Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

13.03.2008

UPDATE: Gildemeister bekräftigt Ausblick 2008

(NEU: Einzelheiten, Aussagen des Vorstandsvorsitzenden, Aktienkurs)

(NEU: Einzelheiten, Aussagen des Vorstandsvorsitzenden, Aktienkurs)

Von Christine Benders-Rüger

DOW JONES NEWSWIRES

BIELEFELD (Dow Jones)--Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Gildemeister hat angesichts des Booms im Maschinenbau seinen Ausblick für das laufende Jahr bekräftigt. Damit nehme das Unternehmen Kurs auf ein weiteres Rekordjahr, sagte der Vorstandsvorsitzende Rüdiger Kapitza am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 bezeichnete Kapitza als das "erfolgreichste in der 137-jährigen Unternehmensgeschichte". Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) erwartet, dass der Verbrauch 2008 weltweit und in Deutschland um jeweils 10% steigt.

"Gildemeister ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet", sagte Kapitza weiter. Für das erste Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Auftragseingang von mehr als 550 (416,1) Mio EUR - dazu sollen dann die "SunCarrier" mit rund 100 Mio EUR beitragen. Die Bielefelder bieten unter dem Namen "SunCarrier" über die Tochter a+f GmbH Nachführsysteme für Solarzellen an; die Anlagen richten die Module nach der Sonne aus. Laut Gildemeister erhöhen die Komponenten die Leistung gegenüber konventionellen Systemen um 30%. Das noch junge Photovoltaik-Geschäft gilt als einer der Hoffnungsträger bei Gildemeister.

Anfang März 2008 hatte Gildemeister für a+f mit 49,9 Mio EUR den zweiten Großauftrag in diesem Jahr gemeldet. a+f soll 216 "Sun Carrier" in die spanische Region Extremadura liefern. Knapp zwei Wochen zuvor hatte a+f einen Auftrag von 50,4 Mio EUR bekommen. Wegen der Dynamik in dem Geschäftsfeld will Gildemeister am Standort Würzburg ein neues Solar-Kompetenzzentrum mit 100 Arbeitsplätzen errichten.

"Für das erste Quartal 2008 planen wir einen Konzernumsatz von über 350 Mio EUR. Zudem rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung beim Ergebnis vor Steuern", sagte Kapitza weiter. Im ersten Quartal 2007 wies Gildemeister einen Konzernumsatz von 320,3 Mio EUR und ein Ergebnis vor Steuern von 8,7 Mio EUR aus.

Für das Gesamtjahr 2008 schätzt Gildemeister einen Auftragseingang von über 1,9 Mrd EUR und einen Umsatz von über 1,8 Mrd EUR. Das Ergebnis vor Steuern und der Jahresüberschuss soll 2008 "nochmals einen Anstieg im zweistelligen Prozentbereich" ausweisen.

Dank der hohen Nachfrage aus Osteuropa und Asien berichtete Gildemeister 2007 ein Wachstum beim Auftragseingang um 29% auf 1,865 Mrd EUR. Der Konzernumsatz stieg um 18% auf 1,562 Mrd EUR. Der Inlandsumsatz kletterte dabei um 19% auf 730,4 Mio EUR und die Auslandsumsätze erhöhten sich um 16% auf 831,7 Mio EUR. Die Exportquote bezifferte Gildemeister auf 53%.

Beim Ergebnis vor Steuern berichtete Gildemeister 2007 ein Plus von 76% auf 83,4 Mio EUR. Der Jahresüberschuss nahm im Konzern um 85% auf 50,1 Mio EUR zu. Der Einstieg ins Solargeschäft habe ebenfalls positiv zum erfolgreichsten Geschäftsjahr beigetragen, sagte Kapitza weiter. Bei "SunCarrier" wurden 2007 Aufträge von über 81,5 Mio EUR verbucht. Zukäufe plant Gildemeister nicht. Das Wachstum soll durch die eigene Innovationskraft getrieben werden, sagte der Vorstandsvorsitzende weiter.

Auf die Frage nach dem Stand der staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen ihn, sagte Kapitza: "In der Sache kann ich keine weiteren Aussagen machen. Ich persönlich bin der Ansicht, dass sich die Dinge aufklären werden". Dem Unternehmen Gildemeister sei kein Schaden entstanden.

Für Turbulenzen bei Gildemeister hatte Mitte Januar die Nachricht von Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft in Geschäftsräumen des Werkzeugherstellers und in Privaträumen des Vorstandsvorsitzenden gesorgt. Dabei geht es um den Anfangsverdacht auf Untreue, Bestechung, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung. Der Verdacht richtet sich nicht gegen das Unternehmen, sondern gegen den Vorstandsvorsitzenden und zwei Österreicher.

Rüdiger Kapitza sitzt seit 1992 im Vorstand von Gildemeister und ist seit 1996 Vorsitzender des Gremiums. Ende Januar stellte sich der Aufsichtsrat von Gildemeister hinter seinen Vorstandsvorsitzenden.

Gildemeister ist nach eigenen Angaben einer der weltweit führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen und bietet neben den Technologien "Drehen" und "Fräsen" die Zukunftstechnologien "Ultrasonic" und "Lasern" an. Die Gildemeister AG ist seit dem 12. Dezember im Mittelwerteindex MDAX enthalten.

Bis gegen 12.23 Uhr MEZ notiert die Gildemeister-Aktie mit einem Minus von 3,4% auf 15,36 EUR. Der MDAX zeigt sich am Mittag mit einem Abschlag von 2,6%.

Webseite: http://www.gildemeister.com - Von Christine Benders-Rüger, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 108, unternehmen.de@dowjones.com DJG/cbr

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.