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04.08.2010

UPDATE: Infineon verliert Finanzvorstand Marco Schröter

(UPDATE: Weitere Details)

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Von Matthias Karpstein DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Halbleiterhersteller Infineon verliert seinen Finanzvorstand Marco Schröter mit sofortiger Wirkung. "Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen über die künftige Geschäftspolitik des Unternehmens" scheidet Schröter aus dem Vorstand des DAX-Konzerns aus, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Schröters Aufgaben als Finanzvorstand bei der Neubiberger Infineon Technologies AG übernimmt bis zu Ernennung eines Nachfolgers Peter Bauer, der mit sofortiger Wirkung vom Sprecher des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden ernannt wird. Die Aufgabe des Arbeitsdirektors übernimmt Infineon-Vorstand Reinhard Ploss von Schröter, bis ein Nachfolger gefunden ist.

Schröter und Bauer waren sich bei Themen wie Verkäufen und Zukäufen nicht immer einig. Derzeit spricht Infineon mit mehreren Interessenten über den Verbleib der Sparte für Handychips. Als Favorit für einen Kauf gilt der US-Chipkonzern Intel, aber auch ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Handyhersteller Samsung wird für möglich gehalten.

Der gebürtige Bottroper Schröter wurde Ende 2007 von Infineon als neuer Finanzvorstand berufen, zuvor war er für Schenker, die Speditionstochter der Deutschen Bahn, tätig. Infineon-Finanzvorstand wurde Schröter im April 2008. Kurz darauf, im Juni 2008, übernahm Bauer die Führung bei Infineon. Der Titel "Vorstandsvorsitzender" seines Vorgängers Wolfgang Ziebart wurde Bauer aber verwehrt, er fungierte bis heute nur als Sprecher des Vorstands.

Mehr als zwei Jahre hat es Schröter auf dem Sessel des Finanzvorstands gehalten, deutlich länger als Rüdiger Günther, der im August 2007 bereits nach vier Monaten das Unternehmen verlassen musste. Damals wurden "nicht zu überbrückende Differenzen" als Begründung angeführt, bei Schröter sind es heute unterschiedliche Auffassungen über die künftige Geschäftspolitik.

Dass Bauer und Schröter in wesentlichen Fragen nicht auf einer Linie waren, zeigte sich jüngst in der Frage, welcher der beiden Top-Manager für Fusionen und Übernahmen (M&A) zuständig sein soll. Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrates wollte daher prüfen, Bauer die Zuständigkeit für den Bereich M&A zu übertragen und Schröter zu entziehen, wie es in der vergangenen Woche von einem Infineon-Sprecher hieß. Nun verliert Schröter nicht nur den Bereich M&A, sondern seinen Posten bei Infineon.

Webseite: www.infineon.com -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/has

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