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15.07.2009

UPDATE: Intel überrascht Investoren mit positiven Zahlen und Ausblick

(NEU: Weitere Details, Analysten)

SANTA CLARA (Dow Jones)--Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im zweiten Quartal operativ besser abgeschnitten als erwartet. Eine von der EU verhängte milliardenschwere Kartellstrafe hat Intel unterm Strich allerdings einen Verlust beschert, wie das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen am späten Dienstagabend mitteilte. Wegen der besser als erwarteten operativen Entwicklung und positiver Aussagen zum weiteren Jahresverlauf legte die Aktie im nachbörslichen US-Handel um rund 7% auf 18,04 USD zu.

Intel-CEO Paul Ottelini zog ein positives Fazit für das zweite Quartal und verwies auf die stärkste Steigerungsrate vom ersten auf das zweite Quartal seit 1988. Die positive Entwicklung führte er auf eine Wiederbelebung beim Absatz von in Laptops eingesetzten Mikroprozessoren zurück. Doch auch Chips für Server-Systeme hätten sich überraschend gut verkauft, was der Manager auf die neue Chip-Familie Nehalem zurückführte.

Ottelini bekräftigte zudem vorherige Aussagen, das zweite Halbjahr werde saisonbedingt stärker als das erste. Dies lässt sich auch an den Konzernprognosen für das dritte Quartal ablesen, für das er einen Umsatz zwischen 8,1 Mrd und 8,9 Mrd USD erwartet, was über den bisherigen Erwartungen der Analysten liegt.

Doch auch die Zahlen für das beendete zweite Quartal können sich sehen lassen. Auf Nachsteuerbasis rutschte Intel zwar mit 398 Mio USD bzw 0,07 USD pro Aktie ins Minus. Ein Jahr zuvor hatte Intel noch einen Gewinn von 1,6 Mrd USD oder 0,28 USD je Aktie erzielt. Dabei erwies sich eine von der EU verhängte Kartellstrafe über 1,45 Mrd USD wegen unerlaubter Wettbewerbspraktiken als außerordentlicher Belastungsfaktor. Ohne diese Strafe hätte Intel ein Plus von 1 Mrd USD bzw je Anteilschein 0,18 USD erzielt.

Damit liegt Intel zumindest operativ über den Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld mit einem Gewinn von pro Aktie 0,08 USD bei einem Umsatz von 7,2 Mrd USD gerechnet hatten.

Auch umsatzseitig hat Intel den Konsens mit einem Erlös von 8,02 Mrd USD übertroffen. Damit bleibt der Konzern zwar 15% unter dem Niveau des Vorjahres, doch hatten Analysten mit lediglich 7,28 Mrd USD gerechnet. "Diese Zahlen zeigen, dass für Intel das Schlimmste tatsächlich vorbei ist", sagte Analyst Doug Freedman von Broadpoint AmTech.

Noch überraschender kam der Sprung bei der Profitabilität. Noch im April hatte Intel eine Bruttomarge von rund 45% für das Quartal in Aussicht gestellt, nun aber eine Marge von 50,8% ausgewiesen. Diese Aussagen stehen im Gegensatz zu denen von Dell am Montag, als der PC-Hersteller sinkende Margen prognostiziert hatte. Anders als Dell hängen die Geschäfte von Intel zuletzt verstärkt von Konsumentenausgaben ab und weniger von Unternehmensinvestitionen.

Webseite: www.intel.com DJG/DJN/eyh/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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