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13.05.2009

UPDATE: Freenet steigert Umsatz und operatives Ergebnis

(Zusammenfassende Berichterstattung mit Aktienkurs) Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

(Zusammenfassende Berichterstattung mit Aktienkurs) Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

BÜDELSDORF (Dow Jones)--Das Telekommunikationsunternehmen freenet AG hat im ersten Quartal - getrieben durch den Zukauf des Mobilfunkanbieters debitel - den Umsatz stark erhöht. Auch beim operativen Ergebnis konnte der Konzern nach Angaben vom Mittwoch zulegen. Der Ausblick für 2009 wurde dabei zwar bekräftigt, allerdings scheinen die Abwärtsrisiken zuzunehmen. Den aktuell laufenden Konzernumbau könnte freenet durch den etwaigen Verkauf weiterer Sparten zudem noch stärker als bislang vorantreiben.

Vor allem beim Umsatz hat der Konzern die Markterwartung in den ersten drei Monaten trotz der Zuwächse verfehlt. Während von Dow Jones befragte Analysten im Schnitt mit 959 Mio EUR gerechnet hatten, wies freenet am Mittwoch einen Wert von 912 Mio EUR aus, nach 376,4 Mio EUR im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um rund 58% auf 81,8 Mio EUR. Hier hatten Analysten durchschnittlich 83 Mio EUR erwartet.

Das Marktumfeld bezeichnete das Unternehmen als schwierig. Die Prognose für 2009, die ohne Berücksichtigung von Einmalkosten ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 450 Mio EUR vorsieht, wurde zwar bestätigt. Allerdings hat freenet wiederholt darauf verwiesen, dass der Ausblick aufgrund der Konjunkturflaute ein Abwärtsrisiko von 10% hat.

Finanzvorstand Axel Krieger sagte am Mittwoch zu Dow Jones Newswires, die Wahrscheinlichkeit sei relativ hoch, dass man diese 10% "benötigen" werde.

Freenet will sich nach dem Kauf von debitel, der Mitte vergangenen Jahres abgeschlossen wurde, vorrangig auf das Mobilfunkgeschäft konzentrieren. In diesem Zusammenhang ist auch der 2008 eingeleitete Verkaufsprozess für das Breitbandgeschäft zu sehen, der laut Krieger noch immer läuft. Freenet hatte wiederholt darauf verwiesen, dass die Finanzkrise eine Veräußerung der Sparte, die im ersten Quartal weiter Kunden verloren hat, erschweren würde.

Freenet könnte nach Darstellung von Krieger neben dem geplanten Verkauf des DSL-Geschäfts mitunter weitere Sparten veräußern. Man könne nicht ausschließen, dass es mit Blick auf andere Geschäftsbereiche ebenfalls zu Verkäufen komme, sagte er und begründete dies einerseits mit der Fokussierung des Unternehmens auf die Felder Mobilfunk und mobiles Internet.

Daneben würden solche Verkäufe für eine schnellere Entschuldung sorgen, sagte Krieger. Das Unternehmen hatte beim Kauf von debitel auch Schulden von mehr als 1 Mrd EUR übernommen. Verkäufer war der Finanzinvestor Permira, der im Rahmen der Transaktion einen Anteil von knapp 25% an freenet erhalten hat.

Am Frankfurter Aktienmarkt zeigten sich freenet am Mittwoch bei einem überwiegend etwas festeren TecDAX bis gegen 11.21 Uhr mit 5,381 EUR um 3,48% über dem Vortagsschluß.

Webseite: http://www.freenet.ag

-Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107,

philipp.grontzki@dowjones.com

DJG/phg/roa

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