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02.10.2008

UPDATE: GE erhöht Kapital und gewinnt Buffett als Investor

(NEU: Weitere Details, Hintergründe) Von Bob Sechler DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Weitere Details, Hintergründe) Von Bob Sechler DOW JONES NEWSWIRES

FAIRFIELD (Dow Jones)--Der US-Mischkonzern General Electric Co (GE) will sein Kapital erhöhen und damit 12 Mrd USD einnehmen. Der Preis für die neuen Aktien soll bereits am Donnerstag vor Eröffnung der US-Börsen festgesetzt werden, teilte der Konzern aus Fairfield am Mittwochabend mit.

Weitere 3 Mrd USD will GE durch den Verkauf von Vorzugsaktien an die Berkshire Hathaway Inc des Investors Warren Buffett einnehmen. Die Vorzüge sollen mit 10% verzinst werden. Berkshire Hathaway erhalte die Option, jederzeit in den kommenden fünf Jahren für je 22,25 USD GE-Stammaktien für insgesamt 3 Mrd USD zu erwerben.

Mit diesem Schritt reagierte GE auf den Kursverfall der Aktie der vergangenen Tage. Der Mischkonzern - der beinahe die Hälfte seiner Einnahmen aus der Finanztochter GE Capital generiert - litt wie andere Finanzinstitute unter den Sorgen der Investoren bezüglich den Auswirkungen der Finanzkrise. Seit Jahresbeginn verlor die GE-Aktie vor diesem Hintergrund 34% ihres Wertes.

GE-Chairman und -CEO Jeff Immelt sagte, mit den Schritten solle die Flexibilität des Unternehmens gesteigert werden. Zudem könnte das zusätzliche Kapital helfen, den Liquiditätsplan schneller umzusetzen. Sollten es die Marktbedingungen erlauben, versetze das frische kapital GE in die Lage, offensiv am zu agieren, so der Manager.

Infolge der Ankündigung der Kapitalerhöhung sank der Preis für die Versicherung gegen den Ausfall von Anleihen (Credit Default Swaps/CDS) von GE auf 540 Basispunkte. Im Tagesverlauf waren die CDS auf ein Rekordhoch von 740 Basispunkte gestiegen. Die Kosten für GE, Anleihen im Volumen von 10 Mio USD für fünf Jahre gegen einen Ausfall zu versichern, gingen damit auf 540.000 USD von zuvor bis zu 740.000 USD zurück.

Bis in die vergangene Woche bekräftigte GE immer wieder, dass es keine Liquiditätsprobleme in der Finanzsparte gebe. Aufgrund einer "beispiellosen" Schwäche und Volatilität im Finanzservicegeschäft korrigierte GE aber am vergangenen Donnerstag ihre Ergebnisprognose für das Gesamtjahr nach unten. Seither hielten sich am Markt die Spekulationen über Liquiditätsprobleme bei GE hartnäckig.

In der vergangenen Woche kündigte GE Maßnahmenbündel an, um die Gewinnentwicklung zu stabilisieren. So will das Unternehmen beispielsweise das 15 Mrd USD schwere Aktienrückkaufprogramm aussetzen und die Quartalsdividende bis 2009 nicht erhöhen. "Infolge der dramatischen Entwicklungen auf den Finanzmärkten haben wir nun einige schwierige Entscheidungen getroffen", sagte GE-CEO Jeff Immelt seinerzeit. Mit Hilfe dieser Maßnahmen soll das Risiko reduziert und die Bilanzbasis gestärkt werden.

Webseite: http://www.ge.com - Von Bob Sechler, Dow Jones Newswires; +49 - (0)69 297 25 111; unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/ncs/kla

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