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04.08.2009

UPDATE: Gildemeister präzisiert Prognose für Gesamtjahr

(NEU: Weitere Details)

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Von Matthias Karpstein

DOW JONES NEWSWIRES

BIELEFELD (Dow Jones)--Der Werkzeugmaschinenhersteller Gildemeister hat seine Ziele für Auftragseingang und Umsatz im laufenden Geschäftsjahr präzisiert. Bis zum Jahresende erwartet der Bielefelder MDAX-Konzern Neuaufträge von rund 1,2 Mrd EUR und einen Umsatz von 1,3 Mrd EUR, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Eine Abweichung von 5% nach oben und unten sei dabei möglich. Zudem rechnet das Unternehmen mit einem positiven Jahresergebnis (EBIT).

Bisher hatte Gildemeister auf der Hauptversammlung erklärt, der Konzern rechne mit einem Auftragseingang "deutlich unter Vorjahr". Vorstandsvorsitzender Rüdiger Kapitza sagte zuletzt, er rechne mit einem Umsatz auf dem Niveau von 2006, als dieser bei 1,33 Mrd EUR lag.

Nunmehr stellt sich Gildemeister auf einen deutlich rückläufigen Auftragseingang ein, in dessen Folge auch der Umsatz stark schrumpfen wird. Im vergangenen Jahr, das für Gildemeister ein Rekordjahr war, lag der Auftragseingang noch bei 1,88 Mrd EUR, der Umsatz erreichte 1,9 Mrd EUR.

Gildemeister hat die anhaltende Kaufzurückhaltung seiner Kunden auch im zweiten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Der Auftragseingang brach um 36% auf 343,9 (542) Mio EUR ein. Damit konnte der Konzern aber zumindest das Tempo des Rückgangs verlangsamen. Im Vorquartal stand bei den Neuaufträgen noch ein Minus von 60% zu Buche. Somit ist Gildemeister im ersten Halbjahr weltweit jeder zweite Auftrag weggebrochen, im Inland waren es gar zwei von drei Aufträgen.

Ende Juni hatte Gildemeister Aufträge über 660,1 Mio EUR in den Büchern. Bei den Werkzeugmaschinen sei eine Produktionsauslastung von etwa drei Monaten gesichert, erläuterte das Unternehmen. Die Biefelder hoffen nun auf ein stärkeres viertes Quartal, weil die Branchenmesse EMO in Mailand dann Impulse geben könnte.

Der Service-Bereich mit einem Anteil von einem Drittel am Konzernumsatz spürt die Krise ebenfalls. Hier ging der Umsatz im ersten Halbjahr um ein Drittel im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres zurück. Von der rückläufigen Entwicklung war vor allem das Ersatzteil- und Gebrauchtmaschinengeschäft betroffen.

Auch der Umsatz der Gildemeister AG zeigte im zweiten Quartal deutliche Spuren der Rezession: Er sackte auf 285 (460) Mio EUR ab. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ergab sich ein Ergebnis (EBITDA) von 18,7 (51) Mio EUR. Nach Steuern blieb Gildemeister mit 3,2 (22,6) Mio EUR knapp in den schwarzen Zahlen. Allerdings halbierte sich der Quartalsüberschuss im Vergleich zum Vorquartal.

Gildemeister will noch stärker gegen die Krise ansparen, um am Jahresende einen positiven freien Cashflow vorweisen zu können. Vorräte sollen dazu weiter abgebaut werden, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sollen verbessert, die Zahlungskonditionen bei Modul-Lieferanten umgestellt werden. Im zweiten Quartal betrug der freie Cashflow -67,3 Mio (-48,9) EUR. Die erhaltenen Anzahlungen gingen zurück, ebenso die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Bei den Personalkosten sparen die Bielefelder weiterhin. Im ersten Halbjahr wurde die Zahl der Mitarbeiter bereits um 345 auf 6.106 Mitarbeiter reduziert, es werden keine Leiharbeitnehmer mehr beschäftigt. Zum Ende des Geschäftsjahres sollen der Gildemeister AG nur noch 5.500 Mitarbeiter samt Auszubildende angehören, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Sollte die Konjunktur weiter einbrechen, müsse der Konzern "zusätzliche Maßnahmen der Personalanpassung überprüfen".

Webseite: www.gildemeister.com -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 - 102, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/rio Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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