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11.11.2009

UPDATE: Freenet will über Dividende für 2009 nachdenken

(NEU: Zusammenfassende Berichterstattung)

(NEU: Zusammenfassende Berichterstattung)

Von Philipp Grontzki und Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Telekomdienstleister freenet könnte für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende zahlen. Man werde mit Blick auf diese Thematik "demnächst" konkrete Überlegungen anstellen, sagte Finanzvorstand Axel Krieger am Mittwoch zu Dow Jones Newswires. Bei Vorlage der Jahreszahlen für 2009 soll es nach den Plänen des Managements dann eine Aussage geben. Die Überlegungen sind nach Darstellung von Krieger ergebnisoffen.

Zunächst einmal sollen der Verkauf des Breitband-Geschäfts an United Internet komplett abgeschlossen werden sowie die Veräußerung der Webhosting-Tochter Strato über die Bühne gehen, so der Finanzvorstand. Zuletzt waren die freenet-Aktionäre im Jahr 2007 in den Genuss einer Dividende gekommen.

Freenet hatte im vergangenen Jahr das Mobilfunkunternehmen debitel vom Finanzinvestor Permira erworben und dabei auch Schulden von mehr als 1 Mrd EUR übernommen. Um die Schuldenlast zu reduzieren und sich auf das neue Kerngeschäftsfeld Mobilfunk zu konzentrieren, hat der TecDAX-Konzern Ende Mai die Veräußerung seiner DSL-Sparte an United Internet vereinbart.

Anfang Juli wurde dann der Verkaufsprozess für Strato eingeläutet. Neben United Internet hat laut Medienberichten auch die Deutsche Telekom Interesse an der Tochter signalisiert. CEO Christoph Vilanek wollte sich am Mittwoch zu Details des Verkaufsprozesses am Mittwoch nicht äußern, bekräftigte aber, dass die Transaktion bis Ende des Jahres abgeschlossen werden soll.

Im dritten Quartal verzeichnete freenet bei sinkenden Kundenzahlen einen Umsatz von 929,8 Mio EUR nach rund 1,02 Mrd EUR im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 78,7 (Vorjahr: 98,2) Mio EUR. Debitel ist seit dem 5. Juli des Vorjahres in den Zahlen enthalten.

"Die Qualität steigt, aber die Masse nimmt ab", sagte Vilanek mit Blick auf die Entwicklung bei den Mobilfunkkunden, deren Zahl Ende September in Deutschland 17,62 Millionen betrug, verglichen zu 17,95 Millionen Ende Juni.

Zwischen Juli und Ende September sind laut Finanzvorstand Krieger Einmalaufwendungen von 18 Mio EUR angefallen, davon 14 Mio EUR im Mobilfunk. In den ersten neun Monaten summierten sich solche Kosten auf knapp 46 Mio EUR. Im Gesamtjahr 2009 dürften sie etwas mehr als 50 Mio EUR betragen, sagte Krieger.

Die Jahresprognose passte freenet aufgrund des geplanten Strato-Verkaufs an. Exklusive der Sparte werde das um Einmalkosten bereinigte EBITDA im laufenden Jahr rund 370 Mio EUR erreichen, sagte Vilanek. Zuletzt hatte freenet inklusive Strato einen Wert von etwa 405 Mio EUR in Aussicht gestellt.

Die Anpassung sei nur auf die geplante Veräußerung der Sparte, welche nun rückwirkend als nicht-fortgeführtes Geschäft in den freenet-Zahlen geführt wird, zurückzuführen, sagte Vilanek.

Die freenet-Aktie konnte nicht von der Vorlage des Quartalsberichts und den Aussagen profitieren. Am Mittag notierte sie mit 0,2% im Minus bei 9,20 EUR, während der Gesamtmarkt deutlich zulegte.

Webseite: www.freenet.ag - Von Philipp Grontzki und Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107; tmt.de@dowjones.com DJG/phg/jhe

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