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04.11.2008

UPDATE: Leoni senkt wegen Absatzflaute erneut Prognose

(NEU: Mit Quartalszahlen) Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Mit Quartalszahlen) Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES

NÜRNBERG (Dow Jones)--Der Nürnberger Automobilzulieferer Leoni AG hat angesichts der Absatzflaute der Branche und der angekündigten Produktionsstopps bei vielen Autobauern erneut seine Ziele für das laufende Jahr gesenkt. In Erwartung eines heftigen Nachfrageeinbruchs im Schlussquartal würden in den Fabriken weltweiten zunächst Überstunden und Urlaubszeiten abgebaut, erklärte der MDAX-Konzern am Dienstagabend. Sollten die Bänder bei den Autoherstellern jedoch länger stillstehen, sei auch ein Personalabbau nicht ausgeschlossen.

Bereits im dritten Quartal hinterließ die sich abschwächende Konjunktur erste Bremsspuren bei Leoni. Zwar stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal dank der Zukäufe noch um 24% auf knapp 735 Mio EUR und damit stärker als von Analysten erwartet. In den ersten neun Monaten kletterten die Einnahmen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um knapp ein Drittel auf 2,3 Mrd EUR.

Die infolge des gesunkenen Kupferpreises notwendige Abwertung der Lagerbestände drückte jedoch den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um mehr als ein Drittel auf 24 Mio EUR. Von Januar bis September wies Leoni ein EBIT von 95,7 Mio EUR aus, nach 110,6 Mio EUR im Vorjahreszeitraum. Als Grund für den Gewinnrückgang nannte das Unternehmen auch Neubewertungseffekte aus Zukäufen.

Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn des Kabelbaum-Spezialisten von Juli bis September um fast zwei Drittel auf knapp 10 Mio EUR zusammen. Das war deutlich weniger als von Analysten erwartet. In den ersten neun Monaten sank der Gewinn nach Anteilen Dritter auf 55,6 Mio EUR nach 71,5 Mio EUR im Vorjahreszeitraum.

Im vierten Quartal erwartet Leoni einen Nachfrageeinbruch um ein Viertel im Vergleich zum Niveau der ersten drei Quartale. Zahlreiche Autobauer wie Opel, Daimler oder BMW halten die Bänder bis zu mehreren Wochen an, um nicht auf Halde zu produzieren. Die Flaute schlägt mit voller Wucht auch auf die Zulieferer durch. Unternehmen wie der Weltmarktführer Bosch, die Hannoveraner Continental, ElringKlinger oder Rheinmetall haben sich bereits von ihren ursprünglichen Jahreszielen verabschiedet.

Durch die sinkende Nachfrage der Automobilkonzerne erwarte Leoni bis zum Jahresende nur noch ein Jahresumsatz von rund 2,9 Mrd EUR, erklärte der Automobilzulieferer. Bisher waren die Nürnberger von Einnahmen von mehr als 2,9 Mrd EUR ausgegangen, vor der ersten Gewinnwarnung waren sogar von mindestens 3 Mrd EUR gewesen.

Vor Zinsen und Steuern werde das Ergebnis (EBIT) im Gesamtjahr nur noch circa 95 Mio EUR betragen statt den bisher angepeilten 110 bis 120 Mio EUR, erklärte Leoni weiter. Ursprünglich war der Kabelbaum-Spezialist sogar von rund 140 Mio EUR ausgegangen. Der Hersteller von Drähten, Kabeln und Bordnetz-Systemen hatte bereits Mitte Oktober schon einmal seine Ziele für das Gesamtjahr gesenkt. Nun schlägt sich auch die Abwertung der Kupferbestände auf das Ergebnis nieder.

Webseite: http://www.leoni.com/ -Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 112; katharina.becker@dowjones.com DJG/kat/jhe

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