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17.04.2009

UPDATE: Leoni wartet weiter auf Licht am Ende des Tunnels

(NEU: Weitere Details, Hintergrund, Aktienkurs)

Von Nico Schmidt

DOW JONEWS NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der von der Krise in der Autoindustrie in Mitleidenschaft gezogene Zulieferer Leoni wartet weiter auf eine Besserung der Lage. "Wir warten weiter auf Licht am Ende des Tunnels", sagte ein Sprecher des Nürnberger Kabel- und Bordnetzspezialisten am Freitag. Der März habe sich ähnlich schwach entwickelt wie die ersten beiden Monate des Jahres 2009.

Für die Monate Januar und Februar hatte der MDAX-Konzern auf der Bilanzpressekonferenz im März einen Umsatzrückgang von 40% ausgewiesen. Die Lage habe sich seither nicht wesentlich verbessert, sagte der Unternehmenssprecher nun. Das Einnahmenminus im März - und somit auch im ersten Quartal - dürfte daher in einer ähnlichen Größenordnung liegen.

Definitive Zahlen nannte das Unternehmen nicht und verwies auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen am 11. Mai. Auf der Bilanzpressekonferenz hatte das Leoni-Management für das erste Quartal vor dem Hintergrund der schwachen Geschäftsentwicklung zum Jahresauftakt einen deutlichen operativen Verlust in Aussicht gestellt.

Während sich das Geschäft in einigen Sektoren zuletzt etwas verbessert habe, sei das Geschäft mit der Automobilindustrie weiter schwach verlaufen, so der Leoni-Sprecher. Auch die Signale der Kunden aus der Autoindustrie seien nicht optimistischer geworden. Es gebe daher keine Zeichen, dass das Schlimmste schon überstanden sei. "Wir warten weiter auf Licht am Ende des Tunnels".

Seriöse Aussagen zur zukünftigen Entwicklung hält der Leoni-Sprecher daher zum jetzigen Zeitpunkt für "absolut nicht möglich" und "unseriös". Solange die wichtigsten Kunden aus der Autoindustrie keine Zielwerte abgäben, sei dies auch für Leoni nicht möglich.

Bereits auf der Bilanzpressekonferenz waren der Leoni-Führung keine konkreten Planziele für 2009 zu entlocken gewesen. Es hieß lediglich, dass mit einem deutlichen Umsatzrückgang und Einbußen beim operativen Ergebnis gegenüber 2008 zu rechnen sei. Sollte sich der Markt im Jahresverlauf erholen und der Umsatz auf Jahressicht um lediglich 20% bis 25% schrumpfen, will Leoni die operative Gewinnschwelle erreichen.

Der Autozulieferer, der rund 70% seiner Umsätze mit Aufträgen aus der kriselnden Automobilindustrie generierte, will im Laufe des Jahres 2009 weiter 10% der rund 4.300 in Deutschland angesiedelten Stellen abbauen. Rund ein Drittel der Stellenkürzungen sind laut Aussage des Sprechers bereits eingeleitet worden.

Leoni hatte bereits im Herbst 2008 ein umfassendes Sparprogramm eingeleitet, in dessen Zuge die weltweite Belegschaft deutlich reduziert wurde: Beschäftigte Leoni Ende September noch rund 53.500 Menschen, sank die Mitarbeiterzahl per Ende 2008 auf noch knapp 51.000. Der Automobilzulieferer weitete angesichts eines deutlichen Gewinneinbruchs das Sparprogramm zu Jahresprogramm nochmals deutlich aus. Per Ende März lag die Mitarbeiterzahl nur noch bei etwa 46.000.

Am Markt sorgte die Nachrichten für einen kurzzeitigen Kursverlust der Leoni-Aktie: Der MDAX-Wert verlor rund 3,5%, erholte sich im Handelsverlauf aber wieder und schloss bei 10,25 EUR - und damit etwa 3,6% im Plus. Händler begründeten die Kurserholung damit, dass die Erwartung eines deutlichen Umsatzrückgangs im ersten Quartal keine wirkliche Überraschung gewesen sei.

Webseite: http://www.leoni.com - Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 - (0)69 297 25 111, nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/kla Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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