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14.08.2008

UPDATE: Koenig & Bauer liegt im 1H noch hinter Planung zurück

(NEU: Details, Hintergrund, Aktienkurs) Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Details, Hintergrund, Aktienkurs) Von Alexander Becker DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Koenig & Bauer AG (KBA) hat im ersten Halbjahr 2008 einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang verzeichnet und liegt nach eigenen Angaben hier "noch hinter der Planung zurück". Bei einem Umsatzrückgang von 17,5% auf 656,1 Mio EUR sank das Vorsteuerergebnis auf 2,4 Mio EUR von 27,2 Mio EUR und das Konzernergebnis auf 6,8 Mio EUR von 19,1 Mio, teilte der Druckmaschinenhersteller am Donnerstag mit. Für das Gesamtjahr 2008 bekräftigte der KBA-Vorstand die Prognosen "vorerst".

Zwar habe das Unternehmen auf der Branchenmesse drupa Bestellungen in dreistelliger Mio-EUR-Höhe erhalten, diese konnten den Angaben zufolge "bis zum 30. Juni wegen noch nicht abschließend geklärter Finanzierungen die Messeaufträge erst teilweise eingebucht werden". Hier seien die Folgen der Finanzkrise vielerorts spürbar, so Koenig & Bauer.

Entsprechend lag der Auftragseingang nach sechs Monaten mit 708,8 Mio EUR um 2,4% unter dem Vorjahreswert. Für das zweite Halbjahr plant das Unternehmen mit einem "Liefer- und Umsatzschub", der sich auch positiv auf das Ergebnis auswirken soll.

Die alle vier Jahre stattfindende drupa ist die wichtigste Branchenmesse für die Druckmaschinenbauer. Sie fand 2008 von Ende Mai bis Mitte Juni statt. Traditionell entwickelt sich das Geschäft der Druckmaschinenhersteller im Vorfeld einer drupa vergleichsweise schwächer. Im ersten Quartal 2008 hatte Koenig & Bauer zwar gegen den Branchentrend ein Plus beim Auftragseingang verzeichnet, auf der Ergebnisseite aber einen Verlust ausgewiesen.

In der Druckindustrie gilt die Preislage seit mehreren Quartalen als angespannt, und steigende Rohstoffkosten sind von den Konzernen meist nur schwer an die Kunden weiterzugeben. Zudem belastet die Unternehmen aus der Eurozone die Aufwertung der Gemeinschaftswährung. Anders als die Maschinenbauindustrie kämpfen die Druckmaschinenhersteller auch mit strukturellen Problemen. Der Markt in den Industrieländern gilt als beinahe gesättigt.

Zuletzt hatte der nach Umsatz deutlich größere Wettbewerber Heidelberger Druckmaschinen AG enttäuschende Quartalszahlen vorgelegt und einen Ausblick auf die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2008/09 (31. März) mit Verweis auf die derzeit mangelnde Visibilität verweigert.

Auch der KBA-Vorstandsvorsitzender Albrecht Bolza-Schünemann verweist bei der Vorlage der Zweitquartalszahlen auf die konjunkturellen Unsicherheiten. Die künftige Entwicklung der Wechselkurse und Energiepreise sowie deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind kaum vorhersehbar", so Bolza-Schünemann.

Der Vorstand bekräftige aber "trotz der in den vergangenen Monaten eher verschlechterten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der sich auch in anderen Branchen abzeichnenden konjunkturellen Eintrübung" vorerst die Prognose für 2008. Demnach soll der Umsatz etwa 1,6 Mrd EUR erreichen und das Ergebnis vor Steuern nahe am Wert des Vorjahres liegen. Das Erreichen dieser Ziele sei aber angesichts des wirtschaftlichen Umfelds "eine Herausforderung", so das Unternehmen.

Die KBA-Aktie zeigte am Donnerstagmorgen kaum Reaktion auf die vorgelegten Quadratzahlen. In einem etwas festeren Gesamtmarkt notiert das Papier 0,3% im Plus bei 17,65 EUR.

Webseite: http://www.kba-print.de -Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/cbr/mim

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