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05.06.2008

UPDATE: ProSiebenSat.1 kündigt weiter hohe Ausschüttungsquote an

(NEU: Aussagen Management, Hintergrund)

(NEU: Aussagen Management, Hintergrund)

Von Alexander Becker

DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die ProSiebenSat.1 Media AG hat für die Zukunft eine "kontinuierliche" Dividendenpolitik mit einer hohen Ausschüttungsquote angekündigt. Diese werde auch künftig bei 80% bis 90% des Nettogewinns pro Jahr liegen, sagte der Vorstandsvorsitzende Guillaume de Posch am Donnerstag in München.

Die Liquiditätssituation bei ProSiebenSat.1 sei gut genug, um eine hohe Ausschüttung und zugleich Investitionen in das Geschäft vornehmen zu können, so der Aufsichtsratsvorsitzende des MDAX-Unternehmens und Permira-Partner, Götz Mäuser.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007 hatte das Unternehmen zuvor eine deutliche Anhebung der Dividenden angekündigt. Demnach will die Sendergruppe 1,25 EUR je Vorzugsaktie und 1,23 EUR je Stammaktie zahlen. Für das Jahr 2006 hatte ProSiebenSat.1 noch 0,89 EUR je Vorzugsaktie und 0,87 EUR je Stammaktie gezahlt.

Die Private-Equity-Firmen Permira und KKR halten 62,7% des Grundkapitals und 100% der Stammaktien sowie 25,3% der Vorzugsaktien. 74,7% der Vorzugsaktien befinden sich im Streubesitz.

Die Finanzierung von größeren Akquisitionen steht für das Unternehmen derzeit offenbar nicht auf der Agenda. In den kommenden zwölf Monaten liege der Fokus klar auf der Integration von SBS, sagte der Vorstandsvorsitzende de Posch. Hier müssten noch die "Hausaufgaben" erledigt werden.ProSiebenSat.1 hatte Mitte 2007 SBS Broadcasting übernommen.

Nach der Integration seien auch größere Akquisitionen vorstellbar. Hier habe das Unternehmen vor allem Osteuropa im Blick, da dieser Markt nach wie vor "große Wachstumschancen" biete. Dabei könnte ein solcher Zukauf entweder über eine Kapitalerhöhung oder die Hereinnahme eines Unternehmens in die Kapitalstruktur finanziert werden, führte Mäuser aus.

Generell sei Mäuser aber zufrieden mit der strategischen Aufstellung von ProSiebenSat1. Er bekräftigte frühere Aussagen, nach denen der Sender Sat.1 nicht zum Verkauf stehe und auch künftig nicht stehen werde. Der Premiere-Vorstandsvorsitzende Michael Börnicke hatte zunächst grundsätzliches Interesse an einem Kauf von Sat.1 bekundet. Ende Mai hatte er aber im Interview mit Dow Jones Newswires gesagt, dass der Pay-TV-Sender derzeit nicht an Sat.1 interessiert sei, da sich Premiere erstmal um seine eigenen Angelegenheiten kümmern müsse.

Im operativen Geschäft sieht de Posch eine Besserung im zweiten Halbjahr. Im laufenden zweiten Quartal werde es aber noch "einen gewissen Rückschlag" geben, so der Vorstandsvorsitzende. Er verwies zur Begründung auf die Veränderung bei Werbezeiten und die Folgen der schwachen Entwicklung bei Sat.1 im vergangenen Jahr.

Im ersten Quartal hatte das Unternehmen einen deutlichen Ergebisrückgang verzeichnet. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA lag um 18,4% unter dem Vorjahresquartal bei 57,6 Mio EUR. Als Grund für diese Entwicklung nannte die Senderkette Unsicherheiten infolge des neuen Verkaufsmodells für Werbezeiten, das Ende 2007 nach einem Verfahren des deutschen Kartellamts eingeführt wurde. Zum anderen zeige sich aber auch zeitverzögert die Auswirkung der Quotenschwäche von Sat.1 im Jahr 2007.

Ob das EBITDA im zweiten Quartal über dem Vorquartalswert liegen werde, wollte de Posch nicht kommentieren. Für das Gesamtjahr rechnet de Posch mit einem Pro-Forma EBITDA, das über dem Vorjahreswert von 784 Mio EUR liegen werde.

Webseite: http://www.prosiebensat.1.com - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/cbr

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