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24.07.2008

UPDATE: Kartellamt lehnt Bundesliga-Vermarktungsmodell der DFL ab

(NEU: Reaktion Premiere, Hintergrund)

(NEU: Reaktion Premiere, Hintergrund)

Von Alexander Becker

DOW JONES NEWSWIRES

BONN (Dow Jones)--Das Bundeskartellamt hat das Vermarktungsmodell der Deutschen Fußball Liga (DFL) für die Fußball-Bundesliga ab der Spielzeit 2009/10 abgelehnt. Wie das Kartellamt am Donnerstag in Bonn mitteilte, "würde das Vermarktungsmodell förmlich untersagt, wenn die DFL daran festhalten sollte." Das von der DFL vorgelegte Vermarktungsmodell genüge nicht den kartell-rechtlichen Anforderungen.

Das Bundeskartellamt habe der DFL am Mittwoch seine abschließende Einschätzung zum vorgelegten Modell der zentralen Vermarktung der Bundesliga TV-Übertragungsrechte mitgeteilt.

Bereits in der vergangenen Woche waren der DFL Mindestanforderungen übermittelt worden, unter denen das Vermarktungsmodell kartellrechtskonform wäre. Die DFL schlug daraufhin dem Bundeskartellamt am Dienstag letzte Änderungen ihres Vermarktungsmodells vor. Auch mit diesen Änderungen genügte das vorgeschlagene Modell nicht den kartellrechtlichen Anforderungen einer angemessenen Verbraucherbeteiligung, so das Bundeskartellamt.

Die Behörde hatte bereits in der vergangenen Woche verfügt, dass die Höhepunkte der Bundesligaspiele Samstags im frei empfangbaren Fernsehen vor 20.00 Uhr ausgestrahlt werden müssen.

Die Kartellbehörde hatte argumentiert, dass nur dann eine "angemessene Verbraucherbeteiligung" an der Zentralvermarktung der Rechte durch die DFL gewährleistet sei, wenn der Zuschauer weiterhin die Wahl zwischen dem Kauf der Liveübertragungen oder den frei empfangbaren Zusammenfassungen der Spiele habe.

Einer der Interessenten für die Pay-TV-Rechte an der Bundesliga ist die Premiere AG. Ein Premiere-Sprecher verwies am Berichtstag auf die Aussagen des Unternehmens vom vergangenen Freitag, nach der sich Premiere "im Vorfeld der Ausschreibung auf alle Szenarien vorbereitet und stets erklärt hat, sowohl für das derzeitig existierende Verwertungsmodell als auch für alternative Pakete wirtschaftlich seriöse Angebote abzugeben."

Die Premiere AG gehört zu 25,01% der News Corp. Der New Yorker Konzern ist Eigentümer von Dow Jones und damit auch dieser Nachrichtenagentur.

Die DFL hatte im Oktober 2007 die dem Medienunternehmen Leo Kirch zuzurechnende Agentur Sirius mit der Vermarktung der Inlandsrechte beauftragt. Diese hatte den Fußballvereinen dafür mindestens 500 Mio EUR pro Saison für die kommenden sechs Jahre garantiert.

Webseiten: http://www.bundeskartellamt.de http://www.bundesliga.de - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/brb

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