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03.04.2009

UPDATE: MAN sieht keine Trendwende am Lkw-Markt

(NEU: Mit mehr Samuelsson) Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Mit mehr Samuelsson) Von Katharina Becker DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer MAN AG blickt nach wie vor wenig optimistisch in die Zukunft. "Der Lkw-Markt ist zur Zeit sehr schwach mit deutlich niedrigerem Absatzvolumen", sagte der Vorstandsvorsitzende Håkan Samuelsson am Freitag auf der Hauptversammlung in München. "Wir sehen derzeit noch keine Trendwende."

Der DAX-Konzern hatte aufgrund der schwierigen Situation in der Branche bereits einen verschärften Sparkurs angekündigt. Durch Produktionskürzungen, Kurzarbeit, den Abbau von Leiharbeitern und deutlich reduzierte Investitionen sollen die Kosten im Kerngeschäft mit Nutzfahrzeugen im laufenden Jahr um eine halbe Milliarde EUR sinken. Davon sollen 300 Mio EUR in der Produktion eingespart werden. MAN liege bislang bei den anvisierten Einsparungen "voll im Plan", sagte Samuelsson.

Samuelsson rechnet im ersten Halbjahr 2009 mit einem Einbruch bei den Lkw-Verkäufen um bis zur Hälfte. Um nicht auf Halde zu produzieren, solle die Fertigung entsprechend gekürzt werden. Derzeit stünden 10.000 Nutzfahrzeuge auf dem Hof, sagte Samuelsson. MAN will nach früheren Angaben den Bestand auf 8.000 drücken. Trotz der wegbrechenden Verkäufe strebe der Konzern im Schnitt eine Rendite von 8,5% an, sagte Samuelsson.

Das Geschäft mit Lkw und Bussen ist der wichtigste Bereich des Münchener DAX-Unternehmens: Die Nutzfahrzeuge steuerten im vergangenen Jahr rund zwei Drittel zu den Gesamteinnahmen des Konzerns bei und mehr als die Hälfte des operativen Ergebnisses.

Die anhaltend stabilen Geschäfte mit Dieselmotoren und Turbomaschinen dürften jedoch auch im laufenden Jahr "hohe Umsatz- und Ergebnisbeiträge liefern", sagte Samuelsson. "Dies stabilisiert die gesamte MAN Gruppe und bedeutet, dass wir insgesamt besser dastehen als viele andere Industrieunternehmen."

Auch die Übernahme des schweren Lkw-Geschäfts von Volkswagen in Brasilien soll aus der Misere helfen. MAN hofft auf Einsparpotentiale von 50 Mio bis 70 Mio EUR pro Jahr. MAN habe die einstige Volkswagen-Tochter, die ähnliche Renditen erwirtschafte wie die Münchener, schuldenfrei übernommen, sagte Samuelsson.

Zu der von Volkswagen geplanten Lkw-Dreier-Allianz von VW, MAN und Scania wollte sich Samuelsson nicht äußern. Priorität habe die Integration des Brasilien-Geschäfts sowie der Ausbau des Geschäfts in Indien, sagte er. MAN sei jedoch an Kooperationen interessiert, auch mit Scania. VW besitzt die Mehrheit an Scania und ist mit einer Beteiligung von knapp 30% größter MAN-Aktionär.

Von der restriktiven Kreditvergabe der Banken in Folge der Finanzkrise sei MAN nicht direkt betroffen, sagte Samuelsson: "Wir werden in den nächsten zwei Jahren auch keine wesentlichen Kreditlinien neu verhandeln müssen", fügte er an.

Im Zuge der Umwandlung in eine europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) führt MAN das neue Vorstandsressort Personal ein. Personalvorstand soll der bisherige Personalleiter Jörg Schwitalla werden.

Webseite: http://www.man.eu/ -Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 112, katharina.becker@dowjones.com DJG/kat/ncs Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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