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21.04.2009

UPDATE: IBM bekräftigt nach Umsatzrückgang Gewinnprognose 2009

21.04.2009
(NEU: Details, Hintergründe und Analystenstimmen)

(NEU: Details, Hintergründe und Analystenstimmen)

Von John Kell and Jessica Hodgson

DOW JONES NEWSWIRES

SAN FRANCISCO (Dow Jones)--Der US-Computerhersteller International Business Machines Corp (IBM) hat in den ersten drei Monaten bei unerwartet deutlichem Umsatzrückgang mehr verdient als von Analysten prognostiziert. Ungeachtet des weltweiten Abschwungs hält IBM an seiner Gewinnprognose von 9,20 USD je Aktie für das Gesamtjahr von fest, wie das in Armonk ansässige Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss bekanntgab.

Überschattet wurde das Ergebnis allerdings von der am Montag überraschend bekannt gewordenen Übernahme des Serverspezialisten Sun Micro durch den Softwarekonzern Oracle. Ursprünglich hatte IBM selbst versucht, Sun zu übernehmen. Anfang des Monats waren entsprechende Verhandlungen dann aber an der Preisfrage gescheitert. Branchenbeobachter sind davon überzeugt, dass sich der Zusammenschluss von Sun Micro mit Oracle auf die strategische Ausrichtung von IBM auswirken wird.

IBM hat in den Monaten Januar bis März nach schwächerem Geschäft in allen Kernsparten 11% weniger erlöst als noch vor Jahresfrist, das Nettoergebnis aber nahezu auf dem Vorjahresniveau halten können. Der Umsatz sank auf 21,7 (Vorjahr: 24,5) Mrd USD. Das Nettoergebnis lag bei 2,3 Mrd (2,32) Mrd USD. Je Aktie berichtete IBM 1,70 (1,64) USD Gewinn.

Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten im Mittel mit einem Umsatz von 22,51 Mrd USD und einem Gewinn je Anteilsschein von 1,66 USD gerechnet.

Besonders schlecht lief es für den Konzern im tradtionellen Hardwaregeschäft, wo der Umsatz um 23% auf 3,2 Mrd USD einbrach. Im Softwarebereich gingen die Erlöse um 6% auf 4,5 Mrd USD zurück und in der Global-Service-Sparte zeigte sich ein Minus um 10% auf 8,8 Mrd USD.

Analyst Toni Sacconaghi von Sanford C. Bernstein wertete den Umsatzrückgang als Beleg dafür, dass sich das Umfeld für Investitionen in Technologie noch nicht erholt habe und durchaus noch verschlechtern könnte.

IBM selbst äußerte sich mit Blick auf das Gesamtjahr optimistisch. Der Konzern liege nach wie vor im Plan. So bekräftigte IBM die Aussicht auf einen Gewinn je Aktie von 9,20 USD. Hintergrund für diese Einschätzung ist die Margenentwicklung in den ersten drei Monaten: So kletterte die Bruttomarge auf 43,4% von 41,5%. Dies sollte nach IBM-Angaben helfen, das Gewinnziel auch bei geringeren Umsätzen zu erreichen.

David Grossmann, Analyst bei Thomas Weisel Partners teilt diese Einschätzung. In dem Geschäft sei eine deutliche Ausweitung der Margen möglich, erläuterte er.

Den Zusammenschluss von Oracle mit Sun Microsystems spielte IBM-CFO Mark Loughridge in seiner Bedeutung für IBM herunter. Er glaube nicht, dass dies das Geschäft von IBM bedeutend beeinflussen werde, sagte er. Oracle und Sun hätten schon über Jahre hinweg sehr intensiv zusammengearbeitet, aber dennoch IBM nicht daran hindern können, Marktanteile zu gewinnen, so Loughridge.

Das sehen Branchenexperten allerdings etwas anders. "Dies kann keine gute Nachricht für IBM sein", betonte Eric Openshaw, Head des Technologie-Bereichs von Deloitte LLP. Die starke Vertriebsorganisation von Orcale werde voraussichtlich den Absatz von Sun-Servern fördern. Diese Server konkurrierten wiederum mit den Großrechnern von IBM.

Im nachbörslichen Handel fiel die IBM-Aktie um 2,6% auf 97,82 USD, erholte sich später aber. Um 19.59 Uhr Ortszeit notierte die IBM-Aktie auf nasdaq.com mit 1,9% im Minus bei 98,51 USD.

Webseite: http://www.ibm.com -Von John Kell and Jessica Hodgson, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com (William M. Bulkely vom Wall Street Journal hat zu dem Bericht beigetragen) DJG/DJN/mkl/rio Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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