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20.05.2010

UPDATE: Frequenz-Auktion ist beendet - E-Plus geht bei 800 MHz leer aus

(NEU: Hintergrund, Analyst) Von Philipp Grontzki und Markus Klausen DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Hintergrund, Analyst) Von Philipp Grontzki und Markus Klausen DOW JONES NEWSWIRES

MAINZ (Dow Jones)--Die wochenlang laufende Mobilfunkfrequenz-Auktion in Deutschland ist beendet. Wie die Bundesnetzagentur am Donnerstag mitteilte, erreichte die Summe aller gehaltenen Höchstgebote am Ende der Versteigerung knapp 4,4 Mrd EUR. Im begehrten 800-Megahertz-Bereich ging der Mobilfunkbetreiber E-Plus den Angaben zufolge leer aus. Die Auktion hatte bereits am 12. April in Mainz begonnen. Dabei kam soviel Spektrum unter den Hammer wie niemals zuvor.

Netzagentur-Präsident Matthias Kurth hatte zu Beginn der Auktion gesagt, dass die Versteigerung die Weichen für ein "gigantisches" Datenwachstum stellen würde. Insgesamt wurde Sendespektrum der Frequenzbereiche 800 Megahertz (MHz), 1,8 Gigahertz (GHz), 2 GHz sowie 2,6 GHz verkauft. Zur Auktion zugelassen waren die vier Mobilfunkanbieter T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2.

Besonders attraktiv war das 800-MHz-Frequenzband, welches im Zuge der Abschaltung des analogen Rundfunks frei wurde und die vergleichsweise höchste Reichweite hat. Die in diesem Bereich zum Verkauf stehenden Frequenzen wurden in sechs Blöcken vergeben und sind an die Verpflichtung zum Netzausbau gekoppelt, durch die bisher nicht erschlossene Gebiete mit breitbandigem Internet versorgt werden sollen.

Letztlich haben sich im 800-MHz-Bereich die Deutsche Telekom, Vodafone und O2 jeweils zwei Blöcke gesichert und E-Plus hier ausgestochen. Insgesamt legen die drei Konzerne dafür fast 3,6 Mrd EUR auf den Tisch.

E-Plus könnte nun versuchen, die 800-MHz-Frequenzen über Kooperationen zu nutzen, sagte equinet-Analyst Adrian Pehl in einer ersten Einschätzung. Die Tochter der niederländischen KPN erklärte am Donnerstag lediglich, das in der Auktion erworbene GHz-Spektrum sichere den kosteneffizienten Ausbau des mobilen Datennetzes von E-Plus. Das Unternehmen hatte bereits vor der Versteigerung durchblicken lassen, im 800-MHz-Bereich Kostendiziplin walten zu lassen.

Das meiste Spektrum bei der Auktion stammte aus dem GHz-Bereich. Laut Analysten waren mit Blick mit Blick auf die kommende Generation von Mobilfunknetzen vor allem die 2,6-GHz-Frequenzen interessant. Die Einschätzungen zu möglichen Gesamterlösen aus der Versteigerung hatten im Vorfeld recht weit auseinander gelegen. Allerdings war kein Experte ernsthaft davon ausgegangen, dass die Einnahmen von rund 50 Mrd EUR aus der UMTS-Auktion im Jahr 2000 auch nur annähernd erreicht werden.

Webseite: http://www2.bundesnetzagentur.de/frequenzversteigerung2010 - Von Philipp Grontzki und Markus Klausen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107; tmt.de@dowjones.com DJG/phg/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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