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15.06.2007

UPDATE/Premiere verbreitet Optimismus - Aktie zieht an

(NEU: Analystenstimmen, Kursentwicklung, weitere Aussagen des Managements)

(NEU: Analystenstimmen, Kursentwicklung, weitere Aussagen des Managements)

Von Archibald Preuschat

Dow Jones Newswires

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Premiere AG sieht ihren Umsatzrückgang gestoppt und verbreitet vorsichtigen Optimums, dass die Kartellamtsbedenken wegen der Vermarktungspartnerschaft mit arena aus dem Weg geräumt werden können. Die Aktie des Bezahlfernsehsenders legte daraufhin am Freitag in einem insgesamt freundlichen Markt zu. Aber nicht alle Analysten konnten die Nachrichten von der Hauptversammlung in München überzeugen. Zudem werteten Händler Aussagen, dass Premiere derzeit nicht in konkreten Gesprächen mit Investoren sei, als "ernüchternd".

Seit dem Verlust der Bundesliga-Rechte zur Saison 2006/07 ist der Umsatz des Bezahlfernsehsenders aus Unterföhring bei München gefallen. Im laufenden Quartal sieht Finanzvorstand Michael Börnicke diesen Trend jedoch gestoppt. "Wir können heute davon ausgehen, dass sich die Umsatzseite im zweiten Quartal stabilisieren wird", sagte er vor den Aktionären. Börnicke fügte hinzu: "Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, sind im zweiten Halbjahr signifikante Umsatzzuwächse möglich".

Damit spielte der Manager auf die laufenden Verhandlungen zwischen dem Bundeskartellamt, Unity Media/arena und Premiere über die Vermarktung von arena über Satellit durch Premiere an. "Die Gespräche verlaufen konstruktiv, und wir erzielen gute Fortschritte", sagte Premiere-Vorstandsvorsitzender Georg Kofler auf der Hauptversammlung.

Nach Abschluss der Veranstaltung wurde der Premiere-Vorstandsvorsitzende im Gespräch mit Journalisten noch etwas deutlicher. "Ich glaube schon, dass eine für beide Unternehmen kommerziell akzeptable Lösung möglich ist", sagte er. Was es an Bedenken des Kartellamtes zu verteilen gibt, werde auf beide Seiten verteilt.

"Kofler muss sich optimistisch zeigen", kommentierte allerdings Sonia Rabussier, Analystin bei Sal. Oppenheim. Auch ihre Kollegin Iris Schäfer von der Landesbank Baden-Württemberg reagierte zurückhaltend: "Der Markt erwartet, dass es zu einer Fortsetzung der Kooperation zwischen Premiere und arena kommt. Es gibt aber ein gewisses Restrisiko, dass der Schuss nach hinten losgeht."

Bis zum 23. Juni wollen Premiere und arena sich auf eine endgültige Kooperationsvereinbarung einigen, die dann noch den Segen des Bundeskartellamtes benötigt. Die arena-Muttergesellschaft Unity Media und Premiere hatten im Februar eine Kooperationsvereinbarung getroffen, mit der der Bezahlfernsehsender das Recht bekam, das Live-Bundesliga-Angebot von arena über Satellit zu verbreiten.

Im April wurde auf Wunsch des Bundeskartellamts dieser Teil der Kooperation, von dem sich Premiere Umsatzzuwächse erhofft, zunächst bis Ende Mai und dann bis zum 23. Juni ausgesetzt.

Die Aktie reagierte trotz der verhaltenen Analystenstimmen am Freitag mit Kursgewinnen von rund 2% auf die Kofler-Aussagen. Bei dem Bezahlfernsehsender wird am Markt derzeit aber auch auf eine Übernahme des Bezahlsenders durch einen Investor spekuliert.

Dass die arena-Muttergesellschaft Unity Media Premiere übernehmen könnte, wie in den vergangenen Wochen mehrfach am Markt spekuliert wurde, nannte Kofler am Freitag jedoch "völligen Blödsinn". "So etwas würde kartellrechtlich nie genehmigungsfähig sein", so der Premiere-Vorstandsvorsitzende.

Kofler bekräftigte am Rande der Hauptversammlung gleichwohl, dass es konkretes Interesse von Investoren an dem Bezahlfernsehsender gebe. Derzeit gebe es aber keine Gespräche mit Investoren und auch keine Due Dilligence. Ob ein potenzieller Investor in der Vergangenheit Einblick in die Bücher genommen hat, wollte Kofler ausdrücklich nicht sagen.

Händler bezeichneten diese Aussagen als "etwas ernüchternd". Das im MDAX gelistete Papier gab daqraufhin auch etwas von seinen Tagesgewinnen ab, und schloss den Handel noch mit 2% im Plus bei 17,60 EUR.

Webseite: http://www.info.premiere.de

-Von Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 138 72 18,

archibald.preuschat@dowjones.com

DJG/apr/jhe

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