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24.04.2009

UPDATE: Microsoft verbucht ersten Umsatzrückgang seit 23 Jahren

(NEU: Details, Aktienkurs)

(NEU: Details, Aktienkurs)

Von John Kell

DOW JONES NEWSWIRES

REDMOND (Dow Jones)--Der US-Softwarekonzern Microsoft Corp hat in seinem dritten Geschäftsquartal erstmals in seiner 23-jährigen Geschichte als börsennotiertes Unternehmen einen Umsatzrückgang verbucht. Angesichts der weltweiten Rezession fielen die Einnahmen um 5,6% auf 13,65 Mrd USD, das Nettoergebnis ging im Zeitraum Januar bis März um 32% auf 4 Mrd USD zurück, wie Microsoft am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Je Aktie verdiente der Konzern 0,33 (0,47) USD. Im Ergebnis enthalten waren Sonderaufwendungen je Aktie von 0,06 USD. Die Reduzierung der Belegschaft kostete Microsoft 290 Mio USD, zudem musste der Anbieter des Betriebssystems Windows und des Bürosoftwarepakets Office 420 Mio USD seiner Investitionen abschreiben.

Die Analystenerwartungen verfehlte der Konzern beim Umsatz um rund 500 Mio USD. Dennoch legte die Microsoft-Aktie im nachbörslichen US-Handel um 3% auf 19,48 USD zu. Analyst Sandeep Aggarwal von Collins Stewart sagte, viele Investoren hätten noch Schlimmeres befürchtet. Es habe die Sorge bestanden, dass der Umsatz von Microsoft um 1 Mrd USD unter den Prognosen der Experten hätte liegen können.

Belastet wurde das Unternehmen von der gefallenen Nachfrage nach Heimcomputern (PC), die sich laut Marktforschungsunternehmen Gartner im ersten Kalenderquartal 6,5% schlechter verkauften als vor Jahresfrist. Vier der fünf Microsoft-Sparten verzeichneten Umsatzrückgänge. Das wichtige Geschäft mit dem Betriebssystem Windows setzte mit 3,4 Mrd USD 16% weniger um.

Während einer Telefonkonferenz konnte CFO Chris Liddell wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung machen. Der Rest des Kalenderjahrs werde weiterhin sehr schwierig bleiben, sagte der Manager.

Neben der weltweiten Rezession machen Microsoft die boomenden Verkäufe der Netbooks zu schaffen, der kleinen tragbaren Computer. Die kostengünstigen Netbooks werden mit billigen Versionen des Betriebssystems Windows ausgestattet und tragen deshalb je Einheit weniger zum Umsatz bei. Microsoft-Manager sagten jedoch, sie glaubten nicht, dass die Netbooks-Verkäufe das lukrativere Geschäft mit PC-Software beeinträchtigt hätten. Eher das Gegenteil sei der Fall: Ohne Netbooks wäre der Windows-Umsatz noch stärker gefallen, argumentierten sie.

In der Microsoft-Sparte mit Bürosoftware gingen die Einnahmen im Quartal um 5% auf 4,51 Mrd USD zurück. Das Geschäft mit Online-Diensten brachte dem Konzern wegen der schwachen Anzeigenmärkte mit 721 Mio USD etwa 14% weniger ein.

Ein Lichtblick war nur das Geschäft mit Server-Software. In diesem Bereich konnte Microsoft ihre Einnahmen um 7% auf 3,47 Mrd USD steigern.

Webseite: http://www.microsoft.com -Von John Kell, Dow Jones Newswires, und Nick Wingfield, Wall Street Journal ++49 (0) 69 297 25 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/jhe/brb Besuchen Sie unsere neue Webseite http://www.dowjones.de

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