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22.05.2007

UPDATE: Intel und STM fusionieren Flash-Memory-Aktivitäten

(NEU: Einzelheiten, Analystenkommentare)

(NEU: Einzelheiten, Analystenkommentare)

Von Donna Fuscaldo

Dow Jones Newswires

NEW YORK (Dow Jones)--Die beiden Chiphersteller STMicroelectronics und Intel fassen ihre Bereiche Flash-Speicherchips in einem neuen Unternehmen zusammen. An der neuen Gesellschaft, die Flash-Memory-Lösungen für Produkte wie Mobiltelefone, MP3-Spieler, Digitalkameras, Computer und andere Hightech-Ausrüstungen anbieten soll, werde sich auch die Private-Equity-Firma Francisco Partners beteiligen, teilten die Unternehmen am Dienstag mit.

In die neue Firma fließen den Angaben zufolge Aktiva ein, die im vergangenen Jahr zusammen auf einen Umsatz von rund 3,6 Mrd USD kamen. Die Aktienkurse der beteiligten Unternehmen reagierten positiv auf die Nachricht. Flash-Speicherchips gehören zu den Technologien der Zukunft, Intel und STM verbuchen in dem Geschäftsfeld allerdings Verluste.

Intel, die ihren Bereich NOR-Flash-Memory-Chips einbringen wird, könne sich nach der Transaktion verstärkt auf das Kerngeschäft mit Mikroprozesseren konzentrieren. Zudem dürften sich nun die Preisschwankungen für NOR-Flash-Bausteine verringern. In Reaktion auf diese Erwartung kletterte auch der Kurs des NOR-Flash-Memory-Chips-Herstellers Spansion Inc.

"Intel und STM habe eine Weile Geld eingebüßt", sagte Suji De Silva, Analyst bei Cathay Financial. Das Vorhaben sei eine gute Chance für eine Konsolidierung in der Branche und somit für mehr Preisdisziplin.

NOR-Flash-Chips kommen vor allem in Handys zum Einsatz, während die von der Genfer STMicroelectronics in die neue Firma eingebrachten NAND-Halbleiter für die Datenspeicherung in MP3-Spielern und Digitalkameras verwendet werden.

Intel wird an dem neuen Unternehmen einen Anteil von 45,1% halten sowie bei Abschluss der Transaktion 432 Mio USD in bar erhalten, während STM einen Anteil von 48,6% und bei Abschluss 468 Mio USD bekommen soll. Die Private-Equity-Gesellschaft Francisco Partners LP aus Menlo Park wird 150 Mio USD in bar für die restlichen 6,3% der Aktien zahlen.

Die Parteien haben von einem Bankenkonsortium Zusagen für ein langfristiges Darlehen über 1,3 Mrd USD und einen revolvierenden Kredit über 250 Mio USD, hieß es weiter. Die Mittel würden für die Bezahlung von Intel und STM sowie als Betriebskapital verwendet. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2007 abgeschlossen werden.

Brian Harrison, momentan General Manager für die Flash-Memory-Group von Intel, wird den Angaben zufolge CEO des neuen Unternehmens. Für STM-President und CEO Carlo Bozotti ist die Stelle des Chairman eingeplant. Die Zentrale werde in der Schweiz angesiedelt werden. Weltweit soll das Unternehmen neun Forschungs- und Produktionsstätten mit 8.000 Mitarbeitern haben.

Für die Investoren dürfte die Neugründung des Unternehmens keine große Überraschung darstellen, hieß es am Markt, sei doch bereits von einigen Teilnehmern über ein derartiges Vorhaben spekuliert worden. So habe Chris Caso, Analyst bei Friedman, Billings, Ramsey, vor kurzem gesagt, er erwarte einen Deal zwischen Intel und STM.

Da Intel und STM an der neuen Firma jeweils weniger als 50% halten, müssen die Ergebnisse nicht konsolidiert werden. Dies hat zur Folge, dass die Aktiva direkt nach Abschluss der Transaktion aus den Büchern von Intel verschwinden können, führt der Analyst an. Bei Intel bedeute die Firmengründung eine Einbuße von 500 Mio USD von insgesamt 2 Mrd USD Umsatz mit Flash-Produkten, rechnet Caso vor.

Die Bruttomargen dürften bei beiden Unternehmen steigen. Und schließlich könnte es sogar zu einem Börsengang kommen, ergänzte der Analyst und verwies auf die von Advanced Micro Devices Inc vorgenommene Ausgliederung ihrer Speicherchiptochter Spansion im Wege eines IPO.

Die Transaktion untermauere, dass sich Intel auf das Kerngeschäft mit Mikroprozessoren konzentriere, mit denen sie höhere Margen erziele, schreibt der Analyst. Vor kurzem habe der Konzern auch schon den Randbereich mit Prozessoren für Handys abgestoßen. Im NOR-Flash-Markt sieht sich Intel vor allem dem Wettbewerb durch Spansion ausgesetzt.

Webseiten: http://www.st.com

http://www.intel.com

-Von Donna Fuscaldo, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 103,

unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/bam/jhe

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