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26.10.2007

UPDATE: QSC steuert nach Gewinnwarnung mit Aktionsplan gegen

(Neu: Aussagen aus Telefonkonferenz, Analysten, Aktienkurs) Von Rolf Neumann Dow Jones Newswires

(Neu: Aussagen aus Telefonkonferenz, Analysten, Aktienkurs) Von Rolf Neumann Dow Jones Newswires

KÖLN (Dow Jones)--Der Kölner Telekommunikationsspezialist QSC will nach einer Gewinnwarnung für das laufende Jahr mit einem Maßnahmepaket interne Engpässe beheben und damit Umsatz und Ergebnis wieder stärker als bislang steigern. "Wir sind auf eine Mine gelaufen, aber unser Business-Modell funktioniert", sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Schlobohm am Freitag in einer Telefonkonferenz. Ein inzwischen eingeführter Aktionsplan stimme zuversichtlich, "dass wir die Schwierigkeiten schnell überwinden werden."

Angesichts des schwächeren als geplanten Geschäftsverlaufs hatte die Kölner QSC AG am Vorabend ihre Prognose für das laufende Geschäftsjahr reduziert. Das Unternehmen erwartet für 2007 jetzt einen Umsatz von rund 325 (Vj 262,5) Mio EUR anstatt bislang mehr als 350 Mio EUR. Das EBITDA soll nur noch 35 (Vj 21,2) Mio EUR gegenüber bislang anvisierten 50 Mio bis 60 Mio EUR erreichen. Das Konzernergebnis nach Steuern soll nunmehr nur ausgeglichen ausfallen, nachdem QSC bislang mit 15 Mio EUR gerechnet hatte. 2006 hatte das Unternehmen mit einem Verlust von 5,3 Mio EUR abgeschlossen.

Die im Tec-Dax gehandelte QSC-Aktie führte am Freitag in einem negativen Markt die Liste der Tagesverlierer an. Das Papier startete zu Handelsbeginn mit einem Minus von über 8% und notierte gegen 14.00 Uhr noch mit einem Abschlag von 7% bei 3,05 EUR.

QSC sei es nicht gelungen, "den Auftragseingang in Umsatz zu wandeln", sagte Schlobohm. Er verwies darauf, dass QSC seit Jahresbeginn den monatlichen Auftragseingang um rund 60% habe steigern können.

Um gegenzusteuern habe QSC ihre Struktur reorganisiert und in die drei Geschäftsbereiche Managed Services, Direct Access und Wholesale neu gegliedert. Dadurch solle den unterschiedlichen Kundeninteressen besser entsprochen werden. Zudem habe QSC das Auftragsmanagement reorganisiert, um Kunden künftig schneller Anschlüsse bereit stellen zu können. Die Maßnahmen würden aber erst im kommenden Geschäftsjahr in vollem Umfang greifen. "Wir glauben, dass wir die operativen Engpässe im ersten Quartal 2008 überwunden haben", sagte Finanzvorstand Markus Metyas.

Für das nächste Geschäftsjahr zeigte sich Schlobohm zuversichtlich, wenngleich sehr zurückhaltend. "Wir sind definitiv positiv gestimmt für 2008", sagte der Manager auf die Frage nach den Erwartungen für das Nettoergebnis im nächsten Jahr. Konkrete Angaben zu den Zielen für 2008 will QSC im Dezember machen.

Die Übernahme der Broadnet AG könne nach einem Vergleich mit klagenden Aktionären noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden, während dies bislang für das erste Quartal 2008 geplant war. "Beim Merger mit Broadnet sind wir auf der Zielgeraden. Wir gehen davon aus, dass die Verschmelzung im vierten Quartal 2007 registriert wird", sagte Schlobohm.

Infolge der Verschmelzung rechnet QSC im vierten Quartal mit einer Belastung für das Ergebnis, teilte das Unternehmen mit. Ab 2008 werde diese Verschmelzung zu Synergieeffekten im niedrigen einstelligen Millionenbereich insbesondere im Netz und in der Verwaltung führen.

Im dritten Quartal steigerte QSC den Umsatz nach vorläufigen Berechnungen um 22% auf 83,2 (Vj 68,4) Mio EUR. Der Preisdruck im konventionellen Sprachgeschäft sowie die Verzögerungen bei der Anschaltung neuer Kunden einerseits sowie der gleichzeitige Ausbau des Netzes um knapp 10% allein im abgelaufenen Quartal und die damit verbundenen operativen Aufwendungen andererseits führten zu einem "enttäuschend geringen" EBITDA-Anstieg. Damit liegt das EBITDA von Juli bis September bei 7,4 (Vj 5,2) Mio EUR.

Nach Einschätzung der Analysten der Landesbank Baden-Württemberg fielen die Drittquartalszahlen "sehr enttäuschend" aus. Der Umsatz lag um rund 4 Mio EUR unter den Erwartungen von Analyst Andreas Heinold; beim EBITDA wurden mit 7,4 Mio EUR die erwarteten 13,3 Mio EUR "deutlich" verfehlt. Heinold will nun die Einstufung und das Kursziel der Aktie prüfen.

Auch die Analysten der UniCredit zeigten sich enttäuscht. Aufgrund der Gewinnwarnung senkten sie ihre Schätzungen für die kommenden Jahre. Mit der Warnung dürfte das Unternehmen seinen Ruf beschädigt haben, hieß es.

Webseite: http://www.qsc.de -Von Rolf Neumann, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 4031, rolf.neumann@dowjones.com DJG/rne/jhe

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