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17.03.2010

UPDATE: Linde will 2010 Umsatz und op. Konzernergebnis steigern

(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens) Von Heide Oberhauser-Aslan DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens) Von Heide Oberhauser-Aslan DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Gase- und Anlagenbaukonzern Linde rechnet nach dem Krisenjahr 2009 für 2010 vor allem dank seiner gut gefüllten Projektpipeline im Gasegeschäft und weiteren Kosteneinsparungen wieder mit einer Steigerung von Umsatz und operativem Konzernergebnis. "Wir haben allen Grund, zuversichtlich nach vorne zu schauen", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Reitzle am Mittwoch in München. Das Unternehmen habe 2009 den Umsatz- und Ergebnisrückgang begrenzen können und die Produktivität trotz der weltweiten Wirtschaftskrise deutlich verbessert.

Gestützt werde der positive Ausblick durch die Gasedivison. In dem Segment erwartet das DAX-Unternehmen den weiteren Angaben zufolge 2010 ebenfalls einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Beim operativen Ergebnis soll hier das Rekordniveau aus dem Jahr 2008 übertroffen werden.

Zurückhaltender zeigte sich Linde für die kleinere Engineering-Division. Das Marktumfeld im internationalen Großanlagenbau sei im vergangenen Jahr von einer spürbaren Zurückhaltung bei der Vergabe von Neuprojekten geprägt worden, hieß es. Derzeit sei immer noch mit der Verschiebung von Neuprojekten zu rechnen.

Gleichzeitig sieht Linde aber auch Anzeichen für eine Belebung der Nachfrage in den vier großen Geschäftsfeldern Olefin-, Erdgas-, Luftzerlegungs- sowie Wasserstoff- und Synthesegas-Anlagen. Für 2010 rechnet der Konzern für die Engineering-Division mindestens mit einem Umsatz auf Vorjahreshöhe. Bei der operativen Marge bleibe der Wert von 8% unverändert die Zielgröße, hieß es.

2009 litt die Engineering-Division unter der Kundenzurückhaltung bei Großprojekten. Der Auftragseingang sank daher 2009 um 600 Mio auf 2,458 Mrd EUR. Der Auftragsbestand zum Jahresende blieb mit 4,215 Mrd EUR (Vorjahr: 4,436 Mrd EUR) dennoch auf hohem Niveau. Er sei die Grundlage für eine vergleichsweise stabile Geschäftsentwicklung in den kommenden zwei Jahren, erklärte der DAX-Konzern mit Sitz in München.

Seine Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Effizienz und Prozessoptimierung will Linde weiter fortführen. Unverändert sollen die Bruttokosten mit dem Programm HPO in den Jahren 2009 bis 2012 um 650 Mio EUR bis 800 Mio EUR gesenkt werden. Da das Programm beschleunigt gestartet sei, dürfte die Dynamik bei der Senkung der Kosten im Jahr 2010 tendenziell niedriger ausfallen, erklärte Linde.

Sollte sich die konjunkturelle Erholung verfestigen, will Linde Konzernumsatz und operatives Konzernergebnis auch 2011 verbessern.

Finanziell sieht sich Linde trotz der nach wie vor hohen Verschuldung gut gerüstet für die Zukunft. "Rund 95% unserer Finanzschulden werden erst nach dem Jahr 2010 fällig", erklärte Konzernchef Reitzle. "Die Kreditlinien, die uns zur Verfügung stehen, decken den Refinanzierungsbedarf mehr als ab".

Mit seinem hohen operativen Cashflow habe Linde außerdem eine Basis, um die Entwicklung des Konzerns aktiv zu gestalten. Im vergangenen Jahr konnte Linde die Nettofinanzschulden um 300 Mio EUR auf 6,12 Mrd EUR reduzieren.

Die Umsatz- und Ergebniszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr hatte der Konzern bereits am 4. März veröffentlicht. Danach lag der Konzernumsatz mit 11,21 Mrd EUR um 11,5% unter dem Vorjahr. Das operative Konzernergebnis fiel mit 2,385 Mrd EUR um 6,7% schwächer aus als 2009. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter ging auf 591 Mio EUR zurück, nach 717 Mio EUR im Vorjahr.

Im operativen Segment Westeuropa fiel der Umsatz 2009 aufgrund des Nachfragerückgangs und ungünstiger Währungseffekte in der Gasedivision um 8,9% auf 3,765 Mrd EUR. Das operative Ergebnis ging um 6,1% auf 1,05 Mrd EUR zurück. Die operative Marge verbesserte sich dank der Kostensenkungsmaßnahmen auf 27,9% (Vorjahr 27,1%).

Noch stärker um 10,2% auf 1,98 Mrd EUR fiel der Umsatz im operativen Segment Amerika. Beim operativen Ergebnis erreichte die Region dagegen mit 429 Mio EUR fast das Vorjahresniveau von 432 Mio EUR. Die operative Marge verbesserte sich daher deutlich auf 21,7 (Vorjahr 19,6)%. Auch hier konnte Linde den Angaben zufolge von Kostensenkungsmaßnahmen profitieren.

Vergleichsweise stabil blieb der Umsatz mit 1,836 (Vorjahr 1,936) Mrd EUR in der Region Asien & Osteuropa. Das operative Konzernergebnis lag mit 557 (Vorjahr 563) Mio EUR fast auf Vorjahreshöhe.

Webseite: www.linde.com - Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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