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30.07.2007

UPDATE: O2 Deutschland sieht Anzeichen für Umsatzerholung

(NEU: Netz- und IT-Auslagerung, Telefonica-Zahlen)

(NEU: Netz- und IT-Auslagerung, Telefonica-Zahlen)

Von Stefan Paul Mechnig

Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der kleinste deutsche Mobilfunkbetreiber O2 hat im Frühjahr erneut weniger umgesetzt, sieht aber Anzeichen für eine Erholung. In den kommenden Quartalen werde sich die Entwicklung verbessern, sagte Finanzvorstand Andre Krause am Montag. Gleichzeitig prüft die Tochter der spanischen Telefonica weitere Sparmaßnahmen. So wird nach dem Vorbild von E-Plus eine Auslagerung von IT und Netzbetrieb erwogen. Die bisherigen Sparmaßnahmen haben den Gewinn gedrückt.

Die Erlöse mit Mobilfunkdienstleistungen lagen im zweiten Quartal mit 727 Mio EUR um 4% unter Vorjahr. In den ersten drei Monaten hatte das Minus noch 5% betragen. Krause sieht darin eine Trendwende. O2 habe zuletzt besonders viele umsatzstarke Kunden gewonnen, was sich in den kommenden Monaten positiv auswirken werde. Insgesamt kamen zwischen April und Juni 374.000 Teilnehmer hinzu - für die Verhältnisse von O2 ein Wachstum wie sonst nur im Weihnachtsgeschäft. Alles in allem telefonieren 11,6 Millionen Kunden bei dem Münchener Unternehmen.

Mit 4,1 Millionen "Genion"-Kunden sei man weiter Marktführer bei den so genannten Homezone-Tarifen, bei denen Handy-Telefonate um Umkreis der Wohnung besonders günstig sind. Für das Ende vorigen Jahres gestartete neue Kombi-Angebot aus Mobilfunk und Breitband-Internet haben sich jedoch erst 34.000 Kunden entschieden. Krause räumte ein, dass es hier anfangs unter anderem Qualitätsprobleme gegeben habe. Jetzt will O2 das Produkt stärker vermarkten.

Das Betriebsergebnis brach im zweiten Quartal um die Hälfte ein auf 98 Mio EUR. Grund waren Aufwendungen für die zweite Phase eines Restrukturierungsprogramms, mit dem das Unternehmen wieder nach vorne kommen will. Ohne diesen Effekt hätte der Gewinn stagniert und die operative Marge von 22,6% leicht höher gelegen. Insgesamt will O2 mit verschiedenen Kostensenkungsmaßnahmen im nächsten Jahr Einsparungen von 190 Mio EUR erzielen. Dazu zählt unter anderem der Abbau von 700 der 4.700 Stellen, vornehmlich in der Verwaltung.

In diesem Zusammenhaben würden nun auch die Auslagerung des Netzbetriebs und der EDV geprüft, sagte Krause. Neben der Übertragung an einen Dritten komme auch eine Bündelung von Netzaktivitäten innerhalb der Telefonica-Gruppe in Frage. Konkurrent E-Plus hat bereits entsprechende Maßnahmen vorgenommen und damit seine Profitabilität deutlich erhöht. Für die beiden großen Anbieter Vodafone und T-Mobile kommt ein Netz-Outsourcing hingegen nach bisherigen Angaben nicht in Frage.

Eingeleitet hatte die Sparmaßnahmen noch der langjährige Geschäftsführer Rudolf Gröger, der kürzlich vor dem Hintergrund des Umsatzverfalls durch den Spanier Jaime Smith vom Mutterhaus Telefonica abgelöst worden war.

Der Gesamtkonzern hat im zweiten Quartal vor allem von seinen Aktivitäten in Südamerika profitiert. Außerdem sorgte der Verkauf der Anteile am Unternehmen Airwave dafür, dass sich das Nettoergebnis der Spanier auf 2,57 Mrd EUR mehr als verdoppelte. Der Betriebsgewinn nahm um 34% auf 4,6 Mrd EUR zu, während der Umsatz von Telefonica um 6,5% auf 14,1 Mrd EUR kletterte. Für das laufende Jahr hob der Madrider Konzern seine Planung an. Der Umsatz soll nun zwischen 8% und 10% und das operative Ergebnis um 10% bis 13% wachsen.

Webseiten: http://www.o2.com

http://www.telefonica.com

-Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires, ++ 49 (0) 211 - 13 87 213,

TMT.de@dowjones.com

DJG/stm/jhe

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