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04.08.2009

UPDATE: Kuka verbucht Sparerfolge und plant weitere Maßnahmen

(NEU: Details, Hintergrund)

(NEU: Details, Hintergrund)

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Industrieroboter- und Anlagenbauer Kuka AG hat im ersten Halbjahr die ersten Einsparungen aus dem umfassenden Sparprogramm realisiert. Zugleich kündigte der MDAX-Konzern am Dienstag weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Ausgaben an. Unter anderem werden die Augsburger Arbeitsplätze abbauen.

Per Ende Juni hat die Kuka AG rund 23 Mio EUR eingespart. "Der Großteil der zu erwartenden Einsparungen ist jedoch in der zweiten Jahreshälfte 2009 zu erwarten, da etliche Maßnahmen erst im Laufe des ersten Halbjahres 2009 begonnen haben", heißt es im Zwischenbericht.

Bereits Ende 2008 hatte das Unternehmen auf die Krise in der Autoindustrie, der wichtigsten Abnehmerbranche, reagiert und ein umfassendes Kostensenkungsprogramm gestartet. Im April forcierte Kuka den Sparkurs dann, unter anderem wurde die Zahl der Zeitarbeiter deutlich reduziert. Insgesamt sollen mit den bisher eingeleiteten Maßnahmen etwa 70 Mio EUR eingespart werden. Zu den damit verbundenen Kosten äußerte sich das Unternehmen bislang nicht.

Nun will Kuka den Rotstift noch stärker ansetzen: Neben den bereits getroffenen Maßnahmen im Rahmen des mehrstufigen Programms zur Kostenreduzierung werde sich das Unternehmen für die Jahre 2010 bis 2012 nachhaltig aufstellen. "Strukturen, Prozesse, Kapazitäten und Produkte müssen an die dramatisch veränderten Rahmenbedingungen und an die neuen Märkte angepasst werden", hieß es im Halbjahresbericht.

Es werde ein "systematischer Transformationsprozess" eingeleitet, der dann auch mit einem Abbau von Arbeitsplätzen einhergehen werde. "Dieser Prozess soll vor allem mit sozialverträglichen Lösungen umgesetzt werden". Details wurden bislang nicht bekannt.

Die neuerliche Verschärfung des Sparprogramms kommt kaum überraschend. Vorstandsvorsitzender Horst J. Kayser hatte bereits vor einigen Monaten erklärt, dass die bis dato ergriffenen Maßnahmen wohl nicht ausreichen, um die Auswirkungen der Wirtschaftsflaute abzufedern. Kayser hatte noch im Frühjahr betont, bei allen Sparbemühungen seien Kündigungen und Standortschließungen das letzte aller Mittel. Bisher hieß es von Kuka, dass es zumindest 2009 keine Entlassungen geben wird. Die Augsburger beschäftigten per Ende Juni rund 5.900 Mitarbeiter.

Die Flaute in der kriselnden Autobranche, in der Kuka rund 70% der Einnahmen generiert, haben dem Anlagen- und Roboterbauer in den vergangenen Monaten schwer zu schaffen gemacht. Im ersten Halbjahr 2009 brachen die Einnahmen um knapp ein Viertel ein, sowohl operativ als auch netto schlug ein deutlicher Verlust zu Buche. Auch in den Auftragsbüchern hinterließ die Krise tiefe Spuren: Die Neuaufträge sanken um mehr als ein Drittel.

Auf Sicht ist kaum Besserung zu erwarten: Für 2009 rechnet Kuka angesichts der Wirtschaftsflaute und hohen Restrukturierungskosten mit operativ roten Zahlen. Vorstandsvorsitzender Kayser rechnet frühestens im zweiten Halbjahr 2010 mit einer wirklichen Nachfragebelebung bei den wichtigsten Kunden.

Webseite: www.kuka-ag.de - Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 - (0)69 297 25 114; automotive.de@dowjones.com DJG/ncs/smh Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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