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26.06.2007

UPDATE: Kurs von BAe bricht nach Ermittlungen in den USA ein

(Neu: Details, Hintergründe, Marktreaktion und Analysteneinschätzung)

(Neu: Details, Hintergründe, Marktreaktion und Analysteneinschätzung)

Von Elena Berton

Dow Jones Newswires

LONDON (Dow Jones)--Gegen die BAe Systems plc, London, wird in den USA wegen Verdachts auf Verstoßes gegen Antikorruptionsgesetze ermittelt. Wie der britische Rüstungskonzern am Dienstag mitteilte, hat das US-Justizministerium formell eine Untersuchung im Hinblick auf die Umsetzung der Antikorruptionsbestimmungen eingeleitet. Davon seien auch die Geschäfte des Unternehmens mit Saudi Arabien betroffen.

Nach Bekanntwerden der US-Ermittlungen fiel der BAe-Aktienkurs zu Handelsbeginn zunächst um 6%. Bis 9.30 Uhr gab der Kurs in London in einem insgesamt festeren Gesamtmarkt weiter um 7,2% auf 410 Pence nach. Andrew Gollan, Analyst bei Numis Securities, erwartet, dass die Unsicherheit im Zuge der Untersuchung auch weiterhin den Aktienkurs belasten wird.

Die Gesellschaft steht im Zentrum einer Kontroverse, seit britische Behörden eine Untersuchung bezüglich eines Waffengeschäfts mit Saudi Arabien fallen ließen. Das britische Verfahren über mutmaßliche Schmiergeldzahlungen an hohe Vertreter Saudi-Arabiens war im vergangenen Dezember auf Geheiß der britischen Regierung eingestellt worden war. Premierminister Tony Blair hatte die Intervention mit nationalen Sicherheitsinteressen und der Gefahr eines schweren Schadens für die britisch-saudischen Beziehungen begründet.

Die Nachricht der US-Ermittlungen fällt auf den letzten Tag von Blair als Premierminister von Großbritannien. Die US-Regierung hatte sich zuvor über die Entscheidung der britischen Regierung beschwert, eine offizielle Untersuchung der BAe-Geschäfte mit der saudischen Königsfamilie durch das Betrugsdezernat abzusagen.

Die möglichen geschäftlichen Auswirkungen schätzt Analyst Gollan für BAe aber als eher gering ein. Was auch immer die Ermittlungen zu Tage förderten, es dürfte das zukünftige Geschäft von BAe in den USA nicht wesentlich beeinflussen. "Es gibt klare Zeichen der US-Regierung, dass sie sich bei Geschäften mit BAe wohl fühlen", so der Marktbeobachter weiter.

BAe strebt eine Übernahme des Panzerfahrzeugherstellers Armor Holdings Inc mit Sitz in Florida für 4,1 Mrd USD an und hatte die US-Behörden um Genehmigung ersucht. Das US-Finanzministerium entschied bereits, die Transaktion beeinträchtige keine Sicherheitsbelange. Die Kartellrechtliche Absegnung durch das Justizministerium steht aber noch aus.

Britische Medien hatten zuvor im Juni berichtet, BAe habe unrechtmäßige Schmiergelder an Mitglieder der saudischen Königsfamilie bezahlt. Die Vergütungen hätten im Zusammenhang mit einem Flugzeuggeschäft über 43 Mrd GBP aus dem Jahre 1985 gestanden.

Die Gesellschaft hatte die Anschuldigungen zurückgewiesen. Prinz Bandar bin Sultan, der frühere Botschafter in den USA und heutige Leiter des nationalen Sicherheitsrates in Saudi Araben, hatte ebenfalls verneint, im Zuge des Geschäfts 1 Mrd GBP erhalten zu haben.

Webseite: http://www.baesystems.com

-Von Elena Berton, Dow Jones Newswires; + 49 (0)69 - 29 725 104

unternehmen.de@dowjones.com

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