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04.08.2009

UPDATE: Fresenius bekräftigt nach guten Quartalszahlen Jahresziele

(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens, Analysten, Aktienkurs)

(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens, Analysten, Aktienkurs)

Von Heide Oberhauser-Aslan

Dow Jones Newswires

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Zukauf des hoch profitablen US-Unternehmens APP und gutes organisches Wachstum haben dem Gesundheitskonzern Fresenius im zweiten Quartal 2009 zu einem deutlichen Umsatz- und EBIT-Anstieg verholfen. Die Erlöse kletterten im Quartal um 21% auf 3,522 Mrd EUR, das EBIT legte um 26% auf 508 Mio EUR zu. Die beiden Kennziffern fielen damit sogar leicht besser aus, als von Dow Jones Newswires befragte Analysten im Vorfeld geschätzt hatten.

Etwas schwächer als erwartet fiel mit 110 Mio EUR dagegen das Konzernergebnis nach Anteilen Dritter aus. Der Rückgang von 2% ist hauptsächlich auf höhere Finanzierungskosten aufgrund der Zukäufe APP und Dabur Pharma zurückzuführen.

Vor dem Hintergrund der guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr bestätigte der DAX-Konzern seine Jahresziele. Der in Bad Homburg ansässige Konzern rechnet demnach weiterhin mit einem währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes um mehr als 10% bzw. organisch um 6% bis 8%. Das Konzernergebnis soll in diesem Jahr währungsbereinigt um rund 10% wachsen. Für Investitionen in Sachanlagen sind 700 Mio bis 750 Mio EUR vorgesehen.

Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz um 21% auf 6,895 Mrd EUR. Zum Erlösanstieg haben nach Fresenius-Angaben mit 8% organisches Wachstum, mit 7% Zukäufe und mit 6% positive Währungsumrechnungseffekte beigetragen. Das Konzern-EBIT legte um 26% auf 985 Mio EUR zu. Die EBIT-Marge kletterte auf 14,3% von 13,7% im ersten Halbjahr des Vorjahres.

Deutlich rückläufig war mit minus 294 Mio EUR nach minus 167 Mio EUR im Vorjahr das Zinsergebnis im Konzern. Höhere Finanzverbindlichkeiten aufgrund der Zukäufe APP und Dabur Pharma und Währungsumrechnungseffekte hätten sich hier negativ ausgewirkt, hieß es. Das bereinigte Konzernergebnis erhöhte sich im Halbjahr um 13% auf 240 Mio EUR.

Der Spezialist für Infusionstherapien, Fresenius Kabi, steigerte den Umsatz in den ersten sechs Monaten, getrieben von dem Zukauf des US-Unternehmens APP, um 34% auf 1,5 Mrd EUR. Unter anderem dank der hohen Profitabilität von APP verbesserte sich das EBIT der Sparte um 60% auf 290 Mio EUR. Die EBIT-Marge stieg auf 19,3% (Vorjahr 16,1%).

Der gestiegene Zinsaufwand aufgrund der Akqusitionsfinanzierung belastete dagegen das Konzernergebnis bei Kabi. Es ging in der ersten Jahreshälfte um 12% auf 85 Mio EUR zurück, nach 97 Mio EUR im Vorjahr.

Für das Gesamtjahr bestätigte Fresenius dennoch den Ausblick der Tochter Kabi. Der Umsatz soll weiterhin währungsbereinigt um 25% bis 30% zulegen. Die EBIT-Marge soll 19,5% bis 20,5% betragen.

Erfreulich entwickelte sich auch die Krankenhausparte Fresenius Helios. Sie steigerte den Umsatz in der ersten Jahreshälfte dank deutlich gestiegener Patientenzahlen und Akquisitionen um 12% auf 1,164 Mrd EUR. Das EBIT verbesserte sich, getrieben von der guten Entwicklung in den etablierten Kliniken, um 20% auf 100 Mio EUR. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 43% auf 53 Mio EUR.

Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung hob Fresenius bei der Krankenhaussparte den EBIT-Ausblick leicht an. Erwartet wird nun ein EBIT von 190 Mio bis 200 Mio EUR. Bisher waren 180 Mio bis 200 Mio EUR in Aussicht gestellt worden. Die Umsatzprognose für 2009 von mehr als 2,3 Mrd EUR bestätigte Fresenius.

Schwächer als in den anderen Konzernsparten fielen die Zahlen bei dem Dialysedienstleister Fresenius Medical Care aus. Hier leget der Umsatz im Halbjahr um 3% auf 5,323 Mrd USD zu, das EBIT fiel um 1% auf 813 Mio USD.

Analysten bewerteten die Konzernzahlen von Fresenius in ersten Einschätzungen positiv. Als im Großen und Ganzen solide bezeichnete beispielsweise Analyst Martin Possienke von equinet die Quartalszahlen. Operativ habe das Unternehmen "in line" abgeschnitten.

Die Sparte Kabi sei einen Tick unter den Erwartungen geblieben, Helios dafür etwas darüber. Das Ergebnis habe von einer "recht günstigen Steuerquote" profitiert. Wichtig sei, dass der Ausblick für Kabi bestätigt wurde. Possienke stuft die Fresenius-Aktie mit "Accumulate" ein und nennt ein Kursziel von 46 EUR.

Die Fresenius-Aktie gab bis 10.58 Uhr um knapp 2% nach und notierte bei 39,86 EUR.

Webseite: http://www.fresenius.de -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/brb Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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