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18.07.2007

UPDATE: Intel enttäuscht mit Bruttomarge

(NEU: Details, Aussagen CFO, Analyst, Aktienkurs)

(NEU: Details, Aussagen CFO, Analyst, Aktienkurs)

Von Roger Chen

Dow Jones Newswires

SAN JOSE (Dow Jones)--Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im zweiten Quartal von einer steigenden Nachfrage nach Chips sowie von Fortschritten bei seinem Restrukturierungsprogramm profitiert. Die gesunkenen Preise ließen jedoch die Bruttomarge hinter die Erwartungen des Konzerns zurückfallen. Intel erwartet auch für die Zukunft einen Preisdruck bei Mikroprozessoren.

Der Nettogewinn erhöhte sich im zweiten Quartal um 44% auf 1,28 Mrd USD, wie Intel mitteilte. Das Ergebnis je Aktie stieg auf 0,22 (0,15) USD je Aktie. Dabei profitierte Intel neben gesunkenen Kosten durch den Abbau von Arbeitsplätzen von einer Steuergutschrift, die 0,03 USD je Aktie zum Ergebnis beitrug. In dem Ergebnis enthalten ist außerdem eine Restrukturierungsbelastung von 82 Mio USD.

Die Bruttomarge sank hingegen auf 46,9%, belastet von niedrigeren Durchschnittspreisen für Mikroprozessoren und einer schwachen Nachfrage nach NOR-Chips. Damit sei das Unternehmen hinter seiner eigenen Prognose zurückgefallen, erklärte Intel. Das Unternehmen hatte noch im April 48% plus/minus einiger Prozentpunkte als Ziel ausgegeben.

Die gesunkene Marge suggeriert den anhaltenden Preiskampf mit Wettbewerber Advanced Micro Devices (AMD). Der Chiphersteller konnte erst Mitte des vergangenen Jahres den kontinuierlichen Marktanteilsverlust gegenüber AMD abbremsen. Intel zeigte sich jedoch zuversichtlich für eine Belebung des Geschäfts im dritten Quartal. So geht das Unternehmen von einem Anstieg der Bruttomarge auf 52% aus; die Prognose für das Gesamtjahr von 51% wurde bekräftigt.

Der Intel-CFO Andy Bryant erwartet einen anhaltenden Preisdruck bei Mikroprozessoren. "Die beste Verteidigung liegt in besseren Produkten", sagte er in einem Interview mit Dow Jones Newswires. Intel habe im ersten Quartal Marktanteile gegenüber AMD zurückerobert. Auch für das zweite Quartal gab sich Bryant in dieser Hinsicht optimistisch, auch wenn er noch keine Zahlen vorliegen hat. Das Unternehmen positioniere sich für eine traditionell stärkere Jahreshälfte, so der CFO.

Das NOR-Chip-Geschäft werde weiterhin durch eine schwache Nachfrage belastet werden. Es befindet sich seit einigen Quartalen in einem stetigen Abschwung. Intel plant, das Geschäft mit NOR-Chips im vierten Quartal auszugliedern und in ein Joint Venture einzubringen.

Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal um 8% auf 8,68 Mrd USD und lag damit leicht über den Erwartungen. Von Thomson Financial befragte Analysten hatten mit durchschnittlich 8,5 Mrd USD gerechnet. Für das dritte Quartal erwartet Intel einen Umsatz von 9 Mrd bis 9,6 Mrd USD. Die Prognose der Analysten liegt bei 9,3 Mrd USD.

Der Chiphersteller will im laufenden Jahr weniger investieren als zunächst angekündigt. Intel begründete dies mit der gestiegenen Effizienz bei der Produktion. Die Investitionen in Sachanlagen sollen 2007 etwa bei 4,9 Mrd USD liegen, nach zunächst angepeilten 5,5 Mrd USD.

Alles in allem habe das Quartal im Rahmen der Erwartungen gelegen, erklärte John Lau, Analyst bei Jefferies & Co. Die Investorenerwartungen seien jedoch in den vergangenen Tagen "heißgelaufen". Die Aktie des Konzerns gab im nachbörslichen Handel in New York deutlich nach. Die Titel verbilligten sich bis 19.59 Uhr Ortszeit um 4,8% auf 25,06 USD.

Webseite: http://www.intel.com

- Von Roger Chen, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 111,

unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/nas/kla

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