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14.09.2010

UPDATE: Philips hebt EBITA-Margenziel an

(NEU: weitere Details, Hintergrund)

(NEU: weitere Details, Hintergrund)

Von Roberta Cowan und Anna Marij van der Meulen DOW JONES NEWSWIRES

AMSTERDAM (Dow Jones)--Der niederländische Elektronikkonzern Philips will in den kommenden Jahren schneller wachsen als die Weltwirtschaft. Zudem hat der Konzern aus Eindhoven seine Margenziele für den Zeitraum 2011 bis 2015 im Rahmen der am Dienstag vorgestellten Konzernstrategie "Vision 2015" teilweise angehoben. An ihrer Struktur mit den drei Säulen Unterhaltungselektronik, Licht sowie Produkte für die Körper- und Gesundheitspflege hält die Gesellschaft entgegen der Erwartung einiger Analysten fest.

"Unser Plan für 2015 ist eine Weiterentwicklung unserer Strategie 'Vision 2010'", sagte CEO Gerard Kleisterlee. "Wir werden weiter auf die weltweit größten Trends bauen, um unsere führende Stellung in Kernbereichen wie Gesundheit und Licht auszubauen." Philips erkenne die globale Tendenz hin zu energieeffizienten Lichtlösungen, und die hohe Akzeptanz von LED beschleunige das Wachstum des Unternehmens, fügte der CEO der Sparte Licht, Rudy Provoost, hinzu.

Beim bereinigten Umsatz will Philips in den kommenden fünf Jahren einen um mindestens 2 Prozentpunkte über dem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts liegenden Zuwachs erreichen. Helfen soll dem Konzern dabei das Wachstum in Schwellenländern sowie die Verlagerung auf energieeffiziente Lichtsysteme. Das soll sich letztlich auch in den Finanzkennziffern widerspiegeln.

In Zahlen ausgedrückt: Die EBITA-Marge soll in den Jahren 2011 bis 2015 zwischen 10% und 13% liegen. Bisher lautete die Vorgabe für diese Kennziffer in der "Vision 2010" auf 10% bis 11%. Im Bereich Licht (Lighting) visiert Philips unverändert eine EBITA-Marge von 12% bis 14% an, während sie im Bereich Unterhaltungselektronik (Consumer Lifestyle) mit 9% bis 11% statt 8% bis 10% und im Bereich für Gesundheitsprodukte (Healthcare) mit 16% bis 18% statt 15% bis 17% rechnet. Außerdem soll das Ergebnis je Aktie zweimal so schnell wachsen wie der vergleichbare Jahresumsatz. Außerdem wird erwartet, dass die Rendite auf das Eigenkapital die durchschnittlichen Kapitalkosten um mindestens 4% übersteigt.

Im Juli hatte die Royal Philips Electronics NV einen kräftigen Anstieg ihres Zweitquartalsergebnisses gemeldet. Zugleich warnte das Unternehmen unter anderem infolge einer nur langsamen Wirtschaftserholung in den USA vor einer Abschwächung des Wachstums im zweiten Halbjahr auf mittlere, einstellige Raten. Für das laufende Jahr hatte Philips bei der Gelegenheit eine EBITA-Marge von "über" 10% in Aussicht gestellt.

Unter der Führung von Kleisterlee hat sich Philips von einem sperrigen Konglomerat mit mehr als einem Dutzend verschiedener Sparten zu einem Unternehmen gewandelt, das sich auf Verbraucher konzentriert und neben Lichtsystemen und Unterhaltungselektronik auch Geräte für die Körper- und Gesundheitspflege verkauft. Im April 2011 geht Kleisterlee in den Ruhestand. Sein Nachfolger soll Frans van Houten, ein früherer Manager bei dem von Philips ausgegliederten Halbleitergeschäft NXP, werden.

Philips ist nicht nur der weltgrößte Hersteller von Lichtsystemen, sondern auch Europas größter Unterhaltungselektronik-Hersteller und zählt zu den drei größten Anbietern von Gesundheitsprodukten. Mit den Strategieplänen will das Unternehmen seinen Aktionären eine Art Fahrplan für die Zukunft aufzeigen - zuletzt geschehen mit der "Vision 2010", die Ende 2008 wegen der beginnenden Rezession aufgegeben worden war und nun von der "Vision 2015" ersetzt wird.

Zufriedenstellen konnte das Elektronikunternehmen den Markt mit seinen Prognosen zunächst jedoch nicht. Entgegen den vorbörslichen Erwartungen von Händlern sind die Aktien schwächer in den Handel gegangen. "Auf den zweiten Blick sind die Prognosen schlecht", sagte ein Londoner Analyst. Denn die Prognose eines Umsatzwachstums von mindestens 2 Prozentpunkten über dem weltweiten BIP-Wachstum laufe für Philips auf ein jährliches Umsatzwachstum von rund 6,5% hinaus. "Die Erwartungen im Markt dürften aber darüber liegen", sagt der Analyst. Daher nähmen Anleger nach der jüngsten kräftigen Kurserholung nun Gewinne mit. Gegen 10.50 Uhr ist das Philips-Papier mit einem Minus von 2,1% auf 23,58 Uhr der größte Verlierer an der Börse in Amsterdam.

Webseite: www.philips.com -Von Roberta Cowan und Anna Marij van der Meulen, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 103, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/ebb/bam

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