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02.05.2007

UPDATE: Leoni-EBIT stagniert im 1. Quartal erwartungsgemäß

(NEU: Sparten-Ergebnisse, Details)

(NEU: Sparten-Ergebnisse, Details)

Von Matthias Krust

Dow Jones Newswires

NÜRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat im ersten Quartal trotz eines höheren Umsatzes erwartungsgemäß einen nur stagnierenden Gewinn ausgewiesen. Während die Erlöse um 23% auf 586,5 Mio EUR zulegten, blieb das EBIT mit 34,0 EUR stabil, teilte das Nürnberger Unternehmen am Mittwoch mit. Der Jahresüberschuss nahm aufgrund einer um 5% verringerten Steuerquote auf 20,7 Mio EUR zu. Damit erfüllte der Kabelspezialist die Markterwartungen. Auf Jahressicht bekräftigte das Unternehmen die Umsatz- und Gewinnprognosen.

Die Leoni AG begründete die Gewinnentwicklung mit den deutlich intensivierten Entwicklungsaktivitäten zur Vorbereitung neuer Aufträge in der Bordnetzsparte. Dabei handele es sich um umfangreiche Neu- und Folgeprojekte für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie mit einem Gesamtvolumen von 3,4 Mrd EUR, die ab 2008 wirksam werden und in den Jahren 2010 und 2011 zu zusätzlichen Umsätzen von rund 400 Mio EUR pro Jahr führen, kündigte das Unternehmen an.

Dazu würden die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten intensiviert und verschiedene Standorte in Asien, Lateinamerika und Nordafrika auf- bzw umgebaut, hieß es weiter. Im ersten Quartal stiegen die F&E-Aufwendungen im Konzern um 39% auf 14,7 Mio EUR. Der Vorstandsvorsitzende Klaus Probst hatte bereits vor kurzem auf der Bilanz-Pressekonferenz auf die früher als üblich anfallenden Belastungen hingewiesen und 2007 als Übergangsjahr bezeichnet.

Für das laufenden Jahr hat der Konzern eine Umsatzsteigerung "im mittleren einstelligen Prozentbereich" (Vorjahr 2,11 Mrd EUR) angekündigt. Aufgrund der beschriebenen Belastungen wird allerdings mit einem rückläufigen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen gerechnet: Das EBIT werde bei 120 Mio bis 125 (Vorjahr 130,2) Mio EUR liegen. Dabei sind laut Leoni die Vorleistungen bei den Bordnetzen bereits berücksichtigt. Mögliche Akquisitionen seien nicht enthalten. Im Jahr 2008 soll es wieder einen "spürbaren Ergebnisanstieg" geben.

Die nun vorgelegten Gewinnkennzahlen für das erste Quartal entsprachen den Markterwartungen. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten mit einem EBIT von 34,0 (Vorjahr 34,0) Mio EUR und einem Jahresüberschuss von 20,2 (20,0) Mio EUR gerechnet. Dagegen fiel der Umsatz von Leoni höher aus als von den Analysten geschätzt. Diese hatten lediglich 538 (476,9) Mio EUR veranschlagt. Die Vorjahreszahlen waren aufgrund der Umstellung auf die Internationalen Bilanzierungsstandards IFRS nachträglich angepasst worden.

Der Umsatz des im MDax notierten Unternehmens stieg im ersten Quartal um 109,6 Mio EUR. Davon stammen 43% aus organischem Wachstum, 29% steuerten Zukäufe wie der Kabelspezialist Studer bei, der im Quartal erstmals konsolidiert wurde. Auf den kräftig gestiegenen Kupferpreis entfielen 28%.

Die Umsatzrendite ging bei steigendem Umsatz und stagnierenden Gewinn auf 5,8% von 7,2% zurück. Leoni selbst hat sich eine durchschnittliche Umsatzrendite von 7% zum Ziel gesetzt, vor kurzem aber deutlich gemacht, dass diese Messlatte bei bestehendem Kupferpreisniveau nicht zu erreichen sei. Weil der Kabelspezialist den Kupferpreis normalerweise direkt an die Kunden weiterreicht und dafür kein Gewinn anfällt, sorgen steigende Notierungen des roten Metalls für eine Verwässerung der Umsatzrendite. Auf diese Weise war bereits 2006 die Umsatzmarge auf 6,2% von 6,6% verwässert worden.

Die Bordnetz-Sparte steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 9% auf 262,8 Mio EUR (242,0). Das EBIT ging dagegen wegen der F&E-Kosten, die Leoni mit 4 Mio EUR bezifferte, auf 16,8 Mio von 17,9 Mio EUR zurück. Für das laufende Jahr prognostizierte Leoni für die Bordnetze einen etwas niedrigeren Umsatz (Vorjahr 954,2 Mio EUR) und ein rückläufiges EBIT (61,8 Mio EUR).

Der Unternehmensbereich Draht & Kabel verzeichnete ein Umsatzplus von 38% auf 323,7 (234,9) Mio EUR. Das organische Wachstum steuerte 29,5 Mio EUR bei. Auf die neuen Tochtergesellschaften entfielen 32,2 Mio EUR. Der Kupferpreis schlug mit 27,1 Mio EUR zu Buche. Das EBIT belief sich auf 16,6 (16,3) Mio EUR. Leoni begründete die Stagnation mit den Kosten für einen neuen Standort in Nordrhein-Westfalen, der im zweiten Quartal die Produktion aufnehmen werde. Dort sollen Hochtemperaturkabel gefertigt werden, von denen sich Leoni starkes Wachstum verspricht.

Im aktuellen Geschäftsjahr werde die Sparte ihren Aufwärtstrend fortsetzen und ein Umsatzplus im oberen einstelligen Prozentbereich erzielen (2006: 668,6 Mio EUR). Das Sparten-Ergebnis dürfte Leoni zufolge mindestens auf dem Rekordwert des Vorjahres liegen, als das EBIT 67,6 Mio EUR betragen hatte.

Webseite: http://www.leoni.com

-Von Matthias Krust, Dow Jones Newswires; +49 (0)711 - 22874 12,

matthias.krust@dowjones.com

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