Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.04.2009

UPDATE: Google spürt Wirtschaftskrise in langsamerem Wachstum

(NEU: Details, Analyst, Aktienkurs) Von Martin Rapp DOW JONES NEWSWIRES MOUNTAIN VIEW (Dow Jones)--Auch am Internetriesen Google geht die Wirtschaftskrise nicht vorbei. Der US-Konzern aus dem kalifornischen Mountain View spürt die wirtschaftliche Schwäche jedoch vorerst nur in langsamerem Wachstum. Die Unternehmensführung zeigte sich bei Vorlage der Zahlen für das erste Quartal am Donnerstag nach US-Börsenschluss vorsichtig, was Aussagen über die nähere Zukunft angeht.

(NEU: Details, Analyst, Aktienkurs) Von Martin Rapp DOW JONES NEWSWIRES MOUNTAIN VIEW (Dow Jones)--Auch am Internetriesen Google geht die Wirtschaftskrise nicht vorbei. Der US-Konzern aus dem kalifornischen Mountain View spürt die wirtschaftliche Schwäche jedoch vorerst nur in langsamerem Wachstum. Die Unternehmensführung zeigte sich bei Vorlage der Zahlen für das erste Quartal am Donnerstag nach US-Börsenschluss vorsichtig, was Aussagen über die nähere Zukunft angeht.

Das an jahrelanges Wachstum gewöhnte Unternehmen steigerte den Umsatz in den ersten drei Monaten 2009 im Jahresvergleich um 6,2% auf 5,51 Mrd USD. Abzüglich der Gebühren an Partnerunternehmen zur Weiterleitung von Internetnutzern (traffic acquisition costs) ergab sich ein Nettoumsatz von 4,07 Mrd USD. Das bedeutete den erstmaligen Rückgang dieses Wertes im Vergleich zum Vorquartal, seit Google 2004 an die Börse ging. Google-CEO Eric Schmidt bezeichnete das abgelaufene Vierteljahr als "gutes Quartal". Sein Unternehmen spüre allerdings "absolut die Auswirkungen der Wirtschaftskrise". Wenn Kunden weniger im Internet kauften, wollten die Unternehmen auch weniger für Werbung im Netz ausgeben, erklärte Schmidt. Wann die Krise zu Ende gehe, sei derzeit nicht absehbar, so der CEO.

Dennoch steigerte Google von Januar bis März den Nettogewinn auf auf 1,42 Mrd USD von 1,31 Mrd USD im Jahr zuvor. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 4,49 USD. Vor Sonderposten ergab sich ein Gewinn je Anteil von 5,16 USD. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit einem Ergebnis von 4,93 USD gerechnet.

Die Differenz zwischen Marktschätzung und tatsächlichem Ergebnis hat Todd Greenwald, Analyst bei Signal Hill Capital, überrascht. "Das war eindeutig besser als erwartet wurde", kommentierte er. Die Aktie bewegte das Zahlenwerk kaum. Hatten die Papiere im regulären Handel noch um 2,4% zugelegt, verloren sie nachbörslich 0,1% auf 388,50 USD.

Die Steigerung des Nettogewinns bei Google um knapp 9% ging vor allem auf die Zunahme von bezahlten Klicks auf Werbeanzeigen zurück, wie aus den vorgelegten Zahlen hervorgeht. Diese stiegen im Jahresvergleich um 17%. CEO Schmidt sagte, die Ergebnisse unterstrichen die Robustheit des Geschäftsmodells und das anhaltende Potenzial des Internets.

Dabei profitierte das Unternehmen auch von niedrigen Kosten. Nach der teilweise aggressiven Aufstockung der Beschäftigtenzahl in den vergangenen Jahren hatte Google Ende März mit 20.164 Angestellten rund 60 Stellen weniger besetzt als zu Anfang des Jahres. Auch die Investitionen waren mit 263 Mio USD relativ zum Umsatz niedriger als sonst. CFO Patrick Pichette warnte davor, dass der Kostenanteil in den kommenden Quartalen nicht weiter so niedrig sein dürfte. Die Google-Investitionen seien durch ihre grobe Struktur wechselhaft, was die ersten drei Monate illustrierten, erklärte Pichette. So sei etwa der Bau eines Datenzentrums in Finnland wegen der kalten Witterung zeitweise gestoppt worden.

Das Unternehmen kündigte an, erhebliche Investitionen tätigen zu wollen. Schmidt erklärte, Vorrang dabei habe weiterhin die Sicherung langfristigen Wachstums.

Webseite: http://www.google.com/corporate -Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 (0) 69 29725 104; unternehmen.de@dowjones.com (John Letzing und Jessica E. Vascellaro haben zu diesem Artikel beigetragen) DJG/DJN/mmr/bam Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.