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29.07.2010

UPDATE: Gildemeister will 2010 Verlust vermeiden

(NEU: Details, Hintergrund) Von Martin Rapp DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Details, Hintergrund) Von Martin Rapp DOW JONES NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Werkzeugmaschinenhersteller Gildemeister profitiert von der anziehenden Konjunktur und blickt nach dem zweiten Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr. Das Bielefelder Unternehmen hob am Donnerstag die Prognosen für Auftragseingang und Umsatz an und hält nun auch ein ausgeglichenes Vorsteuerergebnis am Jahresende für möglich.

Die Gildemeister AG hat in den Monaten April bis Juni deutlich mehr erlöst und in ähnlicher Größenordnung mehr neue Aufträge erhalten als im ersten Quartal. Der Umsatz lag bei 284,5 Mio EUR, der Auftragseingang bei 349 Mio EUR, gab das Unternehmen an. Das waren jeweils rund 45 Mio EUR mehr als zum Jahresauftakt. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Werte nahezu konstant, was auch den Erwartungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten entsprach.

Beim Ergebnis verharrt Gildemeister wie angekündigt noch im roten Bereich. Zwar gelang es, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 1,8 Mio EUR im zweiten Quartal positiv zu gestalten, doch vor Steuern fiel mit 6,6 Mio EUR immer noch ein Verlust an. Nach Steuern stand ein Fehlbetrag von 4,3 Mio EUR zu Buche. Die Analysten hatten hier durchweg mit schlechteren Zahlen gerechnet.

Das Unternehmen geht davon aus, dass der Aufwärtstrend anhalten wird. Das Volumen neuer Aufträge wird für 2010 nun bei über 1,3 Mrd EUR gesehen nach zuvor rund 1,2 Mrd EUR. Der Umsatz soll auf über 1,25 Mrd EUR gesteigert werden. Hier war zuvor das Überschreiten von 1,2 Mrd EUR avisiert worden.

Für das zweite Halbjahr rechnet Gildemeister mit positiven Ergebnissen. Ein ausgeglichenes Vorsteuerergebnis könnte erreichbar sein, hieß es. Dafür müsste das Unternehmen 26,4 Mio EUR aufholen, die nach sechs Monaten als Verlust notiert werden.

Die Hoffnungen ruhen besonders auf dem Kernsegment Werkzeugmaschinen. Hier liegt der Umsatz des ersten Halbjahres wegen der krisenbedingten Auftragsschwäche aus dem Vorjahr mit gut 309 Mio EUR noch ein Viertel unter dem Wert von 2009. Das Unternehmen gründet seinen Optimismus für die nähere Zukunft auf den um über die Hälfte gestiegenen Auftragseingang in dem Bereich, der für knapp 60% des Geschäfts steht.

Die anziehenden Neubestellungen sorgten dafür, dass der Auftragsbestand im zweiten Vierteljahr auf fast 710 Mio EUR wuchs. Ende März lag er noch bei unter 645 Mio EUR. Mit zeitlichem Nachlauf soll sich dies auch an den Ergebniszahlen ablesen lassen. Mit den Anfang Mai prognostizierten 700 Mio EUR Umsatz im zweiten Halbjahr würde das angepasste Umsatzziel erreicht, nachdem im ersten Halbjahr Erlöse von 529 Mio EUR verbucht wurden.

2010 wird von dem MDAX-Konzern aber weiter als Übergangsjahr betrachtet. Die angepeilten Werte bei Auftragseingang und Umsatz würden bei Erreichen ein leichtes Plus zum Vorjahr bedeuten, eine "schwarze Null" vor Steuern wäre in dieser Hinsicht sogar weniger.

Für 2011 geht Gildemeister derzeit von 10-prozentigen Wachstumsraten bei Bestellungen und Erlösen aus und auch das Ergebnis soll deutlich zulegen. Bis zum Niveau von 2008, als bei 1,9 Mrd EUR Umsatz ein Vorsteuergewinn von 127 Mio EUR verbucht wurde, ist es noch ein weiter Weg.

Webseite: www.gildemeister.com -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 (0)211 - 13 87 214; martin.rapp@dowjones.com DJG/mmr/rio

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