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02.08.2007

UPDATE: Leoni hebt Jahresprognose an

(NEU: Details, Hintergrund, Schluss-Kurs Vortag)

(NEU: Details, Hintergrund, Schluss-Kurs Vortag)

Von Michael Brendel

Dow Jones Newswires

NÜRNBERG (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni hat aufgrund eines besser als erwartet verlaufenen zweiten Quartals seine Jahresprognose angehoben. Der Konzernumsatz werde bei rund 2,3 (Vorjahr: 2,1) und das EBIT auf Vorjahreshöhe bei rund 130 Mio EUR erwartet, teilte das Nürnberger Unternehmen am Donnerstag mit. Zuvor hatte Leoni ein Umsatzwachstum "im mittleren einstelligen Prozentbereich" sowie ein EBIT von 120 Mio bis 125 Mio EUR in Aussicht gestellt. Der Konzern-Nettogewinn werde voraussichtlich auf einen neuen Höchstwert von rund 83 Mio EUR klettern, hieß es.

Im zweiten Quartal wurden die Schätzungen des Marktes leicht übertroffen. Allerdings entwickelte sich der Gewinn aufgrund hoher Vorleistungen unterproportional zum Umsatz. Während die Erlöse um 15% auf 590,5 Mio EUR zulegten, blieb das EBIT mit einem Wachstum von 10% auf 35,2 Mio EUR hinter dieser Entwicklung zurück. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Mittel aber nur mit einem Umsatzwachstum von 581 Mio EUR bei einem EBIT von 33,5 Mio EUR gerechnet.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden wie schon in den ersten drei Monaten intensiviert und verschiedene Standorte in Asien, Lateinamerika und Nordafrika auf- bzw umgebaut. Von April bis Juni stiegen die F&E-Aufwendungen im Konzern auf 13,8 (11,2) Mio EUR. Der Vorstandsvorsitzende Klaus Probst hatte vor einigen Monaten auf die früher als üblich anfallenden Belastungen hingewiesen und 2007 als Übergangsjahr bezeichnet.

Im Jahr 2008 soll es früheren Angaben zufolge wieder einen "spürbaren Ergebnisanstieg" geben.

Der Umsatz des im MDAX notierten Unternehmens stieg den Angaben zufolge im ersten Halbjahr damit um 19% auf 1,18 Mio EUR. Davon stammen 38% aus organischem Wachstum, weitere 38% steuerten Zukäufe wie der Kabelspezialist Studer bei. Die restlichen 24% trugen den Angaben zufolge höhere Kupferpreise bei.

Da das EBIT in den ersten sechs Monaten nur um 5% auf 69,2 Mio EUR kletterte, sank die Umsatzrendite auf 5,9% (6,7%). Leoni selbst hat sich eine durchschnittliche Umsatzrendite von 7% zum Ziel gesetzt, in der Vergangenheit aber deutlich gemacht, dass diese Messlatte bei bestehendem Kupferpreisniveau nicht zu erreichen sei. Weil der Kabelspezialist den Kupferpreis normalerweise direkt an die Kunden weiterreicht und dafür kein Gewinn anfällt, sorgen steigende Notierungen des roten Metalls für eine Verwässerung der Umsatzrendite. Auf diese Weise war bereits 2006 die Umsatzmarge verwässert worden.

Die Bordnetz-Sparte steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 4% auf 507 Mio EUR. Das EBIT ging dagegen wegen der höheren F&E-Kosten auf 30,6 Mio nach 35,1 Mio EUR zurück. Für das laufende Jahr hatte Leoni für die Bordnetze bereits einen etwas niedrigeren Umsatz (Vorjahr 954,2 Mio EUR) und ein rückläufiges EBIT (61,8 Mio EUR) avisiert.

Der Unternehmensbereich Draht & Kabel verzeichnete ein Umsatzplus von 33% auf 670 Mio EUR. Das organische Wachstum steuerte 58 Mio EUR bei. Auf die neuen Tochtergesellschaften entfielen 72 Mio EUR. Der Kupferpreis schlug mit 37 Mio EUR zu Buche. Das EBIT habe sich auf 40,2 Mio EUR entsprechend einem Plus von 30% belaufen.

Am Vortag hatte die Leoni-Aktie mit einem Minus von 0,6% bei 35,85 EUR geschlossen.

Webseite: http://www.leoni.com -Von Michael Brendel, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3115, michael.brendel@dowjones.com

DJG/mbr/roa

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