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08.08.2007

UPDATE: Loewe-Premiumstrategie kostet im 1H Marktanteile

(NEU: Details, Aktienkurs)

(NEU: Details, Aktienkurs)

Von Jürgen Hesse

Dow Jones Newswires

KRONACH (Dow Jones)--Der Fernsehgerätehersteller Loewe hat im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang von 12% auf 73,1 Mio EUR verzeichnet, den Gewinn aber gesteigert. Der Marktanteil im wichtigen Segment der LCD-Fernseher ging angesichts der "wertorientierte Vermarktung" der Produkte auf 4% von 5% zurück, wie die Loewe AG mit Sitz in Kronach am Mittwoch mitteilte.

Das SDAX-Unternehmen will als Premiumhersteller die Preise aber weiterhin möglichst stabil halten. Der Loewe-Aktienkurs sank nach Vorlage des Quartalsberichtes am Mittwochvormittag um 0,8% auf 16,72 EUR.

Eine wesentliche Ursache für den Umsatzrückgang um 9% auf 155,1 Mio EUR in den ersten sechs Monaten 2007 war allerdings nicht die Premiumstrategie. Ein Grund waren die im Vorjahreszeitraum enthaltenen und nicht wieder angefallenen Umsätze mit Bildröhrengeräten- und OEM-TV-Lieferungen an Sharp von 11,4 Mio EUR.

Zudem hätten in Spanien Änderungen bei einem wichtigen Kunden zu einem Umsatzverlust von 7 Mio EUR geführt, teilte Loewe während einer Telefonkonferenz mit. Zusätzlich habe das Unternehmen im Vorjahreszeitraum von vorgezogenen Käufen durch die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland profitiert.

Trotz des Erlösrückgangs steigerte Loewe den Überschuss nach Dritten im zweiten Quartal um 7% auf 1,5 Mio EUR. Das EBIT stagnierte bei 3,0 Mio EUR. Durch den höheren Umsatzanteil margenstarker LCD-Geräte habe sich die EBIT-Marge im Halbjahr auf 5,1% (4,8%) verbessert.

Der im Vorjahreszeitraum mit minus 6,3 Mio EUR noch negative freie Cash-Flow stieg auf nun plus 5,4 Mio EUR. Die Verbesserung sei vorrangig auf die Reduzierung des Betriebskapitals zurückzuführen, sagte Finanzvorstand Oliver Seidl.

Loewe habe mit ihrer stabilen Preispolitik sowie einem verbesserten Produktmix maßgeblich zur Stärkung der Ertragslage beigetragen. Zur Durchsetzung der Premiumpositionierung und dem damit verbundenen Ausbau der Marge habe das Unternehmen bewusst auf Umsatz- und Marktanteilssteigerungen verzichtet.

Loewe ist in einem Markt mit einem harten Preiswettbewerb tätig. Die Marktpreise für LCD-Fernseher sanken im ersten Halbjahr bei den wichtigen 32-Zoll-Geräten um 37% und bei den 42-Zoll-Fernsehern um 32%. Loewe selbst will in ihrem Premiumsegment die Preise jedoch stabil halten. Lediglich bei Einstiegsgeräten habe es Preisanpassungen gegeben, auch im zweiten Halbjahr könnten diese Geräte noch etwas billiger werden.

Der europäische TV-Markt wird sich nach Einschätzung von Loewe dennoch weiterhin positiv entwickeln. Gründe dafür sind die anhaltend dynamische Marktentwicklung bei großformatigen Flachdisplay-TVs in Europa, neue digitale Produkte, die jährlich stattfindende Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin sowie das gestiegene Markenbewusstsein der Konsumenten.

Impulse erhofft sich der Konzern von seinen neuen Produkten. So soll die neue Fernseh-Baureihe "Loewe Connect" den Kunden ermöglichen, direkt auf Fotos, Bilder und Videos eines Computers zuzugreifen und diese in einer guten Qualität anzeigen zu lassen. Der "Loewe Individual Sound Projector" soll durch die besondere Ausrichtung der Klangstrahlen ein räumliches Hörerlebnis ermöglichen.

Mit Hilfe dieser Produktoffensive soll der Umsatz im ohnehin saisonal starken zweiten Halbjahr deutlich zulegen. Loewe bestätigte ihre Prognose, den Umsatz im gesamten Jahr um 10% auf 380 Mio EUR zu steigern und das EBIT um mindestens 20% auf 16 Mio bis 18 Mio EUR zu erhöhen.

Webseite: http://www.loewe.de

-Von Jürgen Hesse, Dow Jones Newswires, ++49 (0) 69 297 25 108,

unternehmen.de@dowjones.com

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