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29.10.2009

UPDATE: Krise hinterlässt bei MAN auch im 3. Quartal tiefe Spuren

(NEU: Ausblick) Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Ausblick) Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirtschaftskrise hat den Lkw- und Motorenhersteller MAN weiter fest im Griff. Im dritten Quartal gaben sowohl der Auftragseingang und die Einnahmen als auch die zentralen Ergebniskennziffern erneut deutlich nach, wie aus dem am Donnerstag vorgelegten Quartalsbericht des Münchener DAX-Konzerns hervorgeht. Allerdings hielt sich die MAN SE im Zeitraum zwischen Juli und September anders als einige Wettbewerber auf Konzernebene in den schwarzen Zahlen.

Die Neuaufträge brachen um 14% auf 2,66 Mrd EUR ein, der Umsatz um ebenfalls 14% auf 3,10 Mrd EUR. Operativ verdiente MAN nur noch 134 (422) Mio EUR und unter dem Strich gerade mal 6 (302) Mio EUR. Besonders das Kerngeschäft mit schweren Lkw und Bussen entwickelte sich schwach. Hier fiel ein operativer Verlust von 42 Mio EUR an.

Analysten hatten auf Konzernebene im Mittel die Neubestellungen bei 2,44 Mrd EUR, den Umsatz bei 2,9 Mrd EUR, das operative Ergebnis bei 104 Mio EUR und den Nettogewinn bei 34 Mio EUR gesehen.

Ertragsbringer war auch im dritten Quartal das im vergangenen Dezember von Volkswagen übernommene Lateinamerika-Geschäft. MAN Latin America trug 453 Mio EUR zu den Einnahmen des Gesamtkonzerns und 42 Mio EUR zum operativen Gewinn bei. Ohne das zugekaufte Geschäft, das MAN im Vorquartal erstmals in den Büchern konsolidierte, wäre die Bilanz also noch deutlich schwächer ausgefallen.

Beim Ausblick wurde MAN erneut nicht konkret. Die Wirkungen der Konjunkturkrise sollen sich zwar in den folgenden Quartalen auch im Diesel- und Turbomotorenbereich bemerkbar machen. Aufgrund des hohen Auftragsbestands ist MAN aber davon überzeugt, die Zielrenditen zu erreichen. Für den besonders in Mitleidenschaft gezogenen Nutzfahrzeugbereich rechnen die Münchener mit einer "Fortsetzung des Geschäfts auf dem bisherigen Niveau". MAN Latin America soll weiter ein "stabiler Ergebnisträger" bleiben.

Bisher hatte MAN-Vorstandsvorsitzender Håkan Samuelsson als Ziel lediglich schwarze Zahlen auf Konzernebene angekündigt, sich aber nicht konkreter geäußert.

MAN gilt wegen ihrer Aktivitäten im Bereich von Turbomaschinen und Dieselmotoren als widerstandsfähiger gegen negative Konjunktureinflüsse als seine Wettbewerber. Das zeigte sich auch in diesem Quartal.

So schlug Volvo am vergangenen Freitag zwar optimistischere Töne für die nähere Zukunft an und sprach von einer Stabilisierung der Nachfrage. Im dritten Quartal verbuchte Volvo aber einen Nettoverlust von umgerechnet gut einer Viertel Milliarde Euro. Die Schweden haben damit das vierte Quartal in Folge tiefrote Zahlen geschrieben. Auch Daimler wies vergangene Woche für das Lkw-Geschäft einen operativen Verlust von 127 Mio EUR aus.

Webseite: www.man.eu -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 114; automotive.de@dowjones.com DJG/ncs/rio Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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