffer bei 2,3 verglichen mit 2,64 vor Jahresfrist. Für Akquisitionen sollen 2010 bis zu 400 Mio USD ausgegeben werden. Für Investitionen seien 550 Mio bis 650 Mio USD vorgesehen.

Händler werteten die FMC-Zahlen in einer ersten Einschätzung als "insgesamt inline". Die Zahlen würden rund um den Konsens schwanken. Beim Ergebnis je Aktie liege FMC mit 0,70 EUR einen Tick unter der Erwartung von 0,72 EUR, beim Umsatz leicht darüber. Die bestätigte Jahresprognose von FMC passe ins Bild. FMC bewege sich wie die Konzernmutter Fresenius "weiter im verlässlichen Fahrwasser". LBBW-Analyst Karl-Heinz Scheunemann sprach von soliden Zahlen ohne große Überraschungen.

Einen Wermutstropfen in einem ansonsten soliden Zahlenwerk von FMC sieht ein Händler im Margenrückgang. Die operative Marge ist im ersten Quartal um 80 Basispunkte auf 14,7% gesunken. "Es scheinen die Märkte außerhalb Nordamerikas zu sein, wo die Margen schwächeln", sagt der Händler. In Nordamerika legte die operative Marge gegen den Trend um 30 Basispunkte auf 15,6% zu.

Webseite: www.fmc-ag.de -Von Barbara Millner, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/bam/smh

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