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11.07.2008

UPDATE: General Electric bekräftigt Ausblick für 2008

(NEU: Details zu Geschäftsfeldern; Verkauf GE Money Japan)

Von Donna Kardos DOW JONES NEWSWIRES

FAIRFIELD (Dow Jones)--Der US-Mischkonzern General Electric Co (GE) hat im zweiten Quartal einen Rückgang des Nettogewinns hinnehmen müssen. Bei Vorlage der Zahlen bestätigte GE seine Prognose für das Gesamtjahr und nahm damit aber einigen Marktteilnehmern die Sorge vor einer möglichen Gewinnwarnung. Zudem ist das Unternehmen bei der Suche nach einem Käufer für sein Geschäft mit Verbraucherkrediten in Japan fündig geworden.

Das Geschäft im zweiten Quartal hat unter einem nachlassenden Geschäft mit Verbraucherkrediten und Industrieprodukten gelitten. Das starke Wachstum im Infrastrukturgeschäft konnte diese Schwächen nicht ausgleichen: Der Nettogewinn lag bei 5,07 Mrd USD bzw 0,51 USD je Aktie. Im Vorjahr standen 5,4 Mrd USD bzw 0,52 USD zu Buche. Im Ergebnis des zweiten Quartals sind 400 Mio USD Restrukturierungskosten sowie andere Aufwendungen zu operativen Verbesserungen enthalten. Das operative Ergebnis je Aktie aus fortgeführtem Geschäft stellte sich wie im Vergleichszeitraum 2007 auf 0,54 USD und erfüllte damit die Erwartungen der Analysten.

Kurzfristig gab das Unternehmen einen schwächeren Ausblick für die Konjunktur. CEO Jeff Immelt nannte die US-Wirtschaftslage "herausfordernd" und verwies auf belastete Verbraucher, den angespannten Häusermarkt, Inflation sowie die volatilen Finanzmärkte. Für das dritte Quartal von Juli bis September erwartet GE einen Gewinn je Aktie in der Spanne von 0,50 bis 0,54 USD.

Dennoch wurden die Sorgen der Analysten etwas erleichtert, denn GE bestätigte die Jahresprognose. Im vergangenen Quartal wurden die Aussichten noch zurückgenommen. Der Bereich für den erwarteten Gewinn liegt weiterhin bei 2,20 bis 2,30 USD je Aktie. Die jüngsten Schätzungen der Analysten belaufen sich auf 2,22 USD.

Das Unternehmen verzeichnete von April bis Juni Umsatzerlöse von 46,89 Mrd USD, ein Plus von 11%. Die jüngsten Schätzungen von Thomson Reuters befragter Analysten lagen bei 0,54 USD Nettogewinn je Aktie bei einem Umsatz von 45,31 Mrd USD.

Bei GE Money, dem Finanzzweig für Verbraucher und Kleinunternehmen, gingen die Gewinne um 8,8% zurück, während die Einnahmen um 5,6% zulegten. Immelt hatte mit einem größeren Einbruch beim Gewinn gerechnet. Die Sparte für kommerzielle Kunden erzielte einen um 6,6% höheren Gewinn und 14% höhere Einnahmen.

Im Geschäft mit Industrieprodukten brach der Gewinn um 32% ein, die Umsätze wuchsen um 1,7%. Der Infrastruktur-Bereich, der Flugzeugmotoren, Gasturbinen und Lokomotiven herstellt, verdiente 24% mehr bei 26% höherem Umsatz. Die Gesundheitssparte verzeichnete 7,9% höhere Gewinne bei 11% höheren Umsätzen.

Beim Fernsehsender NBC Universal, an dem GE einen 80%-Anteil hält, wuchs der Gewinn um 0,1%, der Umsatz kletterte um 7,1%. Die bevorstehenden Olympischen Spiele sollen das Geschäft von GE positiv beeinflussen. Immelt rechnet mit 1 Mrd USD Werbeeinnahmen und 700 Mio USD industriellen Verkäufen.

In der Vergangenheit haben sich die diversen Geschäftsfelder immer wieder ausgeglichen. Dieses Rezept schlug im ersten Quartal fehl, als die Kreditkrise sich auf die Gesundheits- und Hausgerätesparte auswirkte und GE davon abhielt, Immobilienverkäufe abzuschließen. Das enttäuschende Resultat in den ersten drei Monaten des Jahres hatte den Druck auf Immelt erhöht, der das Unternehmen seit über sechseinhalb Jahren führt.

Seitdem hat Immelt Kostensenkungspläne veröffentlicht und Ideen für einzelne Geschäftsfelder ausgearbeitet. Im Mai kündigte GE an, ihre ein Jahrhundert alte Hausgerätesparte verkaufen oder ausgliedern zu wollen. Am Donnerstag fügte das Unternehmen hinzu, dass es wahrscheinlich auch die anderen Teile seiner Verbraucher- und Industriesparte - Lichttechnik und Industrieprodukte - ausgliedern wolle.

Auch das Finanzgeschäft wird zurückgefahren, schwache Bereiche aussortiert. Am Freitag teilte GE mit, dem Kauf des Verbraucherkreditgeschäfts in Japan an die Shinsei Bank Ltd zugestimmt zu haben. Das japanische Institut zahlt rund 5,4 Mrd USD, der Kauf soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Die Kooperation mit dem Versandunternehmen Nissen im Kreditkartenbereich soll dennoch fortgesetzt werden, ebenso alle anderen, nicht im Finanzsektor angesiedelten Aktivitäten in Japan.

Zusätzlich möchte GE sein 30 Mrd USD schweres Kreditkartengeschäft loswerden. Das Interesse bisher ist lau, weil mögliche Käufer in der Branche der Handelsmarken-Kreditkarten befürchten, dass Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlen können. Manager von GE haben dennoch immer wieder gesagt, sie wollten den Verkauf im vierten Quartal abschließen.

Vor Eröffnung der Sitzung an Wall Street notieren GE-Aktien rund 1% im Plus.

Webseite: http://www.ge.com - Von Donna Kardos, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 29725 104; unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mmr/kla

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