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02.08.2010

UPDATE: Linde lässt Krise hinter sich und peilt 2010 Rekordergebnis an

(NEU: Weitere Aussagen aus dem Quartalsbericht, Analystenstimmen, Aktienkurs)

(NEU: Weitere Aussagen aus dem Quartalsbericht, Analystenstimmen, Aktienkurs)

Von Heide Oberhauser-Aslan DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Gase- und Anlagenbaukonzern Linde hat seinen Erholungskurs im zweiten Quartal deutlicher fortgesetzt als erwartet. Im Vorjahresvergleich erzielte der Münchner DAX-Konzern kräftige Umsatz- und überproportionale Ergebniszuwäche und übertraf damit klar die Analystenerwartungen. Auch im Vergleich zum ersten Quartal 2010 fielen die Zahlen besser aus.

Vor dem Hintergrund der guten Ergebnisse bekräftigte die Linde AG am Montag auch ihre Jahresprognosen. Im Gesamtjahr 2010 sollen Umsatz und operatives Konzernergebnis demnach weiter steigen. Linde sei auf gutem Weg, das operative Konzernergebnis überproportional zu verbessern und dabei das Rekordjahr 2008 zu übertreffen, erklärte das Unternehmen. 2008 war ein operatives Konzernergebnis von 2,555 Mrd EUR erzielt worden.

Profitieren konnte Linde im Quartal von einer weiter ansteigenden Nachfrage und positiven Effekten aus dem Kostensenkungsprogramm "HPO". Das operative Ergebnis legte um 33,4% auf 755 Mio EUR zu, von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Mittel mit 672 Mio EUR gerechnet. Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter verbesserte sich der Gewinn um 85,7% auf 247 Mio EUR, geschätzt wurden 211 Mio EUR. Die operative Marge kletterte im Quartal auf 23,5% von 20,4% im Vorjahr. Der Umsatz verbesserte sich um 15,4% auf 3,210 Mrd EUR; prognostiziert wurden 3,018 Mrd EUR.

Deutlich positiv hat sich die größte Sparte, die Gase-Division, entwickelt. Nach Linde-Angaben hat sich die Markterholung in der internationalen Gaseindustrie im Zuge der verbesserten gesamtwirtschaftlichen Lage im zweiten Quartal weiter verfestigt. Von diesen positiven Rahmenbedingungen habe Linde profitiert. Der Umsatz der Gase-Division kletterte auf 2,591 Mrd von 2,193 Mrd EUR. Wie Linde erläuterte, haben sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im zweiten Quartal in allen Regionen weiter verbessert.

Das operative Ergebnis der Sparte wuchs überproportional auf 712 Mio EUR; im Vorjahreszeitraum waren 592 Mio EUR erzielt worden. Die operative Marge der Gase-Sparte stieg auf 27,5% von 27%. Die Stärkung der Ertragskraft resultiere im Wesentlichen aus positiven Effekten des Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramms "HPO", hieß es.

Mit dem Programm will Linde seine Bruttokosten bis 2012 um 650 Mio bis 800 Mio EUR senken. 2009 waren bereits mehr als 300 Mio EUR mit dem Programm eingespart worden. 2010 sollen die Einsparungen tendenziell niedriger als im Vorjahr ausfallen, hatte Linde erklärt.

Auch im Gesamtjahr will Linde im Geschäftsbereich Gase Umsatz und Ergebnis steigern. Dabei erwarte das Unternehmen nach wie vor, beim operativen Ergebnis das Rekordniveau aus dem Jahr 2008 von 2,417 Mrd EUR zu übertreffen.

Erfreulich verlief das zweite Quartal für Linde auch in der kleineren Sparte, der Engineering Division. In der Sparte mehrten sich die Anzeichen für eine Belebung der Investitionstätigkeit, hieß es. Hier wuchs der Umsatz im Quartal leicht auf 578 Mio von 564 Mio EUR im Vorjahr. Das operative Ergebnis legte deutlich auf 72 (45) Mio EUR zu. Die operative Marge habe 12,5% (8%) erreicht und damit die Zielmarke für diese Sparte von 8% bereits deutlich übertroffen, erläuterte das Unternehmen. Diese deutliche Margensteigerung sei auf die erfolgreiche Abwicklung einzelner Projekte zurückzuführen.

Auch im Gesamtjahr will Linde bei der operativen Marge der Engineering-Division die Zielgröße von 8% weiterhin übertreffen. Die im zweiten Quartal erzielte hohe Marge von 12,5% lasse sich jedoch nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen, sagte ein Linde-Sprecher. Der Spartenumsatz soll mindestens auf dem Niveau des Vorjahres von 2,311 Mrd EUR liegen.

Analysten sprachen von über den Erwartungen liegenden Zahlen bei Linde. Die Gase-Division habe ihr organisches Wachstum beschleunigt, erklärten Analysten der LBBW. Die Engineering Division habe kräftige Gewinne gezeigt. Besonders positiv sei die Margenverbesserung im Gasegeschäft auf 27,5% von 27,0% zu bewerten, kommentiert Lutz Grüten, Analyst bei Kepler Capital Markets, die Zweitquartalszahlen. Darüber hinaus habe das Unternehmen sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Ergebnisseite die Markterwartungen deutlich übertroffen.

Auch Anleger honorierten die guten Zahlen. Die Linde-Aktie lag um 10.27 Uhr mit 3,7% im Plus und notierte bei 93,31 EUR. Das Papier war damit einer der stärksten Gewinner im DAX.

Webseite: www.linde.com -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires +49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/brb

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