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03.11.2009

UPDATE: Nokia Siemens Networks reorganisiert Geschäft

(NEU: Weitere Details, Hintergrund)

Von Gustav Sandstrom

DOW JONES NEWSWIRES

ESPOO (Dow Jones)--Die Nokia Siemens Networks (NSN) restrukturiert ihr Geschäft und prüft den Abbau von Stellen. Dadurch will das Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Siemens AG und der finnischen Nokia Oy nach erheblichen Verlusten zurück auf den Wachstumspfad. Außerdem prüfe das Unternehmen mögliche Partnerschaften und auch Übernahmen.

Die jährlichen Kosten sollen bis Ende 2011 um insgesamt 500 Mio EUR gesenkt werden, teilte NSN am Dienstag weiter mit. Die Sonderbelastungen infolge der Kostensenkungen sieht das Unternehmen bei 550 Mio EUR, die in den kommenden beiden Jahren insgesamt anfallen dürften.

Im Rahmen der Reorganisation will der Konzern seine fünf Sparten in nur noch drei Bereiche - Business Solutions, Network Systems und Global Services - überführen. Per Anfang 2010 werde diese Struktur wirksam.

Zudem prüfe NSN mögliche Stellenstreichungen. Dies könnte zu einem Abbau von 7% bis 9% des derzeitigen Mitarbeiterstamms von etwa 64.000 Personen führen. In einzelnen Ländern könnte der Stellenabbau höher oder auch niedriger ausfallen, hieß es weiter.

Der Telekomausrüster leidet unter den niedrigeren Ausgaben der Telekombetreiber und einem erhöhten Wettbewerb durch die chinesischen Huawei Technologies Co und ZTE Corp. Im dritten Quartal verbuchte NSN einen Umsatzeinbruch um 21% auf 2,76 Mrd EUR bei einem operativen Verlust von 1,1 Mrd EUR. Der schwedische Wettbewerber und Marktführer LM Ericsson Telephone Co hatte im dritten Quartal ebenfalls die Marktteilnehmer enttäuscht.

Der finnische Handyhersteller Nokia rutschte im dritten Quartal wegen NSN gar in die roten Zahlen. Wegen einer Wertberichtigung von 908 Mio EUR verbuchte Nokia einen Verlust von 559 Mio EUR nach einem Plus von 1,1 Mrd EUR im Vorjahreszeitraum. "Wir unterstützen weiterhin Maßnahmen, die dazu beitragen, dass Ergebnis von NSN zu verbessern", hatte Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo seinerzeit erklärt.

Auch der deutschen Siemens AG droht eine Abschreibung in Milliardenhöhe auf ihr Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia. Auf den Münchener DAX-Konzern könnte wegen des schwachen NSN-Geschäfts eine entsprechende Abschreibung zukommen. Nach der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens hatte Siemens in der Bilanz 2007 dafür einen nicht zahlungswirksamen Gewinn vor Steuern von 1,6 Mrd EUR ausgewiesen. "Diese Größenordnung gelte es im Falle eines Impairmenttests anzusehen. Es ist also nicht auszuschließen, dass Siemens bis zu 1,6 Mrd EUR auf NSN abschreiben muss", hatte eine mit der Angelegenheit vertraute Person zu Dow Jones Newswires Mitte Oktober gesagt.

Webseite: www.nokiasiemensnetworks.com - Von Gustav Sandstrom, Dow Jones Newswires; +49 69 29725 110; unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/kla/eyh Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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