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13.10.2010

UPDATE: Intel trotzt der schwachen Verbrauchernachfrage nach PCs

(NEU: weitere Details)

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Von Shara Tibken DOW JONES NEWSWIRES

NEW YORK (Dow Jones)--Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat der US-Chiphersteller Intel für einen Dreimonatszeitraum einen Umsatz von mehr als 11 Mrd USD ausgewiesen. Genau genommen setzten die US-Amerikaner nach Angaben vom Dienstagabend im dritten Quartal 11,1 (Vorjahr: 9,4) Mrd USD um und erfüllten damit zugleich ihre eigene, Ende August gesenkte Prognose. Ursprünglich waren sie sogar von einem noch höheren Umsatz ausgegangen, doch dann machte ihnen die schwache Nachfrage der Verbraucher nach Personal Computern einen Strich durch die Rechnung.

Zwar konnte Intel den Umsatz mit ihren PC-Kunden um 14% auf 8,1 Mrd USD steigern, allerdings habe sich der Verbrauchermarkt "schwächer als erwartet" entwickelt, wie Intel-CFO Stacy Smith einräumte. Eine Fortsetzung dieses Trends sieht der Konzern auch für das Schlussquartal, für das er einen Umsatz zwischen 11 Mrd und 11,8 Mrd USD prognostiziert. "Wir sehen Wachstum im Verbrauchersegement", sagte Smith weiter. "Aber wir gehen davon aus, dass er sich etwas schwächer entwickelt, als wir es normalerweise für ein viertes Quartal erwarten würden."

Dass die Intel Corp unterm Strich einen Gewinnanstieg von 59% ausweisen konnte, hat sie vor allem den steigenden Ausgaben von Unternehmen für neue Technologien zu verdanken. So steht unterm Strich ein Gewinn von 2,96 (1,86) Mrd USD bzw 0,52 (0,33) USD je Aktie. Analysten hatten 0,50 USD je Anteilsschein erwartet. Die Bruttomarge, die ein Treiber des Aktienkurses ist, kletterte auf 65,9% von 57,6% im Vorjahr und erfüllte damit ebenfalls die Ende August auf 65% bis 67% gesenkte Prognose. Im vierten Quartal soll die Bruttomarge zwischen 65% und 69% liegen.

"Wenn man einen Blick auf die Prognose des Unternehmens für das vierte Quartal wirft, dann muss man sagen, dass sie besser ist, als die meisten von uns erwartet hätten", sagte Wedbush-Analyst Patrick Wang. Allerdings warnte er, dass es immer noch einige Risiken für Intel gebe. "Sollte sich die Nachfrage im vierten Quartal nicht einstellen, könnten sich die Lagerbestände erhöhen, woraufhin die Prognosen erneut gesenkt werden könnten."

Zweimal hatte Intel im dritten Quartal groß zugekauft. Zum einen hat der Konzern Mitte August den Hersteller von Sicherheitssoftware McAfee für 7,68 Mrd USD übernommen. Zum anderen hat er Ende August die Mobilfunkchip-Sparte des deutschen Wettbewerbers Infineon im Rahmen einer Bartransaktion im Wert von rund 1,4 Mrd USD (1,1 Mrd EUR) gekauft. Von beiden Übernahmen geht CFO Smith aus, dass sie entweder gegen Jahresende oder im ersten Quartal 2011 abgeschlossen werden können. Zudem sollten die Akquisitionen im ersten Jahr die Gewinne leicht schmälern. Weitere Übernahmen plant der Konzern derzeit nicht.

Im Auftaktquartal 2011 will Intel einen neuen Computerchip auf den Markt bringen. Die Nachfrage danach sei bereits jetzt "sehr viel größer" als ursprünglich erwartet, sagte CEO Paul Otellini. Zudem zeigte sich der Manager zuversichtlich, dass das Unternehmen vom Tablet-PC-Markt wird profitieren können.

Webseite: www.intel.com -Von Shara Tibken, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/ebb/has

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