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15.12.2008

UPDATE: Lkw-Dreier-Allianz rückt nach MAN-VW-Deal wieder näher

(NEU: Mit Stellungnahme VW, Hintergrund) Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Mit Stellungnahme VW, Hintergrund) Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die lange auf Eis gelegte Lkw-Dreier-Allianz zwischen der MAN AG, Scania AB und der Volkswagen AG rückt wieder näher. Wie der Nutzfahrzeug- und Motorenbauer MAN am Montag mitteilte, übernehmen die Münchener im Januar das brasilianische Geschäft mit schweren Lkws und Bussen von VW im Wert von 1,175 Mrd EUR. Volkswagen behalte lediglich das Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen wie Transportern, erklärte Europas größter Automobilhersteller.

Die Wolfsburger, die rund 69% an dem schwedischen Lkw-Hersteller Scania und knapp 30% an MAN halten, streben seit langem eine Dreier-Allianz mit ihrer Lastwagen-Produktion in Brasilien an. Die Gespräche waren jedoch immer wieder ins Stocken geraten.

Mit rund 47.000 produzierten Lkw, Stadt- und Reisebussen im vergangenen Jahr ist VW der größte Lkw-Hersteller in Brasilien. "Es liegt auf der Hand, dass VW CO und MAN sehr gut zusammenpassen und über erhebliches Synergiepotenzial verfügen", erklärte der VW-Vorstandsvorsitzende, Martin Winterkorn. Mit dem Kauf will MAN seine Position im Wachstumsmarkt Brasilien ausbauen. "Mit dem neuen Teilkonzern und seiner starken Marktposition in Brasilien bekommt MAN Zugang zum wichtigen lateinamerikanischen Markt", erklärte der MAN-Vorstandsvorsitzende Hakan Samuelsson.

Die Münchener, die vor rund zwei Jahren erfolglos versucht hatten, den schwedischen Konkurrenten Scania zu übernehmen, standen der Dreier-Allianz stets aufgeschlossen gegenüber. Der Vorstandsvorsitzende der Konzernsparte MAN Nutzfahrzeuge, Anton Weinmann, hatte mittelfristig Einsparpotentiale von mindestens 500 Mio EUR für möglich gehalten. Der MAN- und VW-Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piech hatte auf der Hauptversammlung des Münchener Konzerns Ende April gesagt, die Synergien einer möglichen Allianz mit Volkswagen und Scania könnten bei einer neuen Generation von Lkw mit rund 1 Mrd EUR auch doppelt so hoch ausfallen.

Volkswagen versicherte am Montag, MAN werde das Lkw-Geschäft in Brasilien unter der Marke Volkswagen weiterführen. Auch der Firmensitz im brasilianischen Resende und die rund 5.000 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Webseiten: http://www.man.eu http://www.volkswagenag.com - Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112, katharina.becker@dowjones.com DJG/kat/kla Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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