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14.04.2008

UPDATE: Philips steigert Umsatz und verdient weniger

(NEU: Details, Analysteneinschätzung, Aussagen des Managements, Aktienkurs) Von Tjeerd Wiersma DOW JONES NEWSWIRES

(NEU: Details, Analysteneinschätzung, Aussagen des Managements, Aktienkurs) Von Tjeerd Wiersma DOW JONES NEWSWIRES

EINDHOVEN (Dow Jones)--Die Royal Philips Electronics NV hat im ersten Quartal ihren Umsatz leicht gesteigert und einen deutlich geringeren Nettogewinn als im Vorjahr erwirtschaftet. Gleichzeitig bekräftigte der in Eindhoven ansässige Konzern am Montag die wesentlichen mittelfristigen Ziele des Strategieplans "Vision 2010".

Den Umsatz bezifferte Philips für den Berichtszeitraum auf 5,965 (Vorjahr: 5,930) Mrd EUR und traf damit exakt die Erwartungen der Analysten. Das Wachstum in den Geschäftsbereichen Gesundheit und Beleuchtung habe geringe Umsätze bei den Fernsehern der Consumer-Lifestyle-Sparte ausgeglichen. Auf vergleichbarer Basis habe die Sparte Healthcare um 5% zugelegt, bei Lighting wurde eine Steigerung von 3% erzielt und der umsatzstärkste Bereich Consumer Lifestyle stagnierte auf Vorjahresniveau.

Der Nettogewinn ging erwartungsgemäß drastisch zurück und fiel sogar unter die Erwartung der Analysten von 273 Mio EUR. Der Nettogewinn betrug im Berichtszeitraum 219 Mio EUR, gegenüber 875 Mio EUR im Vorjahresquartal. In der Vorjahresperiode bewirkte der Verkauf einer Beteiligung an der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co einen positiven Effekt von 733 Mio EUR.

Das EBITA sank im ersten Quartal 2008 auf 265 (370) Mio EUR. Damit lag die EBITA-Marge bei 4,4 (6,2)%. Hier wirkte sich vor allem der Rückgang in der Konsumgütersparte aus, der durch die leichten Steigerungen bei Healthcare und Lighting nicht ausgeglichen werden konnte.

Die Quartalsbilanz von Philips sei "ermutigend" angesichts der am Freitag von General Electric vorgelegten schwachen Zahlen, sagt die Citigroup. Zwar habe Philips mit dem EBITA im ersten Quartal die Konsensschätzung um 12% verfehlt, doch werde dabei die gute Entwicklung der Sparte Healthcare leicht übersehen. Der Bereich Lighting habe die Erwartungen erfüllt, während Consumer Lifestyle sehr schlecht gelaufen sei.

Nach Einschätzung von Analyst Victor Bareno von SNS Securities zeichnen die Zahlen ein gemischtes Bild. Die Konsumsparte habe enttäuscht, dagegen zeigten Healthcare und Lighting gute Ergebnisse. Nach Ansicht der Analysten der Societe Generale (SocGen) hat Philips im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres überraschend schwache Ergebnisse erzielt.

Aufgrund der Erwartung einer konjunkturellen Abkühlung sehe Philips auch in der Zukunft die Margen im Consumer-Lifestyle-Segment unter Druck, so die Analysten der SocGen. Positiv sei zu beurteilen, dass Philips bereits Maßnahmen angekündigt habe, um operativen Verlusten in der Fernsehsparte entgegenzuwirken.

Um die Profitabilität im Fernsehergeschäft zu verbessern, habe man entscheidende Schritte, wie die Allianz mit Funain in Nordamerika und Anpassungen im weltweiten Zulieferergeschäft, eingeleitet, sagte der President und CEO Gerard Kleisterlee laut Unternehmensmitteilung. Für das laufende Jahr zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich, dass 2008 zum Erreichen der mittelfristigen Ziele beitragen werde.

Philips bekräftigte am Berichtstag, bis 2010 solle sich das EBITA je Aktie gegenüber dem Wert von 1,90 EUR im Jahr 2007 mehr als verdoppeln. Das Ziel für die EBITA-Marge wurde auf 10% bis 11% von zuvor 10% erhöht. Dabei solle im Gesundheitsbereich eine EBITA-Marge von 15% bis 17% erzielt werden, bei Lighting von 12% bis 14% und im Bereich Consumer Lifestyle solle sie 8% bis 10% betragen.

Für die Entwicklung der Heathcare-Sparte im zweiten Quartal zeigte sich der Chief Financial Officer (CFO) Pierre-Jean Sivignon während eines Conference Calls zuversichtlich. Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds erwarte er ein viel versprechendes Quartal.

Noch sei es aber zu früh, in den USA über eine Erholung im Bereich bildgebende Verfahren zu sprechen. Eine solche Einschätzung sei frühestens in vier Monaten möglich. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres hatte das Ergebnis der Gesundheitssparte unter den Kosteneinsparungen der US-Regierung im Zuge des Budget Deficit Reduction Act gelitten.

Die Philips-Papiere eröffneten am Montag mit 23,25 EUR und lagen bis gegen 10.31 Uhr mit 3,3% im Minus bei 23,11 EUR.

Webseite: http://www.philips.com/ - Von Tjeerd Wiersma, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 102; unternehmen.de@dowjones.com DJG/dct/kla

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