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14.11.2008

UPDATE: freenet-Umbau wird von Finanzkrise erschwert

(Durchgehend neu) Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES BÜDELSDORF (Dow Jones)--Die freenet AG hat derzeit mit mehreren Baustellen zu kämpfen und bekommt nun zusätzliche Schwierigkeiten durch die Finanzkrise. Einerseits muss das Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmen den im Juli übernommenen Konkurrenten debitel integrieren. Daneben will freenet seit mehreren Monaten seine DSL-Sparte verkaufen. Die Finanzmarktkrise und die konjunkturelle Abkühlung machen die geplante Veräußerung nun aber schwieriger, wie freenet am Freitag erklärte.

(Durchgehend neu) Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES BÜDELSDORF (Dow Jones)--Die freenet AG hat derzeit mit mehreren Baustellen zu kämpfen und bekommt nun zusätzliche Schwierigkeiten durch die Finanzkrise. Einerseits muss das Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmen den im Juli übernommenen Konkurrenten debitel integrieren. Daneben will freenet seit mehreren Monaten seine DSL-Sparte verkaufen. Die Finanzmarktkrise und die konjunkturelle Abkühlung machen die geplante Veräußerung nun aber schwieriger, wie freenet am Freitag erklärte.

Es müsse daher damit gerechnet werden, dass ein Verkauf des DSL-Bereichs "nur zu deutlich schlechteren Konditionen als ursprünglich angenommen" umgesetzt werden könne, teilte das Unternehmen bei Vorlage der Drittquartalszahlen mit. Der Vorstandsvorsitzende Eckhard Spoerr sagte Dow Jones Newswires, dass freenet mit mehr als einem Interessenten rede. Ob ein Verkauf aber noch 2008 kommen könne, sei nicht abschätzbar.

Das TecDAX-Unternehmen hatte im Juni erklärt, Interessenbekundungen von potenziellen Interessenten für das DSL-Geschäft einzuholen. Begründet wurde der Schritt mit der Konzentration auf das Mobilfunkgeschäft. Freenet hatte per Ende September 1,05 Millionen DSL-Kunden, was verglichen zum Vorquartal einem Rückgang um 50.000 Kunden entsprach.

Das Unternehmen hatte Ende April mit dem Finanzinvestor Permira die debitel-Übernahme vereinbart. Permira erhielt im Rahmen der Transaktion 25% an freenet, die mehr als 1 Mrd EUR Schulden von debitel übernahm. Freenet gehe eine Zusammenlegung und Harmonisierung von Standorten an und werde diesbezüglich zeitnah Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufnehmen, kündigte das Unternehmen nun an.

Getrieben von der debitel-Übernahme stieg der Umsatz von freenet im dritten Quartal auf 1,08 Mrd EUR, nach 400,3 Mio EUR im Vorjahr. Der Abschluss des debitel-Kaufs ward am 5. Juli mitgeteilt worden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte 133,5 (Vorjahr: 67,4) Mio EUR. Das DSL-Geschäft ist in diesen Zahlen nicht enthalten, da es als aufgegebener Geschäftsbereich geführt wird.

Der Blick auf die weitere Entwicklung hat sich bei freenet aufgrund der aktuellen Konjunkturlage eingetrübt. Spoerr sagte, die EBITDA-Prognose für 2009 sei aufgrund der aktuellen Konjunkturentwicklung mit einem Abwärtsrisiko von etwa 10% behaftet. Allerdings müsse diese Einschätzung noch erhärtet werden.

freenet hatte im August für das Gesamtjahr 2009 ein EBITDA von 450 Mio EUR in Aussicht gestellt. Dabei sollen rund 400 Mio EUR des EBITDA aus dem Mobilfunksegment kommen. Die Erwartung beinhaltet keine Einmalaufwendungen und keine Aktivierung von Kundenakquisitionskosten. Im Drittquartalsausweis wurden Kundenakquisitionskosten teilweise aktiviert.

Ohne Aktivierung von Kundenakquisitionskosten erzielte freenet im Bereich Mobilfunk auf pro-forma-Basis im dritten Quartal ein EBITDA von 79 (95,7) Mio EUR. Die pro-forma-Zahlen beinhalten debitel in beiden Zeiräumen.

Webseiten: http://www.freenet-ag.de -Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/jhe

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