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06.05.2010

UPDATE: ProSiebenSat.1 rechnet 2010 mit Ergebniszuwachs

(NEU: Aussagen CEO und CFO in Telefonkonferenz)

(NEU: Aussagen CEO und CFO in Telefonkonferenz)

Von Matthias Karpstein DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die ProSiebenSat.1 Media AG ist nach einem starken Auftaktquartal für den weiteren Jahresverlauf guter Dinge. "Der derzeitige positive Trend am Werbemarkt lässt uns etwas optimistischer in das Jahr blicken als zum Jahresanfang", erklärte Vorstandsvorsitzender Thomas Ebeling am Donnerstag zur Vorlage der umfassenden Erstquartalszahlen. Bereits Ende April hatte der Konzern alle wesentlichen Kennzahlen mitgeteilt und bestätigte diese am Donnerstag nun.

Die Werbebuchungen im April festigen den Aufwärtstrend der Mediengruppe aus Unterföhring, das Unternehmen erhielt im Kernmarkt Deutschland mehr Werbebuchungen als im Vorjahr. Nun peilt der hoch verschuldete Konzern für 2010 eine Ergebnissteigerung an. "Es ist unser Ziel für das laufende Jahr, bei konstanten bis leicht reduzierten Kosten das Ergebnis weiter zu steigern", sagte Ebeling.

Optimistisch stimmt Ebeling die Entwicklung des Werbemarktes, die er nun stärker einschätzt als noch vor zwei Monaten. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Vorstandsvorsitzende jetzt mit einem Wachstum des Werbemarktes von bis zu 2%. "Ich gehe davon aus, dass die Werbemärkte, in denen wir aktiv sind, stabil bleiben oder bis zu 2% wachsen werden", sagte Ebeling in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Bislang war er davon ausgegangen, dass sich der Werbemarkt zwischen einem Minus von zwei Prozent und einem Plus von zwei Prozent bewegen werde.

Allerdings könnte der Sender von "Germany's Next Topmodel" und "Schlag den Raab" etwas weniger von diesem wachsenden Kuchen abbekommen. Ebeling wollte nicht ausschließen, dass seine Sendergruppe am TV-Werbemarkt 2010 Anteile verlieren könnte. Derzeit könne noch nicht abgeschätzt werden, wie sich hier die Fußball-Weltmeisterschaft auswirkt, die im öffentlich-rechtlichen Programm zu sehen sein wird.

Weiterhin unklar bleibt, wohin die Reise für den Nachrichtenkanal der Sendergruppe geht. Ob N24 verkauft oder im eigenen Haus restrukturiert wird, um künftig für Nachrichten deutlich weniger Geld ausgeben zu müssen, soll wie angekündigt bis Ende des zweiten Quartals entschieden werden.

Gespart werden muss weiterhin, denn noch immer lasten Schulden von 3,43 Mrd EUR auf dem Konzern, der mehrheitlich den beiden Finanzinvestoren KKR und Permira gehört. Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte der Konzern zwar rund 82 Mio EUR Schulden abtragen, verglichen mit dem Schlussquartal 2009 stiegen die Nettoschulden hingegen um rund 130 Mio EUR. Drastisch gespart wurde in der Vergangenheit bei den Mitarbeitern. Von 5.460 Mitarbeitern im Vorjahresquartal wurde auf 4.801 Stellen im Auftaktquartal 2010 abgebaut.

Um fünf Prozent gestiegen ist dabei der Umsatz, der im ersten Quartal bei 658,4 (Vj 627) Mio EUR lag. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 32% auf 119,2 Mio EUR und das Nettoergebnis erreichte 21,2 Mio EUR, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 1,7 Mio EUR angefallen war. Die Sendergruppe profitierte dabei nach eigenen Angaben vor allem von einem stärkeren heimischen Werbemarkt, aber auch von höheren Distributionserlösen in den skandinavischen Ländern.

2010 will der Konzern auch das Nettoergebnis deutlich steigern, erklärte Finanzvorstand Axel Salzmann in der Telefonkonferenz. Das vergangene Jahr beendete ProSiebenSat.1 mit einem Nettogewinn von 144,5 Mio EUR.

Webseite: www.prosiebensat1.com -Von Matthias Karpstein, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/jhe Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de

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