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01.04.2009

UPDATE: Insolvenzverfahren für Qimonda ist eröffnet

(Wiederholung) (NEU: Details, Mitteilung von Qimonda)

(Wiederholung) (NEU: Details, Mitteilung von Qimonda)

MÜNCHEN (Dow Jones)--Das Insolvenzverfahren für den Speicherchiphersteller Qimonda AG ist am Mittwoch eröffnet worden. Darüber hinaus sei ein vorläufiger Gläubigerausschuss eingesetzt worden, teilte das Amtsgericht München mit. Die Gläubiger seien aufgefordert, ihre Forderungen bis zum 12. Juni beim Insolvenzverwalter schriftlich anzumelden. Als Prüfungstermin sei der 4. August anberaumt worden.

Zum Insolvenzverwalter der Qimonda AG sowie der Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG wurde Michael Jaffé bestellt, der hier bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter agiert hatte.

Qimonda teilte am Mittwoch mit, dass weiterhin Gespräche mit potenziellen Interessenten geführt würden. Ziel sei der Erhalt der Qimonda-Standorte sowie möglichst vieler Arbeitsplätze in Dresden, München und Portugal. Gleichzeitig dauerten die Konsultationen mit nationalen politischen Stellen und der Europäischen Union über die Unterstützung einer möglichen Fortführungslösung weiter an.

Voraussetzung dafür sei aber, dass ein "Ankerinvestor" für das Engagement in einer neuen Qimonda gewonnen werde. Bei einer Liquidierung der Qimonda AG sei nach aktuellem Stand davon auszugehen, dass die Aktionäre nach Abschluss des Insolvenzverfahrens und Verteilung des Vermögens an die Gläubiger keine Zahlungen auf ihre Anteile erhalten würden, so das Unternehmen.

Qimonda hatte am 23. Januar Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Zuvor war ein Rettungspaket der Politik und der Qimonda-Muttergesellschaft Infineon Technologies AG gescheitert, nachdem sich bei Qimonda ein Finanzierungsbedarf ergeben hatte, der höher war als ursprünglich angenommen. Qimonda hatte wegen anhaltend schwacher Preise für Speicherchips seit mehreren Quartalen massive Verlust geschrieben.

Rund 600 Mitarbeiter in München und etwa 1.850 Mitarbeiter in Dresden treten laut Angaben vom Mittwoch zum Berichtstag in Transfergesellschaften ein. Dies seien etwa 84% der Beschäftigten in München und etwa 93% in Dresden, denen man ein entsprechendes Angebot unterbreitet hatte. Die überwiegende Mehrheit dieser Mitarbeiter habe bis Mitte August Ansprüche auf Entgeltzahlungen, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters.

Bei Qimonda an Bord bleiben werde eine Kernmannschaft von anfänglich etwa 340 Beschäftigten in München und rund 575 Mitarbeitern in Dresden.

Webseiten: http://www.qimonda.com http://www.infineon.com - Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/cbr Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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