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16.03.2009

UPDATE: Linde verschiebt Mittelfristziele

(NEU: Details)

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Von Natali Schwab

DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Gase- und Engineeringkonzern Linde AG wird seine Mittelfristziele für 2010 angesichts der weltwirtschaftlichen Unsicherheiten nicht wie geplant erreichen können. Ursprünglich hatte Linde eine ROCE von 13% und ein operatives Konzernergebnis von mindestens 3 Mrd EUR angestrebt. Diese würden nun erst später erreicht, teilte das Unternehmen mit Sitz in München am Montag mit.

2008 lag die ROCE bei 12,4% (10,3%). Das operative Konzernergebnis erhöhte sich auf 2,555 (2,424) Mrd EUR. Das Nachsteuerergebnis nach Minderheiten sank wie bereits bekannt auf 4,27 (5,77) EUR je Aktie. Bereinigt stieg der Gewinn je Aktie auf 5,46 (5,02) EUR. Linde will ihren Aktionären eine höhere Dividende von 1,80 (1,70) EUR zahlen.

Für 2009 erteilte Linde einer konkreten Prognose eine Absage. "Aus heutiger Sicht ist es immer noch möglich, dass der Konzernumsatz und das Konzernergebnis leicht über oder auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Wir müssen aber auch einen Rückgang einkalkulieren", sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle.

Linde sei nicht immun gegen die weltweite Rezession. Um unter den schwierigen Rahmenbedingungen den Kurs weiter halten zu können, werde der Gase- und Engineeringkonzern mit Sitz in München sein Programm zur nachhaltigen Prozessoptimierung und Produktivitätssteigerung beschleunigt umsetzen.

Linde hatte bereits zu Beginn des Jahres 2008 ein neues Programm mit Namen HPO (High Performance Organisation) zur Effizienzsteigerung eingeleitet. HPO soll in den kommenden vier Jahren - ab dem laufenden Geschäftsjahr 2009 - zu einer Bruttokostensenkung von insgesamt 650 Mio bis 800 Mio EUR führen.

Im Rahmen des Programms werde Linde zum Beispiel in den Bereichen IT und Einkauf deutliche Einsparungen erzielen, hieß es. HPO folge direkt auf das Synergieprogramm aus der Akquisition des britischen Unternehmens BOC im Jahr 2006. Es sei Lindes Ziel, die auf Basis dieses Programmes angestrebten Kostensynergien von 250 Mio EUR jährlich im Geschäftsjahr 2009 erstmals vollständig zu realisieren.

In der Division Gases wolle sich Linde 2009 trotz der im laufenden Jahr zu erwartenden Nachfrageschwäche besser entwickeln als der Markt und die Produktivität weiter steigern. Die Szenarienplanung für 2009 reiche in der Sparte von einem leichten Umsatz- und Ergebnisanstieg bis hin zu einem Umsatz- und Ergebnisrückgang.

2008 hatte die Gases Division den Umsatz um 3,3% auf 9,515 Mrd EUR erhöht. Währungsbereinigt lag das Plus den Angaben zufolge bei 9,3%. Das operative Ergebnis stieg um 4,5% auf 2,417 Mrd EUR. Währungsbereinigt wurde ein Wachstum von 9,6% erzielt.

Für die Division Engineering bilde der hohe Auftragsbestand "eine gute Grundlage für eine vergleichsweise stabile Geschäftsentwicklung" in den kommenden zwei Jahren, teilte Linde weiter mit. Allerdings müsse auch im internationalen Großanlagenbau mit Verschiebungen bei der Vergabe von Neuprojekten gerechnet werden.

In einem schwächeren Szenario gehe der Konzern davon aus, dass die neuen Auftragseingänge nicht ausreichen würden, um in dem Bereich 2009 das Umsatzniveau des Vorjahres erreichen zu können. Bei der operativen Marge hingegen bleibe ein Wert von 8% unverändert Lindes Zielgröße.

Linde erhöhte im Engineering-Geschäft 2008 den Umsatz um 9,7% auf 3,016 Mrd EUR, das operative Ergebnis stieg überproportional um 11,3% auf 267 Mio EUR. Dies entspricht einer operativen Marge von 8,9%.

Webseite: http://www.linde.com -Von Natali Schwab, Dow Jones Newswires; +49 (0)69-29725 119, consumer.de@dowjones.com DJG/nas/cbr Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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