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27.04.2009

UPDATE: Kuka will Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken

(NEU: Sprecheraussagen, Marktreaktionen)

(NEU: Sprecheraussagen, Marktreaktionen)

Von Olaf Ridder

DOW JONES NEWSWIRES

AUGSBURG (Dow Jones)--Die Wirtschaftskrise macht aus Sicht des Industrieroboterherstellers Kuka Zugeständnisse der Belegschaft erforderlich. Der Augsburger Konzern meldete am Montag einen nahezu halbierten Auftragseingang im ersten Quartal und führt mit dem Betriebsrat nunmehr Gespräche über Kurzarbeit sowie Anpassungen bei den Löhnen und den Kapazitäten.

Vorstandsvorsitzender Horst J. Kayser erklärte, die Forcierung der Sparbemühungen solle helfen, "uns vor der letzten Konsequenz betriebsbedingter Kündigungen so lange wie möglich zu schützen." Bereits Ende 2008 war ein Programm zur Senkung der Kosten im laufenden Jahr um 50 Mio EUR aufgelegt worden. Jetzt werde nach Wegen gesucht, weitere Einsparungen zu erzielen.

Zum Ausmaß der eventuellen Kurzarbeit wollte sich Kuka nicht äußern. Ein Sprecher sagte, er wolle den Verhandlungen nicht vorgreifen, zeigte sich aber zuversichtlich, dass es bis zur Vorlage des Zwischenberichts zum ersten Quartal am 12. Mai eine Einigung gibt.

Nach vorläufigen Zahlen summierten sich die Neuaufträge von Januar bis März auf etwa 214 (Vorjahr: 404,3) Mio EUR. Auch der Umsatz sank im ersten Quartal auf etwa 227 Mio EUR. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war noch ausgeglichen. Vor einem Jahr waren noch Einnahmen von 280,2 Mio EUR und ein EBIT von 15,8 Mio EUR verbucht worden.

In den Zahlen spiegele sich die zurückhaltende Nachfrage der Kunden sowohl im Bereich Automotive als auch im Bereich General Industry auf Grund der weltweiten Rezession wider, erklärte Kuka. Den Anlegern stellte Kuka für das Jahr 2009 dennoch ein ausgeglichenes bis leicht positives EBIT und einen positiven Free Cash-flow in Aussicht.

Für den Aktienmarkt kamen die Schwierigkeiten überraschend. Umsatz und EBIT lägen unter den Prognosen, sagte ein Händler: "Nun müssen Gewinnschätzungen runter." Die Analysten von equinet bezeichneten die Zahlen und den Ausblick als dramatisch schwach. Vor dem Hintergrund des Auftragsbestandes von 542 Mio EUR zum Jahresende sei der Rückgang des Umsatzes so nicht zu erwarten gewesen.

Die Kuka-Aktie startete mit einem Minus von 6,3% in die neue Woche. Gegen 9.50 Uhr notiert sie mit 7,8% im Minus bei 10,18 EUR.

Als Reaktion auf den weltweiten Abschwung hatte das MDAX-Unternehmen bereits Ende 2008 ein Kostensenkungsprogramm auf den Weg gebracht, das im laufenden Jahr Einsparungen von 50 Mio EUR bringen soll. Jetzt werde nach Wegen gesucht, weitere Einsparungen zu erzielen. Auch hierzu wollte sich der Firmensprecher nicht näher äußern.

Mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt der Konzern nicht nur die Einführung von Kurzarbeit, sondern auch eine Verschiebung von Tariferhöhungen, eine Überprüfung des Weihnachts- und des Urlaubsgeldes und die Anpassung von Kapazitäten.

Webseite: http://www.kuka.com/ -Von Olaf Ridder, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111, unternehmen.de@dowjones.com DJG/rio/jhe

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